Ebstorf Knights bezwingen Bramfeld dank einer Meisterleistung

Es passt einfach alles

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Ebstorfs Kapitän Andreas Wendler (am Ball) behielt in einer kritischen Phase im letzten Viertel die Nerven und verlieh den Knights die notwendige Sicherheit und Stabilität.

jk Bramfeld/Ebstorf. Mit einer taktischen Glanzleistung ist den Basketballern der Ebstorf Knights ein Coup geglückt. Die Mannschaft feierte beim amtierenden Meister und Tabellenzweiten Bramfelder SV einen 75:69-Auswärtssieg und holte ihren ersten Sieg gegen den Angstgegner.

„In der ersten Halbzeit haben wir wohl unseren besten Basketball gespielt und auf beiden Seiten des Feldes das Spiel dominiert“, schwärmte Spielertrainer Leo Niebuhr vom Auftreten seiner Mannschaft. Den Anfang machte der Coach höchstpersönlich, erzielte die ersten Ebstorfer Punkte nach exzellentem Anspiel von Christopher Thompson per krachendem Dunking. Der Knoten war geplatzt, im Angriff passte einfach alles.

Das Zusammenspiel in der ersten Halbzeit war wohl das Beste, was die Knights diese Saison gezeigt haben. Bramfeld hielt sich vor allem wegen seiner individuellen Qualität im Spiel, um einen noch deutlicheren Rückstand zu verhindern (33:52). Nach der Halbzeitpause stellten die Hamburger auf eine Zonenverteidigung um. Ebstorf jedoch erntete die Früchte der letzten Trainingseinheiten. Nach sieben Punkten in Folge durch die Knights wechselten die Bramfelder wieder auf eine Mann-Verteidigung. Diese hingegen funktionierte exzellent. Durch die starke Ganzfeldverteidigung der Bramfelder kamen die Ebstorfer aus dem Konzept.

Die Knights spielten teilweise kopflos, kamen zu wenig Würfen und führten nur noch mit 61:48 vor dem letzten Durchgang. Hier fasste sich der sehr gut aufgelegte Kapitän Andreas Wendler ein Herz und spielte in dieser wichtigen Phase sehr souverän. So konnten sich die Knights bis zur 38. Minute auf 73:56 absetzen. Der Sieg schien sicher, die Überraschung geschafft. Nicht jedoch gegen Bramfeld. Der BSV bäumte sich auf, konnte noch auf sechs Punkte verkürzen. An der Freiwurflinie behielt diesmal Thompson die Nerven und machte am Ende alles klar.

„In der Halbzeitpause konnten wir unser Vorhaben, das Spiel anzugehen, als stünde es 0:0, nicht umsetzen. Es war klar, dass Bramfeld viel Druck machen würde. Wir dürfen uns dadurch nicht aus dem Konzept bringen lassen und gerade dann unsere Spielzüge noch härter laufen. Trotzdem war dies ein sehr guter Sieg gegen den Tabellenzweiten. Jetzt gilt unser Fokus dem kommenden Derby gegen Treubund Lüneburg am Sonnabend“, resümierte Niebuhr nach einer taktisch höchst anspruchsvollen Leistung und einer abgezockten Spielweise.

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