Notfalls reicht Remis

Schon mit einem Punktgewinn fahren die Barumer wahrscheinlich den Klassenerhalt ein, getanzt werden darf aber auf jeden Fall bei einem Sieg in Lüneburg. Foto: B. Klingebiel

Barum/Lüneburg. Es sollte ein hochspannendes Duell um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga sein, wenn der MTV Barum am kommenden Sonntag auf den VfL Lüneburg trifft. Aber ist es das wirklich gegen zuletzt schwer kriselnde Salzstädter? Sie sind nach acht Niederlagen in Folge bis auf den Relegationsplatz zurückgefallen und könnten vom TuS Ebstorf sogar noch direkt in die Kreisliga verbannt werden.

Beim VfL Lüneburg brannte in den letzten Wochen der Baum. Es herrschte in den Mannschaften des Vereins personeller Notstand. Dazu interne Querelen in der Bezirksliga-Truppe und Auflösungsgerüchte zum Ende der Saison. Libero Mike Götzky quittierte bereits den Dienst, Kapitän Schreiber trat von seinem Amt zurück. Trainer Olaf Rose, der Ex-Profi aus Bienenbüttel, aber zieht gemeinsam mit Ingo Romich seine Linie auch gegen Stimmungen im Team konsequent durch.

Doch im Saisonfinale soll alles anders werden. Am Mittwoch sicherten sich die VfL-Altherren vorzeitig die Kreismeisterschaft. Rose baut darauf, dass einige der erfahrenen Akteure die Erste gegen Barum und anschließend in Rosche unterstützen. Rose will gegen den MTV die Wende erzwingen: „Das tut uns gut, wenn wir auch mal wieder drei oder vier Spieler auf der Ersatzbank haben.“

Genau diese Entwicklung hat Barums Trainer Andreas Lindenau befürchtet. „Wir sollten die Aufgabe nicht unterschätzen. Notfalls kann ich auch mit einem Unentschieden leben.“ Das würde angesichts des zum VfL Lüneburg um 13 Treffer besseren Torverhältnisses wohl auch schon den Barumer Klassenerhalt bedeuten.

Immerhin: Der Sturz auf einen direkten Abstiegsplatz droht dem Kreisvertreter nicht mehr, unter Umständen aber noch die Relegation, wenn die letzten beiden Spiele verloren gehen und die Konkurrenz punktet. Denn am letzten Spieltag wartet im heimischen Waldstadion die schwere Partie gegen Meister und Aufsteiger MTV Treubund Lüneburg.

Von Bernd Klingebiel

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