Teutonia-Coach Kühn: Rundumschlag vor dem Stadtderby beim SC Uelzen

Die Nase gestrichen voll

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Vorletzter gegen Letzter: Im Stadtderby zwischen dem SC 09 Uelzen (rechts Florian Friede) und Teutonia Uelzen II (Nemanja Grahovac) steckt jede Menge Brisanz.

Uelzen. Dicke Luft beim Schlusslicht: Vor dem Bezirksliga-Stadtderby beim SC 09 Uelzen (Sonnabend, 17 Uhr) platzt Teutonia Uelzens Trainer Oliver Kühn der Kragen. Nach dem 0:6 gegen MTV Barum und dem 0:8 beim TuS Bodenteich ist seine Geduld aufgebraucht.

Es ist eine Mischung aus Wut, Frust und Enttäuschung. Kühns Rundumschlag nach Teutonias desaströsen Auftritten hat es in sich: „Man darf sich nicht so abschlachten lassen! Wenn wir uns so gegen den SC Uelzen und im Anschluss gegen Treubund Lüneburg II präsentieren, werden wir wieder abgeschlachtet. In der Verfassung müssen sich viele Spieler hinterfragen, ob sie überhaupt noch bei der Sache sind.“

Denn mit solch fragwürdigen und lustlosen Leistungen wie gegen Barum und Bodenteich wären die Blau-Gelben selbst für viele Kreisligisten wohl ein willkommener Aufbaugegner. „Das ist ein Armutszeugnis“, schimpft Kühn, der am Mittwoch krankheitsbedingt fehlte und auch am Sonnabend nicht dabei sein kann. „Obwohl ich am Saisonende aufhöre, will ich die Klasse halten. Dem Großteil ist es aber scheinbar egal. Das ist für mich als Trainer deprimierend. Wenn sich nicht kurzfristig etwas ändert, werden wir in jedem Spiel abgeschossen. In der Verfassung haben wir in dieser Klasse nichts zu suchen“, redet sich Kühn den ganzen Frust von der Seele und bemängelt auch die Trainingsbeteiligung. „Eine Katastrophe.“

Verbale Ohrfeigen gibt es beim Gegner SC 09 Uelzen nicht, obwohl der Aufsteiger ebenfalls nur auf zwölf Punkte kommt. Vom 1:9 in Küsten abgesehen, liefert der SC aber seit Wochen enge Spiele und knappe Ergebnisse. „Wir sind bissig und giftig. Der Ehrgeiz ist da. Und das Team hat es sich verdient, belohnt zu werden“, ist Trainer Harald Voigts deutlich entspannter als Kühn. Teutonias desaströse Verfassung hat für ihn wenig Aussagekraft: „Ich will mich von diesen Ergebnissen nicht blenden lassen. Es ist immer noch das Spiel Vorletzter gegen Letzter. Wenn man hier verliert, wird es ganz duster. Deshalb ist Vorsicht geboten.“

Von Arek Marud

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