2. Kreisklasse Süd + Nord: Gerdau-Sieg gegen Böddenstedt / SCK stürmt mit 8:2 an die Spitze

Pohlmanns goldener Derby-Knaller

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Mit viel Tempo sorgte Ebstorfs Henrik Bauers (links) immer wieder für Gefahr. Hier wird sein Schuss allerdings von Küstens Routinier Thorben Röwer abgeblockt.

Uelzen/Landkreis – Mit einem 8:2-Heimerfolg über den VfL Breese-Langendorf III ist der SC Kirch-/Westerweyhe regelrecht an die Spitze der 2. Kreisklasse Süd gestürmt. Der MTV Gerdau gewann wiederum vor 150 Zuschauern das Derby gegen den Pokalschreck VfL Böddenstedt mit 1:0.

Pech hatte Aufsteiger TuS Ebstorf II, der spät den Ausgleich kassierte.

In der Nordstaffel legte Aufsteiger SV Eddelstorf II einen Traumstart hin, besiegte im Derby die Bienenbütteler TSV-Reserve mit 10:0.

2. Kreisklasse Süd

TuS Ebstorf II – SV Küsten II 1:1 (0:0)

Sie wollten einen Zähler, sie bekamen ihn. Dennoch hätten es auch drei Punkte für die Ebstorfer werden können. Schließlich führten sie nach einem herrlichen 25-Meter-Schuss von Jan Ewert bis in die Nachspielzeit mit 1:0. Doch dann nutzten die Gäste einen Strafstoß zum späten Ausgleich. Insgesamt hatte der TuS ein Chancenplus, die Küstener etwas mehr Feldanteile. „Aufsteiger gegen Absteiger – ein Punkt, ich bin zufrieden“, meinte Ebstorfs Co-Trainer Nils Lankau.

TSV Hitzacker – TSV Lehmke 2:0 (1:0)

Niederlage zum Start für den Aufsteiger. „Wir haben 30 Minuten gebraucht, um in der neuen Klasse anzukommen“, sah Lehmkes Betreuer Arne Scheele eine schwierige Anfangsphase. Doch der Neuling stabilisierte sich defensiv, konnte den zweiten Durchgang ausgeglichen gestalten. Per 20-Meter-Schuss erhöhte Hitzacker auf 2:0, während dem Kreisvertreter das nötige Glück fehlte.

SC Kirch-/Westerweyhe – VfL Breese/L. III 8:2 (1:0)

43 Minuten lang berannte der SC Kirch-/Westerweyhe erfolglos das Tor der Breeser, dann endlich brach Fabian Gehlken mit seinem überfälligen Führungstor den Bann. Der zweite Durchgang begann mit einem wilden Schlagabtausch, bei dem die Gäste ihre einzigen beiden Möglichkeiten eiskalt nutzten. Nach dem 4:2 durch Lars März war bei Breese aber der Stecker gezogen, der SCK erhöhte nun fast nach Belieben, nutzte seine Chancen. Trainer Carsten Behnke war vor allem von der fußballerisch guten ersten Halbzeit angetan.

MTV Gerdau – VfL Böddenstedt 1:0 (1:0)

Derby-Sieg für Gerdau! „Wir waren laufstark, aggressiv, haben die Zweikämpfe angenommen“, jubelte MTV-Trainer Henning Prehm. Vor rund 150 Zuschauern traf Lukas Pohlmann aus 25 Metern oben rechts in den Winkel zum goldenen Tor. Die Böddenstedter fanden gegen die aufmerksam verteidigenden Platzherren nur selten Lösungen. Die beste Chance zum Ausgleich bot sich zehn Minuten vor dem Ende Henrik Feuerhake. Er hob das Leder zwar über seinen im MTV-Tor stehenden Bruder Lars, aber auch über das Gehäuse.

TSV Wrestedt/Stederdorf – Sperber Veerßen 3:0 (2:0)

Guter Start für die Wrestedter. Trainer Peter Kramer sah einen „hochverdienten, nie gefährdeten Sieg“. Der hätte hinten heraus noch höher ausfallen können, doch der TSV ließ einige Hochkaräter liegen. Dafür passten die psychologisch wichtigen Momente aller drei Treffer. „Die Mannschaft hat taktisch viel von dem umgesetzt, was wir in den letzten Wochen trainiert haben“, war Kramer zufrieden.

TSV Gr. Hesebeck/R. – SC Uelzen II 0:1

Der Sportclub hatte mehr Ballbesitz, die Gastgeber dagegen ein (kleines) Chancenübergewicht. Die Entscheidung fiel nach 62 Minuten. Brian Stenzel zog von der Strafraumgrenze ab, der abgefälschte Ball fiel unhaltbar für Hesebecks Keeper Tobias Godglück zum Tor des Tages ins Netz. „Das war ordentlich, ein Punkt wäre drin gewesen“, kommentierte Groß Hesebecks Trainer Max Kruskop die Auftaktleistung seiner Elf.

2. Kreisklasse Nord

SV Eddelstorf II – Bienenbüttel II 10:0 (3:0)

Die Bienenbütteler wehrten sich nach Kräften im Reservederby, doch Marcel Kahlmann (Mitte) triumphierte mit seinen Eddelstorfern deutlich. Auch wenn Sascha Voloder (links) und Victor Maier hier gemeinsam klären können. Mehr Fotos vom Spiel im Laufe des Tages unter az-online.de.

Klare Sache im Nachbarschaftsderby – der Aufsteiger aus Eddelstorf beherrschte die arg enttäuschenden Bienenbütteler nach Strich und Faden und landete zum Saisonstart einen erstaunlichen 10:0-Sieg. In Durchgang verteidigten die Gäste noch mit Inbrunst, ehe sie nach dem Wiederanpfiff in sich zusammenfielen. SVE-Coach Marcel Duisterwinkel: „Da kam gar nichts mehr vom TSV. Wir haben den Ball gut laufen lassen, noch Torchancen in Hülle und Fülle versiebt.“ Gästetrainer Michael Schlawatzky sah das Ergebnis ebenfalls in dieser Höhe als verdient an.

TSV Adendorf – MTV Himbergen 3:0 (1:0)

„Wir haben zunächst viel zu ängstlich agiert“, sah Himbergens Trainer Felix Quittenbaum seine Mannschaft lange Zeit in großer Bedrängnis. „Dass es zur Halbzeit nur 1:0 für den TSV hieß, war für uns sehr schmeichelhaft.“ Erst nach etwa einer Stunde steigerte sich sein MTV, vergab durch Trainersohn Max Quittenbaum sowie Laurin Mennerich (Freistoß an den Pfosten) den möglichen Ausgleich. „Insgesamt geht der Adendorfer Sieg aber absolut in Ordnung“, sieht Quittenbaum noch viel Luft nach oben für den Liganeuling.

VON IMMO DE LA PORTE UND MICHAEL KLINGEBIEL

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