Vom Stürmer zum Abräumer: AZ-Liga-Talk mit dem Barumer Christian Bahr

Mittendrin, Mittelpunkt, Mittelfeld

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Barums Neuzugang und Ex-Wriedeler Christian Bahr (Mitte) steht als „Sechser“ nun häufiger im Blickpunkt.

am Barum. Auf dem Weg zum Stammspieler musste Christian Bahr gleich zwei Hürden nehmen: eine höhere Spielklasse und eine neue Spielposition. Der Neuzugang des Fußball-Bezirksligisten MTV Barum meisterte erstaunlich schnell beide Herausforderungen.

Im Sommer wechselte Bahr vom Kreisligisten TSV Wriedel nach Barum, wo man sich schon früher um ihn bemüht hatte. 

Bis zuletzt hatte der 26-Jährige mit seinem Heimatklub vom Bezirksliga-Aufstieg geträumt. Wriedel verpasste aber knapp die Aufstiegsrelegation. Und Bahr sah die Zeit für eine neue sportliche Herausforderung gekommen. „Ich wollte eigentlich mit Wriedel hoch“, erzählt er im AZ-Liga-Talk. Für die Höherklassigkeit blieb daher nur der Wechsel. Der Sprung war gehörig: Höheres Tempo, höhere Trainingsintensität. „Alles geht viel schneller“, berichtet Bahr, der auf dem Weg zum Stammspieler mit einer weiteren Umstellung fertig werden musste. Der gelernte Stürmer sollte auf einmal defensiv vor der Abwehr ran. Und biss sich auch hier erfolgreich durch. „Die Aufgabe hat mich gereizt. Aber ich musste mich erst einmal reinfuchsen. Allzu schlecht kann es nicht sein, wenn ich da immer noch spiele.“ Trainer Andreas Lindenau ist mit der Entwicklung seines Schützlings jedenfalls sehr zufrieden. Doch Bahr muss häufiger den „inneren Schweinehund“ überwinden, ist er nicht gerade für seine Laufstärke bekannt. „Im Mittelfeld ist man quasi mittendrin und steht im Mittelpunkt.“

Die Barumer sind ein wenig aus dem Tritt gekommen (ein Sieg in vier Spielen), waren zuletzt gegen den VfL Lüneburg (0:3) chancenlos. Das gilt es am Sonntag im Heimspiel gegen den TuS Neetze (14 Uhr) zu korrigieren. „Da muss ein Sieg her, damit wir oben dabei bleiben und nicht weiter abrutschen“, legt sich Bahr fest und hofft insgeheim darauf, dass Wriedel irgendwann doch noch aufsteigt. Immerhin spielt dort auch sein Bruder Niklas. Barum gegen Wriedel: Für Christian Bahr wäre es „der Hit“.

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