TV Uelzen geht hellwach in das Heimspiel gegen Spitzenreiter Müden

Rambazamba in der Arena

Es ist angerichtet: Alles spricht für echtes Handball-Spektakel heute Abend in der HEG-Halle, wenn der TV Uelzen versucht, den verlustpunktfreien Spitzenreiter MTV Müden/Örtze aufs Kreuz zu legen. Foto: B. Klingebiel

Uelzen. Die HEG-Halle wird zum Hexenkessel. Rambazamba in der Arena. „Wer ein Lärmgerät dabei hat, bekommt freien Eintritt“, verspricht Lasse Behrens.

Der Trainer des Handball-Landesligisten TV Uelzen zieht alle Register vor dem „Spiel des Jahres“ am heutigen Sonnabend gegen den MTV Müden/Örtze. Die Gäste sind Spitzenreiter. Echte Tempo-Typen. 14 Spiele, 14 Siege. Meisterlich! Spielbeginn ist zu gewohnter TVU-Zeit: um 18. 30 Uhr.

Handball-Philosophien prallen aufeinander, vielleicht sogar sportliche Welten. Angriffsmaschine gegen Abwehrbollwerk. Der MTV schießt aus allen Rohren. 510 Tore, im Schnitt 36 pro Spiel. Der TVU markiert durchschnittlich zwölf Stück weniger. Er hält stattdessen seine Gegner nicht selten unter der magischen Marke von 20 Treffern. Auch Müdens furiose Offensive soll sich an der kompakten Uelzener 6:0-Deckung die Zähne ausbeißen. So wie am zweiten Spieltag der Hinrunde, als der TVU in Hermannsburg nur mit 33:37 verlor. Es ist bis heute Müdens knappster Saisonsieg. „Wir waren dicht dran“, sagt Behrens.

Das heutige Rückspiel hätte aus Uelzener Sicht zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können. Die Schwarz-Weißen haben einen Lauf. Sie gewannen drei Mal in Folge, die letzten zwei Partien sogar auswärts. Personell gibt es kaum Abstriche. Nur der verletzte Kevin Kwiotek fällt heute Abend definitiv aus, Niklas Kolle aus dienstlichen Gründen vielleicht.

Behrens: „Diese Euphorie, gepaart mit unserer Heimstärke, gibt Mut.“ Dazu kommt die Lockerheit, den Klassenerhalt schon nach 14 Partien quasi im Sack zu haben. Behrens: „Wir können uns gegen Müden nur selbst belohnen und wollen uns so teuer wie möglich verkaufen. Das Ergebnis ist dann völlig zweitrangig – wer kämpft, kann auch verlieren.“

Von Bernd Klingebiel

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