Rückblick 1. Fußball-Kreisklasse Süd (Plätze 1 bis 8): Bodenteich II und SCK sorgen für Furore

Rockende Youngsters, starker Aufsteiger

Das vollkommen umgekrempelte Team des TuS Bodenteich II (rechts Nico Krüger gegen Lehmkes Max Heitmann).
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Das vollkommen umgekrempelte Team des TuS Bodenteich II (rechts Nico Krüger gegen Lehmkes Max Heitmann) eroberte die Liga im Sturm und ist Tabellenführer.

Uelzen/Landkreis – Sie sind jung, viele absolvieren ihr erstes Jahr bei den Herren – und sie stehen ganz oben: Der TuS Bodenteich II rockt die 1. Fußball-Kreisklasse Süd! Dahinter lauern erwartbare Namen, aber auch ein bärenstarker Aufsteiger.

Und am Ende wartet ein Team noch auf den ersten Punkt. Die AZ blickt mit den Trainern in zwei Folgen auf den bisherigen Verlauf der unterbrochenen Saison zurück. Heute: Teil 1 mit den Plätzen eins bis acht.

Jugend begeistert

Im Sommer wurde die Reserve des TuS Bodenteich II (1./20/27:11) vollständig umgekrempelt. Viele Spieler plus Trainer Hadi Karamac wechselten aus der eigenen U18 in den Herrenbereich. Die Verjüngungskur zeigte Wirkung – die Südkreisler führen überraschend das Tableau an. „Wenn du mit einer kompletten Jugendmannschaft in den Herrenfußball wechselst und dann dort stehst, wo wir gerade stehen, sagt das so einiges über die Typen im und als Team aus!“, sind Trainer Hadi Karamac und „Co“ Nico Peters stolz auf die Entwicklung ihrer Schützlinge, loben zudem die herausragende Trainingsbeteiligung.

Hinter dem Spitzenreiter hat sich mit dem TuS Wieren (2./17/22:6) eine Mannschaft platziert, die zu den Favoriten gezählt wurde. Dennoch sah es anfangs nicht nach einer Erfolgsstory aus, denn aus den ersten drei Spielen sprangen magere zwei Zähler heraus. Doch dann gab es fünf Siege in Folge, dabei stand viermal die „Null“ (Ligabestwert). Insgesamt kassierten die Blau-Weißen nur sechs Gegentreffer, nur beim TSV Wriedel schlug es einmal weniger ein. „Jeder hat sein Ego zurückgesteckt und für die Mannschaft gearbeitet, das kann man sehr gut an den wenigen Gegentoren sehen“, erklärt Trainer Mike Schneider, der „tabellarisch sehr zufrieden ist“, den Aufwärtstrend.

SCK mischt die Liga auf

Bestens dabei ist Aufsteiger SC Kirch-/Westerweyhe (3./16/27:15) – neben Bodenteich die einzige Mannschaft, die noch ungeschlagen ist. Somit steht ein toller dritter Rang zu Buche. „Mit der Position kann ich leben, aber wir hätten sechs Punkte mehr haben müssen. Die Unentschieden gegen Jastorf, Gartow und Stadensen hätten nicht sein dürfen“, erklärt Trainer Carsten Behnke. Der bildet seit Kurzem mit Harald Voigts ein Trainerduo, nachdem Kai Wenzel aus privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. Zu was der SCK im Stande ist, wenn alle Räder ineinandergreifen, zeigte er beim 7:2 gegen Suderburg.

Auch der auf Rang vier liegende TSV Wriedel (16/15:5) spielt nicht unerwartet oben mit, hat zudem gegen den SV Emmendorf II noch ein Match nachzuholen. Kein Wunder, dass Trainer Mathias Grabs zufrieden ist: „Ich ziehe ein positives Fazit. Das ist eine eingeschworene Gemeinschaft, ein echtes Team.“ Grabs freut sich über die gewonnene Stabilität in der Defensive, sieht vorn aber noch Luft nach oben: „Da fehlt uns noch die Cleverness.“ Für die könnte Maik Cordes (letztes Jahr bester Torschütze der Klasse) sorgen, der sich nach Verletzung wieder langsam an die Mannschaft heranrobbt. Die Wriedeler haben von allen Topteams mit nur 15 Toren die wenigsten erzielt.

Großartige SVS-Fans

Zum Verfolgerfeld zählt der SV Stadensen (5./15/28:16), der mit 28 Treffern die beste Offensive aller Kreisvertreter aufweist und für das wohl spektakulärste Spiel der Spielzeit (5:5 beim SCK) mitverantwortlich zeichnet. „Nach den Sommerabgängen, den kurzfristigen Absagen mancher Spieler und der schweren Verletzung von unserem besten Stürmer Jonas Hilmer bin ich mehr als zufrieden, wie die Jungs die Vorgaben umsetzen, sich reinhängen und nie aufgeben. Sportlich wie menschlich eine überragende Truppe“, lobt Coach Felix Lüring, der noch einen großen Dank an die treuen SVS-Fans ausspricht: „Einfach großartig.“

In Jastorf läuft’s

Etwas überraschend auf Rang sechs steht der TSV Jastorf (15/21:12). Zwischenzeitlich lagen die Rot-Weißen gar auf dem zweiten Rang, rangen den Topteams Wieren und SCK eine Punkteteilung ab, wurden erst am 8. und letzten ausgetragenen Spieltag von den Teutonen erstmals bezwungen. „Bis hierhin sind wir voll im grünen Bereich. Nach acht Spielen 15 Punkte bei erst einer Niederlage – das kann sich sehen lassen. Aber die Saison (wenn sie voll zu Ende gespielt wird) ist noch sehr lang. Da kann noch einiges passieren“, bilanziert Trainer Malte Weber.

Nur eine Niederlage kassierte die SVG Oetzen/Stöcken (7./13/22:16), die aber fiel heftig aus – 0:5 gegen Wieren! Auch sonst herrscht keine Zufriedenheit. „Wir hatten uns einiges mehr vorgenommen und laufen unserem Ziel hinterher. Oft sind es Kleinigkeiten, die dafür sorgen, dass es nicht für einen Dreier reicht. Meist sind es individuelle Fehler, die zu Gegentoren führen. Dies ist auf Dauer frustrierend“, meint Sascha Hartig vom Trainerteam. Und trotzdem: „Die Arbeit mit den Jungs macht Dennis (Thomsen) und mir wirklich großen Spaß“.

Immerhin stellen die Oetzener mit Felix Meyer (9 Tore bei nur sechs Einsätzen) den besten Torjäger. Und auch für die Aufholjagd der Saison zeichneten sich die Ostkreisler verantwortlich. Am 4. Spieltag hieß es nach 75 Minuten 0:3 gegen Lehmke, ehe ein furioser Schlussspurt noch das 3:3 brachte.

Suderburg II im Soll

Die Suderburger-Reserve (8./12/24:19) peilte im Vorfeld eine Platzierung im Mittelfeld an und genau diese nimmt sie auch ein. Auffällig: Während gegen die besser platzierten Teams nichts drin war, hielt man sich gegen die Konkurrenz von unten schadlos. Tim Sterneck (9 Tore bei 7 Einsätzen) liegt auf Rang zwei der Torjägerliste. „Eigentlich kann ich mit dem Erreichten zufrieden sein. Nur fünf Punkte bis zum 2. Platz. Sieht man aber alle Spiele – hier haben wir auch Punkte verschenkt – wäre mehr möglich gewesen“, fasst Coach Jörn Drögemüller zusammen. » Fortsetzung folgt (Von Immo De la Porte)

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