Bezirksliga-Rückblick: Emmendorf eilt von Rekord zu Rekord / Uelzener Mannschaften sind auswärts stärker als daheim

Noch stärker, noch fairer, noch torgefährlicher

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Der SV Emmendorf kommt aus dem Jubeln kaum heraus und ist einmal mehr das Maß aller Dinge in der Fußball-Bezirksliga (von links): Benjamin Silbermann, Sören Otte, Timo Würker, Luca Schenk.

Uelzen/Landkreis. „Die meisten Siege, die meisten Punkte, die meisten Tore, die wenigsten Niederlagen. Die Reihenfolge ließe sich beliebig fortsetzen.

Dem SV Emmendorf gehört fast jede Bestmarke nach Abschluss der Hinrunde“ – das ist der exakte Wortlaut der Einleitung eines Bezirksliga-Rückblicks, der am 18. Dezember 2013 in der AZ erschien. Drei Jahre später gelten diese Superlative noch immer.

Emmendorfs Fußballer haben ihre imposante Serie nun sogar ausgebaut und neue Maßstäbe in der Herbstserie der Saison 2016/17 gesetzt. Der Tabellenführer hat in 18 Spielen 81 Tore erzielt. Schon zur Winterpause sind das mehr Tore als beim Titelgewinn 2016 (77 Tore). Erstmals werden die Emmendorfer mit großer Wahrscheinlichkeit die 100-Tore-Marke knacken. 2014 wurden sie mit 94 Treffern Meister, 2015 lag die Zahl bei 96. 4,5 Tore schoss der SVE im Schnitt pro Spiel.

Der mit sechs Punkten Vorsprung vorn liegende Tabellenführer ist damit auch die klare Nummer eins in der Derby-Tabelle mit vier Siegen aus vier Spielen. Doch Emmendorf stieß hier auf deutlich mehr Gegenwehr, gewann gegen Teutonia Uelzen II , SV Rosche und MTV Barum jeweils mit 2:0. In Suderburg siegten die Grün-Schwarzen mit 4:1. Die meisten Derby-Tore schossen aber die Suderburger (14), wenngleich in fünf Spielen. Der VfL liegt folglich im Derby-Ranking auf dem zweiten Platz mit zehn Zählern und ist als Gesamtfünfter aktuell auch die zweitstärkste Uelzener Mannschaft in der Spielklasse. Barum (Gesamtsiebter) und Rosche (10.) kommen auf vier Derby-Zähler. Teutonia (14.) hat nur einen Punkt beim 0:0 gegen Rosche erreicht.

Kurios fällt die Heim- und Auswärtsbilanz der Uelzener Klubs aus. Alle Teams haben auf fremden Plätzen mehr Punkte als daheim geholt. Emmendorf aber nur deshalb, weil das Team auswärts zehn Mal antrat (27 Punkte) und zuhause nur acht Mal (24).

Umso größer ist die Diskrepanz bei der Konkurrenz. Allen voran beim VfL Suderburg. Auswärts ist das Team Zweiter mit 22 Zählern, am Tannrähm gab es nur sieben Pünktchen. Auch Rosche (16/7) ist in der Gästerolle deutlich stärker. Barum (14/12) und Teutonia II (8/5) holten in der Fremde ebenfalls mehr Punkte. Suderburg, Rosche und Teutonia zählen zu den schwächsten Heimteams, wobei der VfL die mit Abstand wenigsten Heimspiele (sieben) absolviert hat.

Dafür kommen fünf der besten zehn Torjäger aus dem Kreis. Allen voran Jan Böhringer: Der Emmendorfer Senkrechtstarter (17 Treffer) teilt sich mit dem Gellersener Andreas Demir Platz eins. Benjamin Silbermann (Emmendorf/15) ist die Nummer drei. Außerdem in den Top 10: 5. Marcus Frommhagen (Rosche/13), 8. Lukas Müller (Suderburg/11), 9. Till Marks (Emmendorf/10). Emmendorf hat neben dem besten Goalgetter auch die meisten Torschützen (15), gefolgt von Teutonia (13), Rosche (11), Barum und Suderburg (beide 10).

Zu guter Letzt noch die Fairplay-Statistik. Und dieses Bild ist aus Uelzener Sicht höchst erfreulich. Auf den ersten drei Plätzen liegen Emmendorf, Suderburg und Barum. Der MTV ist erstmals seit langem von Platz eins abgerutscht. Die Emmendorfer sind neben Gellersen die einzige Mannschaft ohne Feldverweis. Teutonia II ist Achter. Rosche trübt als Vorletzter die Bilanz.

Von Arek Marud

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