Uelzens Landesligisten im Einsatz: Teutonia testet in Geesthacht gegen LSK

Otte: „Ich setze auf das Team“

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Schnelles Wiedersehen: Erst vor knapp fünf Monaten standen sich Teutonia Uelzen (rechts Dilkas Sönmez ) und der Lüneburger SK Hansa (Utku Sen) in einem Testspiel gegenüber. Der Regionalligist gewann im Uelzener Sportpark mit 4:2.

Uelzen/Emmendorf/Eddelstorf – Kaltstart für Achim Otte. Erst vorgestern stellte ihn der SV Emmendorf als Nachfolger des zurückgetretenen Danny Torben Kühn vor, und bereits am kommenden Sonntag, 13 Uhr, steigt unter seiner Regie das erste Testspiel des Fußball-Landesligisten in diesem Jahr.

Auf dem Kunstrasenplatz in Munster wartet Bezirksligist SV Eddelstorf.

Ligarivale Teutonia Uelzen rüstet unterdessen nach zuletzt zwei kurzfristigen Spielabsagen zum Test gegen den Nord-Regionalligisten Lüneburger SK Hansa. Die Partie wird am morgigen Sonnabend, 14 Uhr, auf der Sportanlage an der Berliner Straße in Geesthacht ebenfalls auf Kunstrasen angepfiffen.

Teutonia Uelzen - Lüneburger SK (Sa., 14)

Das freundschaftliche Städteduell erlebt in dieser Saison bereits seine Zweitauflage. Bereits Mitte September standen sich die Teams im Uelzener Sportpark gegenüber. Damals verkauften sich die Platzherren teuer gegen den zwei Klassen höher spielenden Regionalligisten von Trainer und Teutonia-Mitglied Rainer Zobel bei der 2:4-Niederlage.

Uelzens Coach Frank Heine erwartet diesmal einen bedeutend stärker auftretenden LSK: „Die werden mehr Gas geben als beim letzten Mal.“ Doch auch seine Mannschaft arbeite im nahezu täglichen Training engagiert. Heine: „Wir haben einen guten Stand.“

Verzichten müssen die Uelzener weiterhin auf Nachwuchsspieler Adrien Macho (Bänderriss) und schon wieder auf Phillip Klötzing. Der im Winter nach einem halben Jahr von der SV Munster zurückgekehrte Kicker verletzte sich zum zweiten Mal während der Vorbereitung. Diesmal knickte der Pechvogel um. Heine: „Der Fuß muss geröntgt werden.“

Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Lars-Benedict Buhr. Der Rechtsverteidiger ist am Sonnabend zunächst noch an seinem Studienort Göttingen eingespannt.

SV Eddelstorf - Emmendorf (So., 13)

Otte ist der Nachfolger des am letzten Freitag überraschend von seinem Posten zurückgetretenen Danny Torben Kühn. Und gleichzeitig selbst einer seiner Vorgänger. Otte coachte das Emmendorfer Team zwischen 2014 und 2017, feierte drei Meisterschaften und wechselte unmittelbar vor dem Start ins Abenteuer Landesliga zum Lüneburger SK Hansa.

„Ich hatte drei wunderschöne Jahre in Emmendorf“, sagt Otte. Seine Hilfsmission auf der Trainerbank läuft zunächst bis zum Saisonende: „Ich will testen, wie es läuft und habe mir eine Option erbeten, länger machen zu können.“

Kühns Kritik an schlechter Trainingsbeteiligung und mangelnder Einstellung möchte Otte nicht bewerten. „Als wir in die Landesliga aufstiegen, wussten wir, dass wir in Emmendorf andere Rahmenbedingungen haben als die anderen Landesligisten.“ Das Prinzip, auf junge Spieler zu setzen, bedeute gleichzeitig, dass viele von ihnen unter der Woche wegen auswärtiger Tätigkeiten nicht dabei sein können, sagt Otte.

Der Trainer: „Ich setze auf das Team, so wie es meine Art ist. Jeder muss im Rahmen seiner Möglichkeiten alles einbringen.“ Die Verbundenheit zur Mannschaft hatte er zwischenzeitlich niemals verloren: „Ich habe auch in dieser Saison viele Spiele gesehen.“ Zudem ist sein Sohn Sören der Emmendorfer Abwehrchef.

Nach nur ein wenig Trainingsbetrieb ist Otte froh über jede Einheit, in der der Ball rollen kann. So wie im Testspiel in Munster gegen den Bezirksliga-Achten aus Eddelstorf. Denn schon in drei Wochen geht es für Emmendorf in der Landesliga mit dem wichtigen Auswärtsspiel beim Schlusslicht TuSG Ritterhude weiter. Otte will den Test gegen Eddelstorf für grundlegende Erkenntnisse nutzen: „Wir müssen jetzt möglichst schnell gemeinsam eine Spielausrichtung festlegen.“

VON BERND KLINGEBIEL

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