TV Uelzen: Derby beim Erzrivalen in Clenze ist ein Saisonhöhepunkt

Mehr Rivalität geht nicht

Im Hinspiel hatte Steffen Schenk im Duell gegen seinen Bruder Jan-Niklas im Clenzer Tor eine Überraschung vor Augen, doch am Ende unterlagen die Uelzener mit 22:23. Foto: Wendlandt

Uelzen/Clenze. Mit der Familie gegen die Familie um den Klassenerhalt: Die Duelle des Handball-Landesligisten TV Uelzen (14. /4:22 Punkte) gegen den Erzrivalen SG Südkreis Clenze (3. /18:6) gehören zu den Höhepunkten der Saison und stehen ganz im Zeichen der Schenks.

Am heutigen Sonnabend (19. 30 Uhr, Halle Schulzentrum in Clenze) ist es wieder soweit: Familientreffen!.

Steffen und Felix Schenk spielen für die Uelzener, die Vater Helmut betreut. Auf Seiten der Clenzer hütet der Ex-TVUler und dritte Schenk-Sohn Jan-Niklas das Tor. Das i-Tüpfelchen bildet SG-Trainer Herbert Mendrizik, ein ehemaliger Uelzener Oberliga-Weggefährte von TVU-Trainer Stefan Hüdepohl.

Mehr Rivalität geht fast nicht, doch Hüdepohl hält den Ball betont flach. „Wir haben die letzten drei Spiele gegen Clenze verloren. Das nagt, aber man muss auch die Realitäten sehen.“ Und die drängen die Uelzener in die Außenseiterrolle, schließlich tritt das Schlusslicht beim Ligadritten an. Zudem gehen die Clenzer vor stets rappelvollen Rängen in eigener Halle einen Tick leidenschaftlicher zu Werke als auswärts. Hüdepohl: „Das Publikum ist Clenzes achter Mann.“

Und doch gibt es einen Hoffnungsschimmer für den TVU, der im Abstiegskampf jeden unerwarteten Bonuspunkt gebrauchen kann. Im Hinspiel zum Saisonauftakt unterlag er nur knapp und unglücklich mit 22:23 Toren, verpasste den Ausgleich durch einen Pfostentreffer Sekunden vor der Schlusssirene. TVU-Torwart Marvin Schröer hatte damals einen Sahnetag erwischt, zudem arbeitete die ganze Mannschaft schnell und hart nach hinten. Das muss auch heute Abend das Erfolgsrezept sein. Schließlich haben die für ihr bedingungsloses Tempospiel bekannten Clenzer seitdem bei jeder anderen Partie mehr Tore erzielt als bei der in Uelzen.

In Hüdepohls Kader stehen noch zwei kleine Fragezeichen: Axel Koch ist im Training am Dienstag umgeknickt und leicht lädiert. Und Felix Schenk hat bis noch zum Mittag Vorlesungen in Kassel.

Von Bernd Klingebiel

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