Aufgemotztes Logo und fünfter Neuzugang für Heide Knights

„Richtig Bock auf das neue Team“

Benjamin Bormann (Mitte, hier im Derby gegen Ebstorfs Konrad Burda) ist der fünfte ehemalige Spieler aus dem Team Heide, der sich den Heide Knights anschließt.
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Benjamin Bormann (Mitte, hier im Derby gegen Ebstorfs Konrad Burda) ist der fünfte ehemalige Spieler aus dem Team Heide, der sich den Heide Knights anschließt.
  • Bernd Klingebiel
    VonBernd Klingebiel
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kl Ebstorf. Den bekannten Ritterhelm schmücken ab sofort zwei Widderhörner.

Nach dem sportlichen Schulterschluss zwischen den einstigen Rivalen Ebstorf Knights und Team Heide setzt die ambitionierte Basketball-Mannschaft nun auch auf optische Reize: Die neu benannten Heide Knights haben ihr aufgemotztes Logo präsentiert.

Nach einem monatelangen Tauziehen haben die Ritter aus Ebstorf und die Heidschnucken aus Bad Bevensen/Lüneburg ihre Kräfte gebündelt. Sie wollen gemeinsam an der Tabellenspitze der 2. Regionalliga stürmen und den Basketball in der Region auf ein neues Level heben. Die Heide Knights gelten vor dem Saisonstart als großer Titelkandidat (AZ berichtete). Coach Leo Niebuhr: „Wir freuen uns riesig, dass das endlich geklappt hat und wir so viele gute Spieler dazu bekommen haben.“

Auch wenn der TuS Ebstorf als Verein die Mannschaft gemeldet hat, sollen der neue Name und das gestylte Logo die Verschmelzung der beiden Teams verdeutlichen. Ebstorfs Justus Koch: „Außerdem soll die ganze Basketball-Region um Uelzen und Lüneburg sich mit der Mannschaft der Heide Knights identifizieren können. Denn in einer ländlichen Region ist es essenziell wichtig, dass jeder mithilft.“

Mit Benjamin Bormann hat sich nunmehr der fünfte ehemalige Team-Heide-Akteur der Mannschaft angeschlossen. Zuvor waren Andreas Willing, Rouven Lopez, Frithjof Dueholm und Christian Hellbrügge in den Klosterflecken gewechselt.

Bormann gilt als abgezockter Flügelspieler und ist seit gut 20 Jahren am Ball. Er wusste in der letzten Regionalligasaison beim MTV Treubund Lüneburg (Team Heide) mit knapp zehn Punkten pro Partie zu überzeugen. „Wie Benjamin im ersten Training losgelegt hat, war sehr vorbildlich“, lobt Niebuhr. „Er wird uns viel Erfahrung sowie Härte und Durchsetzungsvermögen bringen.“ Dies sei nach dem Abgang von René Maiwirth extrem wichtig.

Auch Bormann freut sich „vor allem auf die Saisonvorbereitung und das Training mit einer motivierten Truppe und dem Coach. Das wird zwar hart. Aber daraus resultierend, spielen wir dann hoffentlich eine gute Saison vor einer dauerhaft so tollen Kulisse wie zu den Derbys.“

Nachdem eine Spielgemeinschaft mit Ebstorf offiziell nicht zustande gekommen ist, wird der MTV Treubund Lüneburg auf seine Regionalliga-Lizenz verzichten. Der Neu-Ebstorfer Rouven Lopez: „Ich bin sehr gespannt auf die Saison, die viele neue Herausforderungen mit sich bringt.“

Der wohl beste Kader, den es in der Region je gab

Dabei sollte den Knights in die Karten spielen, dass sich einige Akteure aus der Uni-Mannschaft der Leuphana in Lüneburg kennen. „Ich hab’ richtig Bock auf das neue Team. Wir verstehen uns hier auf und neben dem Feld gut“, beschreibt Lopez.

Die Ritter wollen die kommenden Aufgaben aber nicht durch die rosarote Brille sehen. „Uns ist durchaus bewusst, dass eine erfolgreiche Saison, auch mit dem wohl besten Kader, den es in der Region je gab, kein Selbstläufer wird“, warnt Koch. „Wir müssen uns erstmal aneinander anpassen. In der Hinsicht habe ich jedoch vollstes Vertrauen in Leo.“ Trainer Niebuhr gibt sich denn auch zuversichtlich, sieht jedoch gleichzeitig viel Arbeit auf sich und das Team zukommen: „Auf dem Papier sind wir natürlich sehr stark. Jetzt müssen wir schnell zusammenwachsen.“ Seine Erwartungen sind abgesteckt: „Jeder muss offen sein für neue Anregungen und viel ins Training investieren.“

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