1. Kreisklasse: Hanstedt und Jastorf unter Zugzwang

Top oder Flop: Duo fürchtet Fehlstart

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Der TSV Suhlendorf (links Benjamin Teichmann) ist gleich zweimal im Einsatz. Am Freitag geht’s zuhause gegen den TuS Wustrow, am Sonntag muss das Team zur SVG Oetzen/Stöcken. Der stark gestartete TSV Wriedel (Cristian Burdelea) empfängt Germania Ripdorf. Foto: M. Klingebiel

Uelzen/Landkreis. Doppeleinsatz für den TSV Suhlendorf in der 1. Fußball-Kreisklasse Süd. Am heutigen Freitagabend trifft die Lindemann-Elf auf den TuS Wustrow, am Sonntag steht das Auswärtsspiel bei der SVG Oetzen/Stöcken an.

Mit Kind und Kegel reist der SV Stadensen am Sonnabend zum FC Gartow, die Rot-Weißen haben extra einen Bus organisiert. Der TuS Ebstorf möchte derweil gegen den TuS Liepe seine Tabellenführung verteidigen.

In der Nord-Staffel empfängt der TSV Bienenbüttel mit dem FC Heidetal ein Team mit ganz großen Ambitionen.

1. Kreisklasse Süd TSV Suhlendorf – TuS Wustrow (Fr., 19 Uhr)

Auftakt unter Flutlicht zum Suhlendorfer Doppelpack. Wustrow machte bei seinem einzigen Auftritt (1:1 gegen Holdenstedt) einen guten Eindruck, erreichte auch das Pokalviertelfinale. Kein leichter Job also für den TSV! Trainer Stephan Lindemann: „Wir müssen uns im Vergleich zum Hanstedt-Spiel steigern.“

TuS Ebstorf – TuS Liepe (Sa., 14 Uhr)

Mit zwei Siegen hat der TuS Ebstorf den erhofft guten Start hingelegt und sonnt sich an der Tabellenspitze. „Gute Stimmung, intensives Training“, lautet laut Co-Trainer René Rudyj das Erfolgsrezept, das erneut zu drei Punkten führen soll. Personell hat der TuS die Qual der Wahl. Auch die Lieper sind mit vier Punkten ordentlich gestartet, zeigten am Vorsonntag Stehvermögen und schlugen in der Schlussphase den SV Küsten II.

FC SG Gartow – SV Stadensen (Sa., 16 Uhr)

Trotz einer ordentlichen Leistung reichte es für Stadensen in Wieren nur zu einem 2:2. Der SVS wartet weiter auf den ersten Sieg. Für Trainer Olaf Bode wird es genau dafür nun Zeit: „Damit wir nicht im Keller versinken, benötigen wir die Punkte unbedingt.“ Mit Julian Heinzel, Patrick und Daniel Oetzmann, Nick Meyer und Sven Graf gibt es allerdings nennenswerte Ausfälle. Bode: „Wir müssen uns zerreißen!“ Die Rot-Weißen haben für sich und ihre Fans übrigens einen Bus für die 60 Kilometer-Tour gechartert.

SV Emmendorf II – SV Holdenstedt (So., 13 Uhr)

Erfolgreich für den schwachen Auftritt in Oetzen rehabilitierte sich die SVE-Reserve, schlug den FC Gartow glatt. Aus Sicht von Trainer Stephan Brinkmann wartet nun ein harter Brocken: „Ein sehr guter Gegner, der hohe Ziele hat.“ Er verweist auf die letzten, stets engen Duelle. Für ihn sind die Holdenstedter Favorit. „Wenn wir aber zwei, drei Dinge besser machen als in den ersten Spielen, dann könnten wir etwas mitnehmen.“ Auch SVH-Trainer Martin Lübkert erwartet gegen seinen früheren Verein eine harte Nummer: „Wir müssen 90 Minuten an unser Leistungsvermögen herankommen, ansonsten wird es schwer.“

SVG Oetzen/Stöcken – TSV Suhlendorf (So., 15 Uhr)

Lehrgeld zahlten die Oetzener beim 1:4 in Holdenstedt. Ein Resultat, das laut Trainer Sascha Hartig zu hoch ausfiel und an mangelnder Cleverness lag. „Man bekommt in dieser Klasse nur eine mäßige Anzahl von Chancen, und jeder kleine Fehler kann bestraft werden.“ Hartig erwartet, dass Kleinigkeiten auch gegen Suhlendorf den Ausschlag geben werden. „In Oetzen sahen wir nicht immer gut aus“, unkt TSV-Trainer Stephan Lindemann. „Wir müssen den Kampf annehmen.“

