Vor dem letzten Spieltag in den Fußball-Ligen stehen die Meister fest – aber nicht alle Aufsteiger

Relegation – die zweite Chance

Für TSV Bienenbüttels Michel Klagholz ist die Saison noch nicht gelaufen, er kann mit seinem Team noch große Sprünge machen. Foto: Wendlandt

Uelzen/Landkreis. Die meisten Entscheidungen sind gefallen, viele Fußballer legen die Beine hoch. Und doch zieht sich das Saisonende wie Kaugummi, denn am kommenden Pfingst-Wochenende wird nur vereinzelt gekickt – viele Teams nutzen die Zeit für Mannschaftsfahrten. Erst am 2.

/3. Juni müssen sich die Fußballer noch mal aufraffen, um auch die letzten Punkte zu verteilen – und anschließend geht es für ein paar Teams in die Relegation.

Die AZ hat sich umgeschaut: Wer hat den Aufstieg bereits in der Tasche, wer darf oder muss in die Relegation? Landesligen

Die SV Drochtersen/Assel um ihren Torjäger Danny-Torben Kühn aus Uelzen hat den Titel und die Rückkehr in die Oberliga seit dem vorletzten Spieltag sicher. Drei weitere Oberliga-Aufsteiger stehen mit den Meistern 1. FC Germania Egestorf-Langreder (Landesliga Hannover), Lupo Martini Wolfsburg (Braunschweig) und SSV Jeddeloh (Weser-Ems) ebenfalls fest.

Weil der TB Uphusen keine Lizenz für die 5. Liga beantragt hat, zieht aus der Landesliga Lüneburg der TuS Celle FC in die Relegation ein. Der Gegner aus der Landesliga Hannover steht noch nicht fest. Die besten Chancen hat der TSV Burgdorf, der allerdings vom punktgleichen SV Bavenstedt und dem drei Zähler zurückliegenden 1. FC Wunstorf gejagt wird. Das zweite Relegations-Halbfinale bestreiten der SC Melle 03 und FT Braunschweig.

Setzt sich der niedersächsische Oberligist in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga durch, ist ein Platz für einen zusätzlichen Landesligisten frei. Gibt es zusätzliche Rück- oder Lizenzentzüge in der Oberliga dürfen weitere Teams hoffen. Bezirksligen

Die vier Staffelmeister und Aufsteiger in die Landesliga stehen mit dem MTV Dannenberg, TV Jahn Schneverdingen, FC Verden 04 und dem in seinen bisher 28 Punktspielen bei zwei Remis unbesiegten FC Eintracht Cuxhaven bereits fest.

Um den Platz in der Aufstiegsrelegation rangeln in der Staffel 1 vor dem letzten Spieltag der SV Ilmenau und der TSV Bienenbüttel. Der Vizemeister trifft entweder auf MTV Borstel/Sangenstedt (68 Punkte), Eintracht Elbmarsch (66) oder TV Meckelfeld (65). Im anderen Halbfinale messen sich der FC Worpswede (Staffel 3) und der VSV Hedendorf-Neukloster (Staffel 4). Kreisligen

Der SV Rosche hat die Meisterschaft in der Uelzener Kreisliga seit langem fix, er hat auf Anhieb den Wiederaufstieg in die Bezirksliga geschafft. Im Kreis Lüneburg hat sich der TuS Reppenstedt durchgesetzt, aus Lüchow-Dannenberg steigt der SV Karwitz auf.

Die Vizemeister aus den drei Kreisen und der TuS Wieren als Tabellen-13. der Bezirksliga spielen um mindestens zwei freie Plätze. Uelzens Vertreter ist mit großer Wahrscheinlichkeit der FC Oldenstadt, ein Punktgewinn am kommenden Freitag im Nachholspiel gegen die SVG Oetzen/Stöcken reicht zur Vizemeisterschaft. Theoretisch kann der SC 09 Uelzen die Blau-Roten noch abfangen. Gegner des Uelzener Vertreters am zweiten Juni-Wochenende auf neutralem Platz in Holdenstedt wird auf jeden Fall der TuS Wieren sein.

Im anderen Halbfinale stehen sich der TSV Bardowick (60 Punkte) oder der MTV Soderstorf (57) und Lüchow-Dannenbergs Vizemeister TuS Woltersdorf gegenüber.

Die jeweiligen Sieger spielen in der nächsten Saison in der Bezirksliga. Behält in der Relegation zur Landesliga zudem der Vertreter aus der Staffel 1 (SV Ilmenau/TSV Bienenbüttel) die Oberhand, gibt es einen dritten Aufsteiger, den die Verlierer in einem weiteren Spiel unter sich ausmachen würden.

Von Bernd Klingebiel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare