85:100 – Heide Knights enttäuschen im Spitzenspiel gegen Bramfelder SV

Niebuhr lässt Dampf ab

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Da half kein Strecken: Die Heide Knights (Mitte Justus Koch gegen Malte Hümmer und Laimonas Kubickas/rechts) enttäuschten im Spitzenspiel gegen das Spitzenteam vom Bramfelder SV. Mehr Bilder von der Partie unter: www.az-online.de.

Ebstorf. Der Weckruf kam vom DJ höchstpersönlich. „Die K. . . ist am Dampfen“, rief der besorgte Musikmacher während einer Auszeit wenige Minuten vor Spielende. Er forderte die Fans auf, die zurückliegenden Ebstorf Knights anzufeuern.

Der Moderator-Appell vom Pult und Beistand von der Tribüne halfen nicht. Und so ließ am Ende dann der Coach Dampf ab.

Die Zuschauer litten und zitterten mit den Ebstorfern auf der Tribüne.

Mit 85:100 (46:46) verloren die Heide Knights das Gipfeltreffen in der 2. Basketball-Regionalliga gegen den Bramfelder SV und kassierten hinterher einen kräftigen Rüffel vom angefressenen Spielertrainer Leo Niebuhr. „Wenn man Angst hat und nicht kämpft, kann man kein Spiel gewinnen. Wir haben kopflos gespielt und waren nicht bereit für diese Intensität.“ Die Niederlage war auch noch aus einem anderen Grund schmerzhaft für den Ex-Profi. Er bekam einen Ellenbogen ins Gesicht und zog sich einen Cut am linken Auge zu. Der grippeerkrankte Niebuhr hätte ohnehin nicht spielen dürfen. Auch das Ebstorfer Spiel krankte. „Wir haben Bramfeld zu viele einfache Körbe erlaubt und im Kollektiv nicht gut verteidigt. 100 Punkte sind zu viel“, zeigte sich Ebstorfs Spieler Benjamin Bormann selbstkritisch. Dabei war er neben Top-Scorer Christopher Thompson (27 Punkte) der auffälligste Akteur seiner Mannschaft. Sie hätten Verantwortung übernommen, meinte Niebuhr. Doch zwei Spieler in Top-Form waren zu wenig. Hinzu kam eine schwache Freiwurfausbeute.

Zur Pause stand es zwar 46:46, das 40:34 war die höchste Ebstorfer Führung. Doch im zweiten Durchgang, der von vielen Unterbrechungen geprägt und daher zerfahrenen war, lagen die Heide Knights permanent zurück und hatten auch von Außen kein Wurfglück. „Bramfeld war nicht besser, aber abgezockter. Jeder von uns muss sich in so ein Spiel auch mal reinkämpfen“, haderte Niebuhr.

Mit einem Heimsieg wären die Ebstorfer nach drei Spieltagen die einzige Mannschaft ohne Niederlage. So aber liegen sechs Teams mit zwei Siegen und einer Pleite vorn. „Wir können das alles noch reparieren, müssen aber aus diesem Spiel lernen“, forderte Niebuhr.

Von Arek Marud

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