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„Er geht als Freund“: Suderburg verabschiedet Torjäger Luca schenk

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Suderburger Fußballer ballen beim Gruppenfoto freudestrahlend die Fäuste.
Der VfL Suderburg feiert seinen nach Saisonende zum VfL Böddenstedt wechselnden Goalgetter Luca Schenk (Mitte). © Monsky

Neue Bundesliga-Bälle für die Kreis-Kicker. Neue Anzeigetafel beim TSV Bienenbüttel und altbewährte Kräfte beim SV Emmendorf. Uelzener Fußballer sorgten am Wochenende für reichlich Schlagzeilen.

Kreis spendet Bälle

Bescherung für die Fußballvereine des Heide-Wendland-Kreises: Aufgrund der Belastungen, die die Vereine in der Corona-Phase auf sich nehmen mussten, hat sich der Vorstand des Heide-Wendland-Kreises dazu entschieden, Bälle und Linienrichterfahnen an seine Vereine zu verschenken. Es handelt sich um die aktuellen Bundesliga-Spielbälle. „Die Spende wurde möglich, weil durch die Corona-Krise die Ausgaben im Kreis, beispielsweise für Hallenkreismeisterschaften, gewaltig zurückgegangen sind“, erklärte der Kreisvorsitzende Hartmut Jäkel und beklagte zugleich, dass viele Vereine das Angebot nicht wahrnahmen. Die Verteilung der Spielmaterialien erfolgte vor wenigen Tagen.

Landesmeisterschaft der Ü32

Und noch einmal stand Hartmut Jäkel vom TuS Ebstorf im Fokus. Der Vorsitzende des Fußballkreises Heide-Wendland richtete in seiner Funktion als neuer Altherrenspielleiter des NFV mit seinem Team die 23. Ü32-Landesmeisterschaft im Barsinghäuser August-Wenzel Stadion aus. Sehr zur Freude aller Mannschaften war auch sein Vorgänger Friedel Gehrke erschienen. Im Finale setzte sich USI Lupo Martini Wolfsburg um Trainer Pietro Ficara verdient mit 1:0 gegen VfL Güldenstern Stade durch. Den Siegtreffer erzielte kurz vor Abpfiff Elvir Zverotic (28.). Sowohl Lupo als auch Güldenstern haben sich sowohl für die norddeutschen Meisterschaften im August als auch für den deutschen Altherren Supercup 2023 in Neuenburg am Rhein qualifiziert. Platz drei belegte BV Essen mit einem 7:6 im Elfmeterschießen gegen Hannover 96. Eines von vier fünftplatzierten Teams stellte der TSV Gellersen.

Märchenhaftes aus Emmendorf

„Tausendundeine Nacht“: Die Silbermanns des SV Emmendorf können inzwischen eine märchenhafte Bilanz vorweisen. Mit seinem 642. Pflichtspiel-Einsatz daheim gegen den SV Wendisch Evern kommen Benjamin Silbermann und Vater Uwe (359) nun auf exakt 1001 Spiele in der I. Herren des SV Emmendorf. Passend dazu erzielte Benjamin Silbermann auch noch das Führungstor. Auch andere Familien präg(t)en die Vereinsgeschichte des SVE: 895 Einsätze bringen die Chlubas zusammen (Jörg mit 504, Marc 389 und Cedric drei Einsätzen). Familie Ernst Silbermann kommt auf 887 Spiele (Steffen 423, Henning 269 und Ernst 195).

Die Ottes folgen mit 814 Auftritten (Reinhard 450, Ekhard 176, Sören 135 und Achim 53). Und schließlich gibt es noch die Schenks mit 789 Spielen (Helge 464, Heino 298 und Jürgen 27).

SVE schickt Verstärkung

Vier auf einen Streich. Der SV Emmendorf stellte ein Quartett für die Reservemannschaft aus der 1. Kreisklasse ab. Emmendorf II war zunächst mit elf Spielern zum Kellerduell nach Rätzlingen gereist. Jan-Niklas Schenk, ehemaliger Torwart der Landesliga-Handballer des TV Uelzen, stand zunächst zwischen den Pfosten und wurde nach 25 Minuten von Dominik Weichsel ersetzt, der zunächst noch das Tor des Bezirksligisten gegen Wendisch Evern gehütet hatte. Aus dem Kader der 1. Herren stießen auch noch Mika Oldag, Jan-Ole Schulz und Mick-Finn Machate dazu. Letzterer wurde ganz bewusst nicht eingewechselt, weil man als Jugendlicher an einem Tag nur für ein Team spielen darf. Die Rechnung ging auf. Machate und Schulze erzielten beim 4:0 je ein Tor.

