MTV-Vorsitzender Dietmar Mennerich: „Es hat einfach nicht gepasst“

Blitzabschied: Bezirksligist MTV Römstedt trennt sich von Coach Christof Gatzka

Ein Mann pustet kräftig durch.
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Ein ratloser Christof Gatzka:„Man hat mir nur mitgeteilt, dass das Trainerverhältnis beendet ist.“
  • Arek Marud
    VonArek Marud
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Der Fußball-Bezirksligist MTV Römstedt hat sich von seinem neuen Trainer getrennt. Christof Gatzka muss nach nur zwei Monaten gehen. Die Hintergründe sind unklar.

Das neue Kapitel ist beendet, bevor es richtig angefangen hat: Fußball-Bezirksligist MTV Römstedt hat sich nach nur zwei Monaten mit sofortiger Wirkung von seinem neuen Trainer Christof Gatzka getrennt.

Gatzka und der langjährige Coach Torben Tutas sollten das neue Duo beim MTV bilden. Doch nur zwei Monate nach Vollzugsmeldung ist die Personalie Gatzka wieder vom Tisch. Am Montag gab der Verein in einem kurzen Statement den Entschluss bekannt: „Der MTV Römstedt und Christof Gatzka gehen ab sofort getrennte Wege.“ Nach sehr guten Vorgesprächen und der Verpflichtung des ehemaligen Eddelstorfer Trainers zog der Vorstand des MTV zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt schnell Konsequenzen und trennte sich wieder von Gatzka.

Ganz offensichtlich hatte die Zusammenarbeit nicht wie erhofft funktioniert. „Wir sahen unser homogenes Miteinander der vergangenen fünf Jahre in Gefahr. Wir betonen aber ausdrücklich, dass dieser Entschluss nichts mit Christofs fachlicher Kompetenz zu tun hat. Es hat einfach nicht gepasst“, erklärt der MTV-Vorsitzende Dietmar Mennerich gegenüber der AZ und hofft dennoch, dass der frühere Eddelstorfer schon bald wieder Platz auf einer Trainerbank nehmen wird. „Wir wünschen Christof alles Gute und sind der Überzeugung, dass er seinen Weg als Trainer erfolgreich gehen wird.“

Gatzka versteht die Fußball-Welt nicht mehr. „Man hat mit mir nicht gesprochen und mir nur mitgeteilt, dass das Trainerverhältnis beendet ist, weil es einfach nicht passt.“ Laut Gatzka gab es „ein paar Spieler, die mit Veränderungen nicht einverstanden waren. Man kann miteinander reden, wenn etwas nicht passt. Ich hätte mir von Vereinsseite Rückendeckung erhofft. Die gab es nicht.“ Der frühere Eddelstorfer hätte sich außerdem mehr Zeit gewünscht. „Ich hatte noch nicht mal richtig angefangen und war richtig motiviert.“ Effektiv habe er drei volle Trainingseinheiten geleitet. Weitere unter Corona-Bedingungen. „Ich bin niemandem böse. Aber man wirft Dinge über den Haufen, die man noch vor zwei Monaten bei Gesprächen im Vorfeld besprochen hatte“, wundert sich Gatzka über den Sinneswandel beim MTV Römstedt.

Trainer Torben Tutas betont, dass es eine saubere Trennung gab. „Christof ist vor die Mannschaft getreten und hat sich offiziell verabschiedet. Ich bin weiter mit ihm in Kontakt. Alles ist ein bisschen schade. Es ist aber nichts Schlimmes vorgefallen. Vielleicht haben sich die Spieler und das Umfeld das alles ein bisschen anders vorgestellt.“

Noch in dieser Woche soll ein neuer Trainer vorgestellt werden, der sich die Aufgaben mit Tutas teilen wird. Dieser muss aus privaten Gründen kürzertreten. „Für Torben tut es mir extrem leid. Ich wollte, dass er für seine private Situation ein bisschen mehr Zeit hat. Natürlich wünsche ich ihm und der Mannschaft alles Gute“, schlägt Gatzka versöhnliche Töne an

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