TSV Wriedel – Ger. Ripdorf (So., 15 Uhr)

Zwei Spiele, zwei Siege – alles in Butter bei Aufstiegsmitfavorit TSV Wriedel. Gegen Ripdorf erwartet Trainer Dirk Bahr, dass seine Elf genauso konzentriert wie in der zweiten Hälfte beim 3:1-Sieg in Jastorf zu Werke geht. Nicht mehr regelmäßig dabei ist Jonathan Nimz (Ausbildung). Auch für Germanen-Coach Florian Damm zählen die Wriedeler zu den Titelkandidaten. Dennoch sieht er Chancen. Damm klammert sich an die gute Leistung in der zweiten Halbzeit beim 2:5 gegen Ebstorf. „Voraussetzung ist eine stabile Defensive“, so Damm, bei dem mehrere Spieler fraglich sind. SV Küsten II – TuS Wieren (So., 15 Uhr)

Erneut in den Landkreis Lüchow-Dannenberg muss der TuS Wieren reisen, tritt beim noch punktlosen SV Küsten II an. Allerdings führte der SVK zuletzt in Liepe bis kurz vor Schluss, um dann noch mit 3:5 zu verlieren. So richtig rund läuft es aber bisher auch nicht beim TuS, bisher stehen lediglich zwei Unentschieden zu Buche. „Unser Ziel ist es, den ersten Dreier der Saison zu holen“, äußert sich Trainer Mike Schneider. Er muss letztmals auf die Rotsünder Joscha Benecke und Lasse Kürth verzichten.

SV Hanstedt – TSV Jastorf (So., 15 Uhr)

Obwohl die Saison noch sehr jung ist, ist hier schon etwas Druck auf dem Kessel. Beide Teams stehen nach zwei Spielen ohne Punkt da, ein weiterer Flop würde den Fehlstart perfekt machen. Beide Mannschaften müssen personelle Abstriche hinnehmen. Beim SVH fehlen beruflich bedingt die Neuzugänge Pierre Rupprecht, Lucas Piehl und Marcel Hanglberger, die Jastorfer melden gar sieben Ausfälle. „Dennoch traue ich dem Rest der Truppe einiges zu“, bläst Hanstedts Trainer Alexander Hamp kein Trübsal. „Wir müssen konzentrierter als zuletzt gegen Wriedel (1:3) auftreten“, fordert Jastorfs Coach Malte Weber.

TuS Wustrow - SV Molzen (So., 15 Uhr)

Die Molzener holten zwar beim 7:3 gegen Hanstedt ihren ersten Sieg, dennoch war noch nicht alles Gold, was glänzte. Besonders in der ersten Halbzeit verriet der SVM defensive Schwächen, die es bei den vermutlich stärkeren Wustrowern abzustellen gilt. Für die Kleeblätter ist es übrigens ein ganz besonderes Spiel: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte muss man außerhalb des eigenen Landkreises zu einem Pflichtspiel antreten! Personell ist die Lage nicht ganz optimal, dennoch hofft Vorsitzender Axel Jacobs: "Wir wollen mit drei Punkten von der ersten langen Auswärtsfahrt zurückkommen."

1. Kreisklasse Nord TSV Bienenbüttel – FC Heidetal (Sonntag, 15)

Nach dem Sieg gegen Breese/L. II (3:1) hoffen die Bienenbütteler, in der Liga angekommen zu sein. Heidetal ist alles andere als Laufkundschaft, schlug den TSV im Kreispokal-Achtelfinale mit 2:1. An 28 von 30 Spieltagen lag der FCH in der Vorsaison der Lüneburger Kreisliga auf einem Qualifikationsplatz zur Heide-Wendland-Liga und verspielte die Position am Ende doch noch. Klar ausgegebenes Ziel ist jetzt der Aufstieg! TSV-Trainer Florian Schick möchte Revanche nehmen: „Starke Einzelspieler, gute Standards. Aber meine Jungs haben nach dem letzten Sieg Blut geleckt und sind heiß. Wir werden alles in die Waagschale werfen.“ Personell bleibt die Lage angespannt. Es ist weiter reichlich Improvisation angesagt.

Von Immo de la Porte

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