74 Mannschaften verwandeln den Uelzener Fischerhof in ein Faustball-Mekka

Ordentlich eingeheizt

+
Die zahlreichen Partien verliefen stets fair.

Uelzen. „Attacke – olé – geht doch. . . !“ – so schallte es lautstark über den Sportplatz des TV Uelzen am Fischerhof.

Der TV Uelzen erwies sich mit seinen Mannschaften als strahlender Gastgeber.

Einheizer Harald vom Leichlinger Turnverein sorgte mit diesen Schlachtrufen vielfach für gute Laune bei seinen Mannschaftskollegen und natürlich auch bei den 74 anderen Teams, die sich zur 41. Auflage des traditionellen TVU-Faustballturniers eingefunden haben. Pünktlich zur Begrüßung durch die gastgebende Vereinsvorsitzende Anke Apitz-Wegener fing es tatsächlich an zu regnen, gefühlt der wohl kälteste Tag dieses Sommers. Ein zwischenzeitlich recht ungewohnter Zustand für die Faustballer der Mix-, Jugend- und Altersklassen, die sich aber die gute Laune nicht vermiesen ließen.

In vier Siebener--Gruppen wurde das Mix-Turnier absolviert, wobei mehr Frauen als Männer in einer Mannschaft sein mussten. Dieser Turniermodus ist deswegen so spannend, weil alle Leistungsstufen von den Kreisklassen bis zur Bundesliga vertreten waren. Der TVU startete mit drei Teams, die aber allesamt nicht über die Vorrunden hinaus kamen. Es siegte die Berliner Turnerschaft II vor den „all Blacks“ (aus Gnutz) und der ersten Mannschaft der Berliner TS.

In der Altersklasse 45 (Hin- und Rückspiel) mit nur drei Mannschaft landete der Lokalmatador TV Uelzen auf dem zweiten Platz. Nach einem knappen Auftaktsieg gegen die Berliner folgten Niederlagen gegen den norddeutschen Meister aus Leichlingen; das Rückspiel gegen Berlin ging ebenfalls mit einem Ball Unterschied verloren. Die Hauptstädter mussten sich aber aufgrund der schlechteren Balldifferenz am Ende mit Rang drei zufriedengeben. Es siegte Leichlingen.

Bei der Jugend mussten die Klassen kreativ gebildet werden. So spielten weibliche und männliche Jugend in den Altersstufen 12 bis 18 eine gemeinsame Runde, lediglich die männliche Jugend 16/18 hatte eine eigene Staffel (ohne den TVU).

Bei der weiblichen Jugend 12/14 siegten die Wakendorfer Mädchen vor dem Bremer TV und SCE Gliesmarode. Die männliche Jugend 12/14 wurde von der Berliner TS gewonnen, und bei der weiblichen Jugend 16/18 hatte Großenaspe die Nase vorn vor der Berliner TS. Bei der männlichen Jugend 16/18 triumphierte der Leichlinger TV vor Großenaspe und Berlin.

In der offenen Klasse ging sogar eine Bundesligamannschaft der Damen aus Berlin als einziges Frauenteam an den Start. Bei den Frauen (Kreis/Bezirk) gewann der TSV Bardowick vor Berlin I, Großenaspe und TSV Wrestedt/Stederdorf, bei den Männern Kreis setzte sich Siegburg vor Oldendorf und Nordel durch. Bei den Männern Bezirk triumphierte Stendal vor Leichlingen II und I.

In der offenen Klasse konnten sich die Berliner Damen zwar nicht gegen die Herren durchsetzen, nutzten die Spiele aber als Vorbereitung auf die anstehende Saison. Sieger wurde Berlin vor Gnutz, im kleinen Finale setzte sich Leichlingen gegen SH Selektion (Pinnenberg) durch.

Von Björn Schaefer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare