Regelverstoß des Schiris: Kreissportgericht weist Protest ab

Noch 83 Minuten Zeit für den Sieg

Der MTV Dannenberg verwandelte vom Punkt, erzielte damit jedoch kein Tor und verlor die Partie gegen den SV Zernien nach einem Regelverstoß des Schiedsrichters mit 0:1. Das Kreissportgericht wies den Protest ab, Dannenberg geht in Berufung.
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Der MTV Dannenberg verwandelte vom Punkt, erzielte damit jedoch kein Tor und verlor die Partie gegen den SV Zernien nach einem Regelverstoß des Schiedsrichters mit 0:1. Das Kreissportgericht wies den Protest ab, Dannenberg geht in Berufung.
  • Bernd Klingebiel
    vonBernd Klingebiel
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kl Zernien/Uelzen. Das Sportgericht des Fußballkreises hat ein für den Abstiegskampf in der Heide-Wendland-Liga wichtiges Urteil gesprochen, das für Diskussionsstoff sorgt. Der Tabellenvorletzte SV Zernien behält die Punkte vom 1:0-Überraschungssieg beim MTV Dannenberg.

Die Grün-Gelben hatten wegen eines Regelverstoßes des Schiedsrichters Protest gegen die Wertung eingelegt und fordern eine Spielwiederholung. Das Kreissportgericht wies dies zurück. Der MTV hat Berufung beim Bezirkssportgericht eingelegt.

Der für den SV Emmendorf pfeifende Referee hatte in der siebten Spielminute Handelfmeter für den MTV gepfiffen. Dannenbergs Viktor Mateey traf scheinbar zum 1:0. Doch der Spielleiter gab den Treffer nicht, weil bei der Ausführung MTV-Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen seien. Er entschied stattdessen unter heftigem Protest der Platzherren auf indirekten Freistoß für Zernien und setzte die Partie fort. Der Strafstoß aber hätte laut Regelwerk wiederholt werden müssen. Am Ende siegte Zernien dann mit 1:0.

Das Sportgericht ließ keinen Zweifel am Regelverstoß des Schiedsrichters. Der Fehler habe zu diesem frühen Zeitpunkt der Partie jedoch den Spielausgang „mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht beeinflusst“, heißt es. Dannenberg habe noch mehr als 80 Minuten Zeit gehabt, das Spiel zu gewinnen.

MTV-Abteilungsleiter Harro Lindemann kann diese Begründung nicht nachvollziehen: „Das Spiel hätte sich mit einer 1:0-Führung für uns ganz anders entwickelt. Zernien kam mit einer Negativserie zu uns und wäre wieder in Rückstand geraten. Wenn das keinen Einfluss auf den Spielausgang hat, dann weiß ich auch nicht weiter“, erklärte er in der Elbe-Jeetzel-Zeitung.

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