Toll und schlimm: Bei Jelmstorfs Trainer Christian Prang schlagen zwei Herzen

SVJ nimmt Publikumsjoker

Debütant SV Jelmstorf (rechts Mario Nitschke) freut sich diebisch auf das Spektakel beim 7. AZ-Presse-Cup und stört sich auch nicht an seiner krassen Außenseiterrolle. Foto: de la Porte

Uelzen/Jelmstorf. Der SV Jelmstorf ist ein heißer Anwärter auf den Gesamtsieg. Der Underdog kann sich bei dem 7. AZ-Presse-Cup am 4. Januar in der HEG-Halle nämlich durchaus mit den ganz Großen messen. Beides ist wörtlich zu nehmen.

Trainer Christian Prang traut seinem Klub aus der 1. Kreisklasse in einer Kategorie Platz eins zu. „Es wird leicht, die kleinste Mannschaft des Turniers zu stellen“, schmunzelt er. Prang steht durchaus auf kleinere Spieler, in deren Besitz Jelmstorf in Übermaß zu sein scheint. Einer davon ist Dennis Ridella: willensstark, wendig, schussstark. Der andere heißt Michael Hörner – ebenfalls flink und ballsicher und laut Prang „mit toller Hallenfigur“. Da haben wir es wieder.

Über die Fairplay-Wertung qualifizierten sich die Jelmstorfer fürs Turnier. Dass sie nun „Prügel“ beziehen könnten, macht dem Klub nichts aus. „Für uns ist das eine Riesengeschichte. Vielleicht können wir ja eine Mannschaft ärgern.“

Allerdings schlagen bei Prang gleich zwei Herzen: Denn im Jelmstorfer Lager schlug die Kunde von Teutonia Uelzen als Gruppengegner ein wie ein Bombe. „Gegen die spielt man nicht jeden Tag“, sagt der Trainer des Kreisklassisten. Jedoch dürfte der größte der Außenseiter nur geringe Aussichten auf die Zwischenrunde haben. Schließlich geht es auch noch gegen den hochgehandelten Bezirksligisten TuS Bodenteich und Kreisliga-Spitzenreiter VfL Suderburg. Prang ahnt bereits, was da auf seine AZ-Presse-Cup unerfahrene Mannschaft zurollt: „Es hätte für uns nicht schlimmer kommen können.“

Jelmstorf muss sich aber nicht nur mit hochkarätiger Konkurrenz, sondern auch mit dem Lampenfieber auseinandersetzen, nimmt aber gerne den Publikumsjoker. „Ich hoffe, dass die Kulisse zum Underdog hält“, sagt Prang, für den der Presse-Cup auch zum Feiertag wird. Jahrelang spielte er in seiner aktiven Laufbahn für Bienenbüttel, nur nicht beim Presse-Cup. „Da war ich immer verletzt.“

Von Arek Marud

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