Fußball: Böddenstedt auf Trainersuche

„Musste es sacken lassen“

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Ein nachdenklicher Fatmir Osmani: Böddenstedts Trainer gab am Sonntag nach dem 3:4 in Gerdau vorzeitig auf und hört nach eigenen Angaben aus beruflichen Gründen auf.

Böddenstedt. Der unerwartete Rücktritt von Trainer Fatmir Osmani hat Böddenstedts Fußball-Obmann überrascht und überrumpelt.

„Ich musste erst mal alles sacken lassen und mich sammeln“, sagt Matthias Salge, der nun händeringend nach einer Interimslösung beim Tabellenneunten der 1. Kreisklasse sucht.

Ursprünglich sollte erst am Saisonende Schluss sein. Doch Osmani gab am Sonntag nach der 3:4-Niederlage beim MTV Gerdau auf. Jedoch mit Verweis auf den beruflichen Stress und nicht wegen der späten Niederlage nach einer 3:1-Führung bis zu 77. Minute. „Ich mache beruflich ein Dreischichtsystem. Da bleibt kaum Zeit mehr für die eigene Familie. Dadurch ist mir auch klar geworden, dass es zu viel für mich wird und ich die Mannschaft nicht erreichen kann, wie ich es mir gewünscht habe“, sagte der scheidende Coach.

Die Verantwortlichen haben damit aber nicht gerechnet. „Wir haben uns eigentlich darauf verständigt, dass Fatmir bis Saisonende weitermacht. Ich glaube auch nicht, dass das etwas mit dem Spielausgang gegen Gerdau zu tun hatte“, erklärt VfL-Obmann Matthias Salge, der den Coach in Schutz nimmt. „Die Mannschaft hat nicht unbedingt mitgezogen. Das hat dazu geführt, dass er sich auch Gedanken gemacht hat.“

Nun suchen die Böddenstedter nach kurzfristigem Ersatz. Da Mannschaftsführer Stefan Dreyer heute beruflich verhindert ist, wird Co-Kapitän Lukas Schultze das Dienstag-Training leiten, während die Funktionäre tagen. „Wir haben heute eine Vorstandssitzung. Die Trainerfrage wird ein zentraler Punkt. Wir schauen, ob wir eine interne Lösung für die nächsten ein, zwei Wochen oder vielleicht bis zum Saisonende hinkriegen“, erklärt Salge. Womöglich soll schon am Mittwoch ein Nachfolger feststehen.

Von Arek Marud

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