Bezirksliga: Liga-Talk mit Suderburgs Kapitän Thomas Nowak

Motor und Mentor

Suderburgs Kapitän Thomas Nowak (rechts) ist in jeder Hinsicht ein Vorbild. Sein Trainer Jaroslav Detko stellte ihm vor der Saison sogar eine Stammplatzgarantie aus. Denn auf den 33-Jährigen ist jederzeit Verlass. Archivfoto: Marud

Suderburg. Er ist der Motor des Suderburger Spiels. Ratgeber für die jungen Spieler. Und Ansprechpartner für die Trainer. Kurzum: Thomas Nowak ist einer wie keiner.

„Thommy“ spielt immer, stellte VfL-Coach Jaroslav Detko seinem Kapitän in der Sommerpause sogar einen Freibrief aus.

Seit seinem Wechsel 2015 ist Nowak der unumstrittene Chef des Bezirksligisten. Der 33-Jährige ist ein Garant für Fußball-Sachverstand und Erfahrung, die er in Suderburg gerne vermittelt: „Ich fühle mich hier sehr wohl. Das kann man nicht anders sagen“, erzählt Nowak im AZ-Liga-Talk. Seine Rückkehr vor drei Jahren war kein Zufall, hatte der ehemalige Teutonia-Käpt’n den Fußball in Suderburg von der Pike auf gelernt.

Mit Beginn des dualen Verwaltungsmanagement-Studiums und als frischgebackener Papa wollte Nowak kürzertreten und kehrte zu seinem Heimatverein zurück: „Der Wohlfühlfaktor ist hoch. Wir haben eine super Truppe mit vielen jungen Leuten. Auch mit unseren Trainern passt es. Deshalb mache ich weiter, solange es noch gesundheitlich geht.“

Nowak ist auch so was wie ein Mentor. „Ich versuche, den jungen Spielern etwas von dem abzugeben, was ich bei Teutonia miterlebt habe. Auch in den zwei Oberliga-Jahren.“ Dazu gehört auch der ständige Austausch mit den Coaches Jaroslav Detko und Konstantin Balkowski. Bahnt sich da ein Vorgriff auf eine eventuelle Trainerlaufbahn an? „Die Idee ist gar nicht so abwegig“, schließt der Defensivspezialist zukünftig nichts aus. Erste Anfragen lehnte er allerdings ab. „Erst will ich einen Trainerlehrgang machen.“ Nach Beendigung des Studiums im Sommer 2019 könnte es interessant werden: „Dann kann man sich gezielter Gedanken machen.“

Nowak ist noch immer so gut in Schuss wie früher. Und hält problemlos mit den Jungspunden mit. „In Ausdauerläufen bin ich ganz gut. Nur mit der Schnelligkeit wird’s schwerer. Dennis Maulhardt und Dennis Ohneseit kriege ich nicht ein. Aber da haben auch andere Probleme.“ Obwohl der VfL einen Fehlstart hingelegt hat (2 Siege/2 Niederlagen) prophezeit er seinem Klub glorreiche Zeiten. „Wenn es richtig gut läuft, ist Platz zwei drin. Uns kommt zugute, dass der Kern seit Jahren zusammenspielt.“

Und falls Suderburg doch mal Meister werden sollte? Nowak kommt ins Grübeln. „Ob ich noch mal in der Landesliga spielen würde, müsste ich mir relativ spontan überlegen.“ Vorläufig zählt für ihn aber nur das Sonntagsspiel in Bardowick (15 Uhr).

Von Arek Marud

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