Derby in Dannenberg zum Jahresabschluss / Bäsler schließt Rückkehr in der Winterpause aus

„MTV hat unheimlich dazugelernt“

Sören Oldag (Mitte) war am letzten Sonntag in Stade der Held in Blau-Gelb: In der Nachspielzeit markierte der eine halbe Stunde zuvor eingewechste Teutone den umjubelten 4:3-Siegtreffer. Foto: B. Klingebiel

Uelzen/Dannenberg. Das 1:1-Unentschieden gegen den bis dahin komplett erfolglosen Aufsteiger MTV Dannenberg Mitte August im Sportpark wurmte ganz gewaltig. Teutonia Uelzens Trainer Ralf Sievers stapfte kommentarlos vom Platz und suchte unter der Dusche Abkühlung.

„Das war mit das schwächste, was wir bisher abgeliefert haben“, erklärt der Coach des Fußball-Landesligisten vor dem Rückspiel am kommenden Sonntag in Dannenberg. Heute könnte Sievers mit einem erneuten Remis durchaus gut leben, sofern die Leistung stimmte: „Der MTV hat unheimlich dazugelernt. Wir spielen immerhin beim Tabellenachten“, sagt Sievers.

Was sich mit durchaus beeindruckenden Zahlen belegen lässt. Zum Saisonauftakt verloren die Dannenberger im ihrem jungen Trainer und Ex-Teutonen Roman Schoppe bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf mit 0:8 Toren. Im Rückspiel vor zwei Wochen besiegten sie die Stader auf eigenem Platz dann aber mit 4:3. Allerdings erwischte es den MTV am letzten Sonntag mit 0:7 beim MTV Treubund Lüneburg arg. „Das ist aber auch eine Spitzenmannschaft, das kann ja mal vorkommen“, will Sievers sich nicht blenden lassen.

Das Verhältnis beider Teams ist ohnehin freundschaftlicher Natur. Dannenbergs Yannik Glaw, der vier Jahre bei Teutonias Junioren spielte, trainiert gelegentlich bei den Blau-Gelben mit. Dort ist übrigens auch der im Sommer zum Kreisligisten TSV Wriedel gewechselte Publikumsliebling und Torjäger Nicolai Bäsler schon einmal gesichtet worden. „Ich wollte einfach die Jungs wiedersehen. Eine Rückkehr in der Winterpause ist ausgeschlossen“, nimmt Bäsler gegenüber der AZ den aufkommenden Wechselgerüchten den Wind aus den Segeln.

Sievers zollt vor allem den Dannenberger Angriffsqualitäten großen Respekt: „Scholz und Kopiecki sind wohl einen Tick besser als unsere Offensivkräfte.“ Max Scholz traf bisher zwölf Mal ins Schwarze. Rafal Kopiecki schoss allerdings erst drei Tore. Sievers: „Er hat uns im Hinspiel vorgeführt.“ Dieses MTV-Duo auszuschalten, sei denn auch ein Schlüssel zum Erfolg. „Wir müssen zudem auch mal eine unsere ersten klaren Torchancen nutzen, das gibt Ruhe und Selbstvertrauen“, fordert Sievers zudem. Beim Glückssieg in Stade am letzten Sonntag vergaben die Uelzener eine frühe Vorentscheidung, ehe sie Güldenstern mit drei Treffern in den letzten zwölf Spielminuten dann doch noch mit 4:3 in die Knie zwangen.

Für die Start-Elf im letzten Spiel des Jahres gibt es ein paar Fragezeichen. Torben Tutas und Angreifer Lukas Burghardt und weiterhin angeschlagen. Der in Stade erstmals von Beginn an spielende Innenverteidiger Nico Tiegs musste wegen Problemen im Oberschenkel das Training abbrechen.

Von Bernd Klingebiel

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