Uelzens Sportler kehren auf die Sportplätze zurück– innovatives Training beim MTV Barum

Re-Start mit Lichtsensoren und Entengang

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Die Leistungsturnerinnen vom TV Uelzen trainieren auf dem heimischen Friedrich-Klinge-Sportplatz nach zweimonatiger Zwangspause Räder, Handstände oder Bogengänge auf der Stelle. Foto: Ballach

Uelzen/Landkreis – Sie sind voller Tatendrang: Immer mehr Uelzener Sportler kehren nach der Corona-Zwangspause auf die Sportplätze zurück und sind beim Training eifrig dabei. So wie die Jugendfußball-Mannschaften der SG Aue, die in Wieren trainieren.

Während Trainer Rainer Struck (U11) noch abwartet, hat Torben Schoop (U9) die Übungsstunden wieder aufgenommen. Über das ganze Spielfeld sind Bälle, Hütchen, Stangen und kleine Tore verteilt. Die Spieler haben dabei viel Platz, denn die Mannschaften sind in kleinen Trainingsgruppen aufgeteilt. Trotz der vorgeschriebenen Mindestabstände freuen sich die jungen Kicker, ihre Teamkameraden wiederzusehen.

Teutonia beschwört den Mannschaftsgeist

Den Mannschaftsgeist beschwören auch die Landesliga-Kicker der SV Teutonia Uelzen, die fortan einmal pro Woche auf dem Rasen im Sportpark am Königsberg trainieren. „Die Stimmung ist gut“, freuen sich Coach Benjamin Zasendorf und die Kicker über das Wiedersehen. Zasendorf achtet strikt auf die Einhaltung der gebotenen Abstandsregeln, lässt Passspiel, Technik und Torschüsse üben. Mit dabei: Leistungsträger Malte Bertram, der sich im letzten Spiel vor der Winterpause einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Spielformen lassen sich unter den gegebenen Umständen allerdings nicht verfeinern. „Von richtigem Training kann man nicht sprechen. Es ist gefühlt mehr eine Beschäftigungs- und Mannschaftstherapie“, zeigt sich Zasendorf aber dennoch glücklich über die Möglichkeit, nunmehr wieder regelmäßig gemeinsam zu üben.

Blink, blink in Barum

Barums Fußballerinnen setzen gleich zum Re-Start auf Innovation. Der Oberligist trainiert mit BlazePods, die Co-Trainer Björn Schwichtenberg mitbrachte. Dieses Gerät funktioniert mit Lichtsensoren. Der Einsatz visueller Effekte erhöht die Geschwindigkeit und Reaktionszeit. Das vorprogrammierte Work-out wird übers Handy gesteuert. Ebenso die unterschiedlichen Farben. Durch gezielte Berührungen wird der BlazePod deaktiviert. Die klassischen Trainingsvarianten kommen natürlich nicht zu kurz. Bei vorgeschriebenem Abstand gibt’s natürlich auch Pass- und Torschussübungen.

TV Uelzen: Handstände und Räder

Riesenerleichterung bei den Turnerinnen des TV Uelzen nach dem Re-Start und einer zweimonatigen Zwangspause: „Dieses hat es in meiner 50-jährigen Übungsleitertätigkeit noch nie gegeben“, berichtet Trainerin Ingrid Ballach. Nach achtwöchigem Stillstand bieten sie und weitere Übungsleiterinnen an zwei Tagen in der Woche den Leistungsturnerinnen auf dem TVU-Platz wenigstens Übungsinhalte zur Ausdauer, Dehnung und Kräftigung sowie bodenspezifische Übungen auf der Stelle. „Mit ganz besonderen Auflagen des Vorstandes ist das alles gut zu bewältigen“, dankt Ballach den TVU-Verantwortlichen.

Trainiert wird im Kreis – bei jeweils zwei Metern Abstand. Dabei werden Matten ausgelegt – und dann geht es wie immer los mit Musik. Geturnt werden Räder, Handstände oder Bogengänge auf der Stelle, um damit den Körper fitzuhalten für die nächsten Wettkämpfe 2021. Am Ende muss jede Turnerin auf dem Rasen die 400-Meter-Bahn – immer im großen Abstand – umrunden. Danach geht es, wie schon bei der Ankunft, im Entengang mit zwei Metern Abstand zu den Autos der Eltern oder zum Fahrrad. „Die Mädels nehmen auch die kleinsten Vorschriften sehr genau und halten sich perfekt daran“, betont Ballach.

SV Rosche: Jumping ohne Trampoline

Schluss mit dem zweimonatigen Videotraining. Jumping Fitness beim SV Rosche darf ab sofort wieder draußen stattfinden. Das erste gemeinsame Work-out mit Trainerin Wibke Apel findet aber vorerst noch ohne das beliebte Trampolin statt. Dafür mit 28 Leuten auf dem Roscher Sportplatz, die ein einstündiges Intervalltraining mit Cardio-/Kraft- und Sprungeinheiten absolvieren. Am heutigen Dienstag folgen die Jumping-Kids, zunächst ebenfalls ohne Trampolin. Ab dem morgigen Mittwoch legen die Erwachsenen dann auf den Trampolinen los. Dies wird auf dem Schulhof geschehen, der dann nicht mehr – wie bislang – ab 17 Uhr abgeriegelt sein wird.

TuS Wieren: Ausdauer bei Gegenwind

Der Start in die Sportabzeichensaison erfolgt beim TuS Wieren auf zwei Rädern. Gleich ein Dutzend Radfahrer rollt für die Ausdauerübung auf der Straße nach Emern auf einem 20 Kilometer langen Rundkurs. Teilweise starker Gegenwind beeinträchtigt die Sportler. Mit dem vom Bund deutscher Radfahrer im Hinblick auf Corona geforderten Abstandsregelungen gibt es keine Probleme. Zum Abschluss der Rundtour versuchen noch einige, Teilnehmer, im Sprint über 200 Meter am Ortseingang von Wieren die Bedingungen für die Disziplin „Schnelligkeit“ zu erfüllen.

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