Teutonia erwartet den Celle-Bezwinger Harsefeld / Platzwunde: Youngster Mühlenhaupt im Pech

„Mit ein paar Stichen genäht“

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Der Youngster im Pech: Felix Mühlenhaupt (links), der bei Teutonia zuletzt drei Mal in der Startelf stand, verletzte sich am Mittwoch im Training und fällt für das Spiel gegen Harsefeld am Sonntag aus.

Uelzen. Der Zeitpunkt kann nicht unglücklicher sein für Felix Mühlenhaupt. Kaum hat der 18-Jährige beim Fußball-Landesligisten Teutonia Uelzen den Sprung in die Startelf geschafft, da muss er seinen Platz gezwungenermaßen wieder hergeben.

Beim Training am Mittwoch rasselte Mühlenhaupt im Kopfballduell mit Eugen Krasnikov zusammen. Platzwunde, Krankenhaus, Fußballverbot. Innenverteidiger Krasnikov blieb unversehrt. „Da muss schon ein bisschen was anderes kommen, bis der mal ausfällt“, erklärt Trainer Frank Heine vor dem brisanten Duell am kommenden Sonntag (14 Uhr, Sportpark) gegen den TuS Harsefeld.

Die Gäste aus dem Landkreis Stade fügten Spitzenreiter MTV Eintracht Celle am letzten Sonnabend die erste Saisonniederlage (1:2) bei. Sie wittern nun die Chance, das Titelrennen wieder spannend zu machen. Der Vizemeister der vorletzten Saison hat nach einem anschließenden siebten Platz zu alter Stärke gefunden und stellt hinter Celle die zweitbeste Defensive und Offensive. Pascal Schawaller hat ebenso wie Teutonias Philipp Hatt bereits acht Saisontore auf dem Konto, dahinter folgt Harsefelds Rabie Mselmi (7). In der Abwehr räumt der 1,98-Meter-Riese Danny Berner auf, der sich bei Regionalligist SV Drochtersen/Assel nicht durchsetzte und nach einem Jahr zum Team von Trainer Dennis Mandel zurückkehrte. Heine: „Wir müssen auf Standards und Konter aufpassen.“

Uelzens Alberto Mendes (Meniskus) und Dramane Kindo (nach Autounfall) fallen weiterhin aus. Und auch Felix Mühlenhaupt bleibt nur die Zuschauerrolle. Die AZ sprach mit dem Teutonia-Talent.

Gute Besserung, Herr Mühlenhaupt! Wie geht es Ihnen denn heute?

Mir geht’s gut soweit, war ein V-förmiger Cut, den sie jetzt mit ein paar Stichen genäht haben. Die Zwangspause kommt natürlich zu einem ungünstigen Zeitpunkt für mich, gerade weil ich jetzt ja schon so dicht dran bin. Aber ich werde deshalb natürlich auch so schnell wie möglich versuchen, wieder rein zu kommen.

Zuletzt drei Mal Startelf. Wie erklären Sie sich selbst diese Entwicklung?

Das kann ich mir selbst noch nicht so ganz erklären, weil es ja jetzt echt schnell ging. Da hat es mir schon auch in die Karten gespielt, dass Andris (Kuvsinovs) zwei Mal privat/beruflich nicht konnte. Aber ansonsten versuche ich, halt das umzusetzen, was Frank (Heine) mir sagt, und das scheint ja wohl nicht ganz falsch zu sein. Aber ich habe trotzdem, nur weil ich jetzt drei Mal gespielt habe, noch nichts erreicht, das ist mal ganz klar.

Sie sind der Jüngste im Team, der einzige aus dem 2000er-Jahrgang. Müssen Sie den Trikotkoffer tragen?

Ich muss tatsächlich auch mal den Koffer tragen, das liegt aber daran, dass da jeder mal dran ist... Nein, die Jungs haben mich super aufgenommen. Ich werde, gerade weil ich so jung bin, viel gecoacht, das hilft. Nur beim Fünf gegen Zwei muss ich als erster in die Mitte, aber es kommen ja hoffentlich nächstes Jahr wieder Jüngere.

Für den SV Molzen liefen Sie schon als 17-Jähriger in der Herren-Kreisliga auf. Wie groß war für Sie die Umstellung auf die Landesliga?

Meine Wurzeln liegen bei Teutonia, da spiele ich ja nun seit 2008. Aber stimmt, bei Molzen habe ich meine ersten Erfahrungen im Herrenbereich, parallel zur A-Jugend bei Teutonia, gemacht. Das hat mir schon deutlich geholfen, dass ich gleich, genau so wie hier, integriert wurde und ich die Chance hatte, viel Spielzeit bei den Herren zu sammeln. Aber Landesliga ist natürlich eine ganz andere Geschichte. Da ist auf jeden Fall alles deutlich schneller und es sind ganz andere Dinge wichtig. Die größte Umstellung liegt aber an unserer Spielweise. Wir haben zwar in Molzen auch teilweise über ein paar Kombinationen nach vorne gespielt, aber unter Frank soll ja wirklich alles spielerisch gelöst werden, das war neu für mich.

Wie sehen mittelfristig Ihre sportlichen Ziele aus?

Einfach weiter hart an mir arbeiten und mitnehmen, was ich kann. Ansonsten natürlich weiter so hoch wie möglich mit Teutonia Fußball spielen.

Harsefeld ist eine harte Nuss. Wie ist sie zu knacken?

Ich denke vor allem, dass wir so konzentriert sein müssen wie in den anderen Spielen gegen Spitzenteams und dann einfach unser Spiel durchbringen. Da ich ja jetzt keine Dribblings mehr am eigenen Sechszehner wie gegen Rotenburg starten kann, sinkt das Risiko, ein Gegentor zu kassieren schon mal. Dann können wir für jeden gefährlich werden.

Von Bernd Klingebiel

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