Nach Pausen-0:0 kalt erwischt

Eine gute Partie lieferte Nils Kieseleit (rechts) ab, der sich hier gegen die Eintracht-Abwehrspieler Daniel Neumann (Nr. 10) und Jaroslav Detko durchsetzt.

fk Bienenbüttel. Zum ersten Mal in dieser Meisterschaftssaison konnte sich Fußball-Landesligist TSV Bienenbüttel über zufriedenstellenden Besuch freuen: Im Heimspiel gegen Spitzenreiter Eintracht Lüneburg unterstrich der Neuling vor 265 zahlenden Zuschauern zweierlei: Zum einen seine unverändert gute Verfassung, zum anderen sein glückloses Auftreten. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Mannschaft auch gegen den favorisierten, aber keinesfalls überzeugenden Tabellenführer eine 0:2-Niederlage einstecken musste.

Da die Gemeinde den A-Platz wegen der Wetterlage gesperrt hatte, wichen die Bienenbütteler auf den engen B-Platz aus, der den Lüneburgern offensichtlich zu schaffen machte. Jedenfalls gelang es ihnen nicht, den gegen den Abstieg ringenden Tabellenvorletzten in eine feste Umklammerung zu nehmen.

Zugegeben: Eintracht hatte optisch mehr vom Spiel, war aber in der ersten Halbzeit keinesfalls die torgefährlichere Elf. Klare Einschusschancen wurden auf beiden Seiten nicht registriert, wohl aber einige kleine Tormöglichkeiten, die hier wie da zu einem Treffer hätten führen können.

Das begann schon in der 6. Minute, als der insgesamt von Nils Kieseleit aufmerksam und wirkungsvoll bewachte, letztlich aber auch enttäuschende Eintracht-Torjäger Schellin nach einer Ecke zum Schuss kam, das Leder aber von der vielbeinigen TSV-Abwehr erfolgreich abgeblockt wurde. Fast schon im Gegenzug kamen auch die Platzherren zu ihrer ersten Gelegenheit, bei ihnen war es M. Thaqi, der mit einem abgefälschten 20-m-Flachschuss an Schlussmann Hopp scheiterte. Sekunden später stand auch Jan Otte im Blickpunkt, aber er zog gegen den Lüneburger Torwart ebenfalls den Kürzeren. Danach war in diesem offen geführten Gefecht für längere Zeit in Sachen Tormöglichkeiten ,,Sendepause“, erst in der 34. Minute war mit einem vom Lüneburger Klagholz geschossenen und abgefälschten Ball aus kurzer Distanz wieder ein bescheidender Höhepunkt zu verzeichnen. Es blieb bis zum Pausenpfiff des guten Unparteiischen Fabian Wiegmann beim torlosen und leistungsgerechten 0:0. TSV-Torwart Alexander Ostrowski komnmentierte dies beim Gang in die Kabine mit den Worten: ,,Die sind Tabellenführer? Die sind so schlecht.“

Nach dem Wiederanstoß prüfte der eingewechselte Golisch den Gästeschlussmann mit einem Aufsetzer (48.), dann hechtete Hopp den Ball nach einem Schuss von Otte bravourös aus dem Torwinkel (51.). Noch dichter am 1:0 war der TSV in der 66. Minute, als nacheinander Otte und beide Thaqi-Brüder am Torwart verzweifelten.

Aber dann kam das ernüchternde 0:1, erzielt durch einen von Klepacz getretenen Freistoß. Nach vorübergehender Resignation rafften sich die Gastgeber wieder auf, aber das von Schellin nach einem Handspiel markierte 0:2 brach ihnen das Genick. Zwar kamen Ahrens und Nuradini in der Schlussoffensive noch zu guten Torchancen, doch es sollte einfach nicht sein: Es blieb bei diesem für den TSV bitteren und ein weiteres Mal unglücklichen Ergebnis.

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