Platz 20: Römstedt noch fairer!

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Die technisch versierten Römstedter spielen befreit auf, erklärt Trainer Torben Tutas den großen Sprung auf Rang 20 der landesweiten Fairplay-Wertung; der MTV stellt in der Halbzeitbilanz Uelzens fairste Mannschaft.

Uelzen/Landkreis – Der MTV Römstedt bleibt Uelzens fairste Fußballmannschaft oberhalb der 1. Kreisklasse. Der Bezirksligaaufsteiger verbesserte sich im landesweiten Ranking um weitere 58 Plätze auf Rang 20 in der Halbzeitbilanz des VGH-Fairness-Cups 2019/20.

Vor exakt einem Jahr belegte der damalige Kreisligist Position 120. Ligarivale TV Rätzlingen stellte zur Winterpause das fairste Uelzener Team, war 105. der Statistik.

Am Saisonende hatte Römstedt die Grün-Weißen dann überflügelt, war auf Platz 78 geklettert. In der jetzt aktuellen Wertung steht Rang 20 für den MTV zu Buche. Der TVR ist inzwischen in einer Spielgemeinschaft mit Teutonia Uelzen verschweißt und als Kreisklassenvertreter nicht mehr in dem Ranking erfasst.

Faires und sportliches Miteinander auf dem Sportplatz zahlt sich immer aus. Hier hilft Schiedsrichter Sören Thalau (Westercelle) dem Emmendorf Pascal Husemann, der einen Wadenkrampf erlitten hat.

„Das ist ein super Ergebnis“, lobt der stellvertretende Vorsitzende des Fußballkreises Heide-Wendland (HWK), Hartmut Jäkel aus Ebstorf. Denn in der Saison-Zwischenbilanz sind mit den Bezirksligisten SV Scharnebeck (12.) und TSV Bardowick (55.) zwei weitere HWK-Vertreter unter den Top 100.

Im VGH-Fairness-Cup wurden in der laufenden Saison 19/20 bis zur Winterpause mehr als 7000 Spiele von 954 niedersächsischen Mannschaften aus 64 Staffeln von den Kreisligen bis zur 1. Bundesliga in Sachen Fairplay ausgewertet.

„Wir spielen mehr mit Technik und laufen viel; da gibt es automatisch weniger Zweikämpfe“, erklärt MTV-Trainer Torben Tutas das Römstedter Fairplay-Dauerhoch. Zudem sei nach dem angestrebten und vollbrachten Aufstieg Last von der Mannschaft gefallen. Sie gehört zwar auch in der Bezirksliga zum erweiterten Kreis der Titelanwärter – das habe allerdings eine andere Qualität, von Aufstiegskampf mag Tutas nicht sprechen. Entsprechend stehe sein Team „nicht unter Druck“.

Am anderen Ende der Statistik rangiert der SV Rosche. Der Bezirksligist ist als 760. das am schlechtesten platzierte Uelzener Team in der landesweiten Wertung. Hauptgrund sind 46 Gelbe Karten in 17 Partien. Trainer Pascal Kläden: „Bestimmt die Hälfte davon wegen Meckerns!“ Seine relativ junge Mannschaft lasse sich zu häufig von der Hektik auf dem Platz anstecken, leiste sich „kleine Undiszipliniertheiten“ und habe zudem Heißsporne in ihren Reihen. Der Trainer selbst nimmt sich da nicht aus, kassierte ebenfalls Verwarnungen. Kläden: „Auch ich muss ruhiger werden!“

Mit der zweiten Mannschaft des BSC Acosta Braunschweig hat sich im Fairplay-Cup ein klarer Favorit auf den Gesamtsieg herausgeschält, der die Nachfolge von Vorjahressieger SV Bad Bentheim II antreten könnte. In ihren 15 Saisonspielen haben die Kreisliga-Kicker bisher lediglich vier Gelbe Karten erhalten. Gelb-Rot oder Rot? Fehlanzeige! Daraus ergibt sich ein Fairness-Quotient von 0,27. Und damit ist das Team von Trainer Uwe Stucki drauf und dran, den mit eben diesem Wert in der Saison 1993/94 vom emsländischen Verein SV Wippingen aufgestellten Wettbewerbsrekord zumindest einzustellen.

VON BERND KLINGEBIEL

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