Penalty-Pech und Mahlzeit bei Meyer

Das Ja-Wort gegeben: Björn Schwichtenberg und seine Frau Sabrina (Mitte) haben geheiratet. Spalier haben dabei die Oberliga-Fußballerinnen des MTV Barum gestanden.
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Das Ja-Wort gegeben: Björn Schwichtenberg und seine Frau Sabrina (Mitte) haben geheiratet. Spalier haben dabei die Oberliga-Fußballerinnen des MTV Barum gestanden.

Frisch verheiratet ist Björn Schwichtenberg, Co-Trainer der Barumer Oberliga-Fußballerinnen. Sein Team stand Spalier.

Uelzen/Landkreis – Das und vieles mehr im AZ-Nachschuss, der wieder bunte Anekdoten parat hat.

Glücklos bei Premiere

Sein erstes Spiel als Cheftrainer einer Oberliga-Mannschaft hat sich Danny Torben Kühn anders vorgestellt. Der Uelzener und ehemalige Coach des Landesligisten SV Emmendorf verlor mit dem Heeslinger SC die Heimpartie gegen den Tabellendritten VfL Oldenburg mit 2:4 Toren. Zuvor hatte der HSC mit der Beurlaubung von Trainer Hendrik Lemke für Schlagzeilen gesorgt. Nach einer Mannschaftssitzung hatte das Team heftige Kritik an der Arbeit des 34-Jährigen kundgetan, der den HSC immerhin bis auf Rang vier der Tabelle geführt hatte, und sich gegen ihn gestellt.

Mit ihrem Vorstoß erwischten die Fußballer die Verantwortlichen ebenso kalt wie den Übungsleiter selbst. Nach einem gemeinsamen Gespräch wurde Lemke offiziell beurlaubt und ausdrücklich nicht entlassen. Co-Trainer Kühn rückte zumindest für die Partie gegen Oldenburg in die Chefrolle. Aber auch er konnte den Abwärtstrend des HSC mit dem Aus im Pokal und jetzt vier sieglosen Spielen mit drei Pleiten am Stück nicht stoppen.

Lehmker Elfer-Pech

Drei verschossene Strafstöße durch eine Mannschaft in einem Spiel haben schon Seltenheitswert. Dass es aber geht, bewies der TSV Lehmke im Spiel der 2. Kreisklasse gegen Sperber Veerßen. Zunächst scheiterte Michel Bautsch an Torwart Hendrik Fabel, allerdings bewegte sich dieser zu früh – Wiederholung! Jetzt schnappte sich René Münk das Leder, aber nur um ebenfalls an Fabel zu scheitern. Dass aus Lehmker Sicht alle schlechten Dinge drei sind, bewies Patrick Dickgraefe. Der gab Fabel zwar keine Chance zu parieren, jagte den Ball dafür aber über das Gehäuse. Einen etatmäßigen Schützen hat der TSV übrigens nicht. „Mal schießt der Eine, mal der Andere“, erläutert Betreuer Arne Scheele und fügt augenzwinkernd an: „Den nächsten schieße ich!“

Hochzeit des Trainers

Den Bund der Ehe ist Björn Schwichtenberg, Co-Trainer der Oberliga-Frauen des MTV Barum, eingegangen. Bereits vor anderthalb Wochen sagten sich er und seine Frau Sabrina Schwichtenberg, geborene Cohrs, in Barum das Ja-Wort. Die Spielerinnen ließen sich nicht lumpen und sind Spalier gestanden und haben ein Geschenk überreicht – natürlich im Dress des MTV Barum. Nachdem am Freitag die standesamtliche Trauung stattgefunden hatte, stand am Folgetag der kirchliche Part an, wie Barums Übungsleiter und Schwichtenberg-Kumpel Bernd Wischnewski erzählt. Anschließend folgte eine dicke Party. Gut für Barum: An dem Wochenende hatte das Team spielfrei, konnte also ausgelassen feiern.

Auch die AZ wünscht dem Ehepaar alles Gute für die gemeinsame Zukunft!

Zwei Comebacks

Verflixte 13! Dem Bezirksligisten MTV Barum fehlten beim TSV Bardowick 13 Spieler der 1. Mannschaft. Die Verantwortlichen klopften daher zwei Tage vor der Partie alle möglichen Ersatzoptionen ab und sprachen selbst mit Kickern der Drittvertretung. Wie groß die Not war, zeigte der Einsatz des spät eingewechselten Michael Struck, der vor vier Jahren gegen Vastorf aushalf, ansonsten aber seit 2012 nicht mehr für die 1. Herren spielte.

Auch der frühere Bezirksliga-Kicker Felix Thiedemann kam in die Partie. Patrick Bennewitz (MTV II) musste sogar von Beginn an, weil ein Barumer nach Angaben von Übungsleiter Waldemar Braun wegen der Zeitumstellung zu spät zum Treffpunkt erschienen war.

Am Freitag hatte sich im Abschlusstraining zudem ausgerechnet Abwehrspieler Finn-Moritz Richter am Knöchel verletzt und fällt nun wochenlang aus. Die gleiche Verletzung zwang ihn schon im Sommer zu einer langen Fußballpause. „Das Pech lässt uns nicht los“, hadert Braun.

Frühstückseinladung

Eddelstorfs Stürmer Malte Meyer (links auf dem Foto links) lud das Team zum Frühstück ein. Er wohnt noch bei seinen Eltern. Trainer Christof Gatzka (rechtes Bild) hielt seine Ansprache daher im Haus und nicht in der Kabine.

Besondere Spiele erfordern besondere Maßnahmen. Eddelstorfs Angreifer Malte Meyer lud seine Mannschaft vor dem Bezirksliga-Derby beim MTV Römstedt zu einem ausgiebigen Frühstück zu sich ein. „Das war eine runde und schöne Sache“, berichtet Übungsleiter Christof Gatzka, der beim 2:2 in Römstedt einmal zu viel jubelte.

Die komplette Eddelstorfer Bank sprang auf, freute sich aber zu Unrecht über den Ausgleichstreffer zum 1:1, weil die Kugel nicht im, sondern auf dem Tornetz landete. „Ich habe das sofort gesehen und wusste, dass es kein Treffer war“, erzählt Gatzka. Warum er dennoch seine Arme hochgerissen hat? „Ich dachte, ich jubele mal ein bisschen mit. Der Mensch ist ein Herdentier. Das ist wie bei einer roten Ampel. Wenn einer geht, gehen viele andere auch los.“

Restaurant-Besuch

Eine Stärkung nach und nicht vor dem Spiel gab es für die 1. Herren des SV Holdenstedt. Ebenfalls im Rahmen des bereits in der Vorwoche verlorenen Uelzener Derbys gegen Union Bevensen. Gemeinsam mit den Spielerfrauen, dem Trikotsponsor und dem Förderverein des SV Holdenstedt ging es in ein Uelzener Restaurant zum gemeinsamen Abendessen. 32 Personen verdrückten das Schnitzelbuffet.

„Sinn und Zweck der Veranstaltung war die Stärkung des Teamgeistes, die Einbeziehung der Spielerfrauen und die Vorstellung des Fördervereins gegenüber der Mannschaft. Bei leckerem Essen und Getränken verbrachten wir gemeinsam ein paar nette Stunden außerhalb des Fußballplatzes“, erklärt der Holdenstedter Spieler Tobias Fischer.  am, kl, rp, dlp

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