Abschied des Torjägers

Letzter Heimauftritt des VfL Suderburg in dieser Saison, letzter Einsatz seines Goalgetters am Tannrähm. Luca Schenk wurde beim Spiel gegen den SV Ilmenau gebührend verabschiedet. Der Linksfuß wechselt zum VfL Böddenstedt. Von der Mannschaft gab es eine große Collage mit der 19, Schenks Trikotnummer. „Luca hat drei Jahre wieder in Suderburg gespielt und uns als Kapitän in dieser schwierigen Saison mit seinen Toren in die Aufstiegsrunde geschossen. Der Verein und das Team werden ihn vermissen. Er geht als Freund“, erklärt Suderburgs Fußballobmann Hubertus Kopp. Auch Trainer Michael Leue lobte den Torjäger, der beim 5:0-Sieg zwei Tore erzielte. „Aufgrund seiner Spielintelligenz ist er unwahrscheinlich stark. Er macht seine Tore mit körperlicher Präsenz und Spielwitz und könnte noch mehr, falls er keinen Schichtdienst hätte.“

Neue Anzeigetafel für TSV Bienenbüttel

Die Sportanlage des TSV Bienenbüttel ziert jetzt eine nagelneue Anzeigetafel. Am zurückliegenden Wochenende beim Spiel gegen den TSV Gellersen II weihten die „Ilmenaukicker“ das Schmuckstück offiziell ein. Trainer Frank Kathmann äußerte bei seinem Amtsantritt im Sommer 2021 den Wunsch nach einer solchen Ergebnistafel. Nun wurde ihm und natürlich dem Verein dieser erfüllt. „Nach langem Fachsimpeln mit einigen Leuten haben wir uns gegen eine elektronische, sondern für eine ,einfache’ Tafel entschieden“, freute sich TSV-Fußballobmann Andreas Blümke über das Engagement einiger Vereinsmitglieder. Blümkes Sohn Bastian baute das Fundament, Zimmereimeister Philipp Meyer und sein Mitarbeiter Sascha Rund fertigten das Bauwerk. Alles gesponsert von einer ortsansässigen Zimmerei.

Spieler und Verantwortliche des TSV Bienenbüttel stehen vor der neuen Anzeigetafel.
Den Bienenbütteler Sportplatz schmückt jetzt eine neue Anzeigetafel. Stolz präsentiert von TSV-Fußballobmann Andreas Blümke, Trainer Frank Kathmann, Philipp Meyer, Sascha Rund und Lukas May (von links). © M. Klingebiel

„Heute nach dem Spiel wollen wir die Tafel dann entsprechend einweihen“, erhoffte sich Blümke dafür am Sonnabend natürlich einen Sieg. Daraus wurde zwar nichts, aber die Beteiligten werden auch das Last-Minute-Unentschieden (2:2) zünftig gefeiert haben…

Unions Transfercoup

Da staunten die Fans aber nicht schlecht. Der frühere Oldenstädter Torwart Pascal Mnich hütete bei der Auswärtspartie in Molzen das Tor von Union Bevensen und feierte nach langer Pause sein Fußball-Comeback.

Unions Trainer Thorsten Schüler, der Mnich als damaliger Coach des FC Oldenstadt mit Unterbrechung rund siebeneinhalb Jahre trainierte, traf den Keeper vor Langem auf einem Weihnachtsmarkt wieder: „Das war ganz witzig. Wir waren beide beim Testen und hatten eine Maske auf und haben uns nicht gleich wiedererkannt“, schmunzelte Schüler. So kam der Kontakt wieder in Schwung.

Mnich signalisierte bereits, dass er nicht jedes Wochenende spielen wolle und könne. So soll er auch den beiden jungen Keepern Luca Marggraf und David Venturini mit seiner Erfahrung helfen. „Die Jungen sollen sich an ihm orientieren und sich etwas abgucken.“

In brenzligen Partien, wie beim 2:0 gegen Molzen, sei ein erfahrener Keeper zuzüglich immer Gold wert, merkt Schüler an. am, kl, mk

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