Emmendorfs Kapitän Benjamin Silbermann erinnert sich an viele hoch spannende Duelle gegen TSV Gellersen

Mini-Derby der ewigen Rivalen

Zwischen dem SV Emmendorf und dem TSV Gellersen (rechts Hauke Brümmerhoff bei einem Spiel im Waldstadion am 1. Mai 2016) ging es häufig hoch her. „Uns verbindet eine lange Vergangenheit“, sagt der SVE-Kapitän Benjamin Silbermann (Mitte).

Emmendorf. Emmendorf gegen Gellersen. Das war meist ein Duell auf Augenhöhe. Immer spannend. Immer prickelnd. Und bisher immer in der Bezirksliga. Am heutigen Sonnabend dann erstmalig eine Liga höher.

Den 11. Dezember 2016 hat Benjamin Silbermann nicht vergessen.

Nach einer famosen Leistung schlagen die Emmendorfer auswärts Gellersen mit 4:1 – eine Art vorzeitiges Meisterstück! „Das war eines der besten Spiele, die wir gemacht haben“, erinnert sich der SVE-Kapitän. Ein halbes Jahr früher gibt es noch so ein denkwürdiges Spiel. Dieses Mal im Waldstadion. Erst in der 92. Minute glückt den Emmendorfern am 27. Spieltag der Saison 2015/16 der Ausgleich durch Timo Würker. Gellersen verspielt den Titel, den am Ende wieder die Grün-Schwarzen holen. „Es war immer etwas Besonderes. Es ging immer um viel. Uns verbindet eine lange Vergangenheit“, erzählt Silbermann, der sich in dieser Zeit häufig auch ein kleines Fernduell mit Gellersens Top-Stürmer Andreas Demir lieferte. 2016 schossen beide 17 Tore. Ein Jahr später wurde Silbermann mit 28 Treffern Torschützenkönig vor Demir (26).

Auf Demir müssen die Emmendorfer im heutigen Heimspiel (16 Uhr) besonders aufpassen, weiß Silbermann. „Er schießt aus allen Lagen, ist wieselflink und geht überall dort hin, wo es wehtut. In dieser Saison traf Demir auch schon zweimal. Eine Sonderbewachung ist nicht angedacht. „Aus dem Alter der Manndeckung sind wir raus. Er ist ein sehr unangenehmer Spieler. Aber ich vertraue da meinen Verteidigern“, bliebt Trainer Danny Torben Kühn entspannt. Mit zehn Punkten liegt Gellersen überraschend auf Platz zwei und scheint in Emmendorfs Vorjahresrolle als Favoritenschreck zu schlüpfen. „Sie spielen den Part, den wir damals übernommen hatten“, sieht Silbermann Parallelen zur eigenen Saison nach dem Aufsteig vor einem Jahr und weiß, was sich in den Köpfen der TSV-Spieler in etwa abspielen muss. „Sie schwimmen auf einer Euphoriewelle.“

Das Momentum spricht für Gellersen, die Gesamtbilanz der letzten vier Jahre für Emmendorf (6 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage und 23:6 Tore). Trotz der sechs Punkte Rückstand auf Gellersen (bei einem Spiel weniger) sieht Silbermann somit keinen leichten Vorteil beim Gegner. „So weit möchte ich nicht gehen. Das wäre ein Understatement.“

Bei all den Vorzeichen könnte heute wieder die Post abgehen. Silbermann: „Beide Vereine haben sich immer gut verstanden. Gellersen ist auch ein dörflicher, familiär geführter Klub. Das wird ein schönes Mini-Derby.“

Von Arek Marud

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