Moral bleibt ungebrochen

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Astib Thaqi (links) geht mit dem TSV Bienenbüttel trotz einer enttäuschenden Hinrunde ohne personelle Veränderungen in den zweiten Teil der Saison.

fk Bienenbüttel. Wenn der TSV Bienenbüttel am Sonntag, 13. Februar, mit der im August vergangenen Jahres ausgefallenen Hinrundenpartie bei Rot-Weiß Cuxhaven in die Fortsetzung der Meisterschaft in der Fußball-Landesliga startet, vertraut er auf einen gegenüber der ersten Halbserie unveränderten Spielerkader. Dieter Oetzmann, Fußball-Abteilungsleiter des mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Abstieg verurteilten Tabellenletzten, sieht in Sachen Neuverpflichtungen keinen Handlungsbedarf.

,,Wir haben uns in der Winterpause nicht um Verstärkungen bemüht, zumal sie derzeit auch schwer zu bekommen sind. Außerdem sind wir der Meinung, dass unsere Mannschaft gut mit Trainer Sören Hillmer harmoniert, der ebenfalls nicht zur Diskussion steht.“ Oetzmann sieht in Veränderungen momentan keinen Sinn. Der Abteilungsleiter: „Wir werden versuchen, die restliche Meisterschaftssaison vernünftig zu Ende zu bringen. Natürlich sehen wir die Situation realistisch, der Klassenerhalt wäre angesichts des großen Rückstandes auf die Nicht-Abstiegsplätze ein Wunder. Aber die Moral der Mannschaft ist ungebrochen, dies zeigt sich in der guten Trainingsbeteiligung und in der bei diesen Trainingsabenden herrschenden guten Stimmung.“

Ziel des Vereins sei es, auch im Fall des unvermeidlich scheinenden Abstiegs mit einer funktionstüchtigen Truppe in der Bezirksliga einen erneuten Versuch in Richtung Aufstieg zu starten. Oetzmann: ,,Wir hätten eigentlich einige Punkte mehr haben müssen, doch neben Unvermögen und langen Ausfällen einiger Spieler mussten wir auch mehrere Rote Karten und Pech verkraften. Ich würde in einem Abstieg aber keinen Beinbruch sehen, zumal die Spiele gegen die dortigen Gegner häufig Lokalcharakter haben und bessere Zuschauerzahlen versprechen.“ Nach derzeitigem Stand bleibt dem TSV der jetzige Spielerkader erhalten. Oetzmann: „Es wurden auch schon einige erfolgreiche Gespräche geführt.“ Nicht ganz so gelassen sieht’s TSV-Manager Thorsten Geiseler, der einerseits zwar stolz darauf ist, dass die Bienenbütteler die Nummer zwei im Kreis Uelzen sind, sich andererseits aber doch unüberhörbar ein wenig ,,angefressen“ gibt. Geiseler: ,,Wie kann es sein, dass Mitaufsteiger Meckelfeld 16 Punkte auf dem Konto hat, wir aber als personell besser besetzte Mannschaft nur sechs – und dass wir uns mit einer 1:3-Heimniederlage gegen diesen Gegner in die Winterpause verabschiedet haben? Ich meine, wir haben uns unter Wert verkauft und hätten auf 20 Zähler kommen können. Schließlich waren wir in Spielen gegen einige Spitzenmannschaften ebenbürtig.“

Personelle Konsequenzen aus der trostlosen Tabellensituation schließt aber auch der Manager in Anbetracht der Hoffnungslosigkeit aus. Geiseler: ,,Bei uns passiert in dieser Saison nichts mehr.“

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