AZ-Liga-Talk mit Bodenteichs Torwarthoffnung Luca Meyer

Manchmal sogar zu ehrgeizig

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Bodenteichs junger Torwart Luca Meyer hat in seiner Zeit beim TuS schon viel gelernt. Am Sonntag will er das im Heimspiel gegen den MTV Treubund Lüneburg II mal wieder zeigen.

Bad Bodenteich. Er ist vom Ehrgeiz getrieben und muss sich manchmal sogar bremsen. Doch die Zielstrebigkeit zahlt sich aus. Torwart Luca Meyer soll beim Fußball-Bezirksligisten TuS Bodenteich würdiger Nachfolger von Moritz Niebuhr werden.

Zunächst aber geht es um ganz andere Ziele.

Am Sonntag (15 Uhr) steht ein richtungsweisendes Spiel an. Abstiegskandidat Treubund Lüneburg II kommt ins Waldstadion. Und die Bodenteicher brauchen nach zwei Niederlagen, einer problematischen Vorbereitung und dem Verletzungspech dringend ein Erfolgserlebnis. „Auch wenn die Ergebnisse nicht stimmen, ist die Stimmung gut“, sagt Luca Meyer im AZ-Liga-Talk. Da Marco Börstler verletzt fehlt, kommt es morgen auf seine Paraden an. Meyer lässt sich von all den Hiobsbotschaften nicht unterkriegen. „Natürlich ist leichter Druck da, weil etwas Zählbares herauskommen muss. Aber wir haben gar keine andere Möglichkeit, als die Situation so anzunehmen, wie sie ist.“

Im Sommer 2016 wechselte Meyer vom kleinen TSV Lüder zum großen TuS Bodenteich. „Für mich war es aber keine große Umstellung.“ Seitdem hat der 19-Jährige viel gelernt, sein Selbstbewusstsein angehoben und von der Ausstrahlung/Erfahrung des Ex-Keepers Moritz Niebuhr, aber auch vom eigenen Ehrgeiz profitiert. Manchmal ist er sogar etwas übermotiviert, hakt zu langsam kleine Fehler ab.

Bis Sommer war Meyer die klare Nummer zwei, jetzt ist der Kampf um die Startelfposition mit Rückkehrer Marco Börstler (VfL Wittingen) offener. „Wir verstehen uns auf und neben dem Platz sehr gut, pushen und motivieren uns im Training. Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen“, spricht Meyer von einer gesunden, ja sogar freundschaftlichen Rivalität. Ohnehin sei das TuS-Training trotz der Startprobleme von viel Engagement und gesunder Härte geprägt. „Das fehlt uns bisher sonntags ein bisschen auf dem Platz“, analysiert Meyer, der für sein Alter im Gespräch sehr sachlich, souverän und abgeklärt wirkt.

Am Sonntag fallen sieben Spieler aus. Sven-Niklas Kramüller wartet auf die endgültige Diagnose, ob’s ein Kreuzbandriss hat. Das Außenband ist auf jeden Fall gerissen. Dafür ist Christoph Dietterle wieder dabei. „Dass bei einem so jungen Team Fehler passieren, ist normal. Damit müssen wir umgehen“, hofft Meyer auf den ersten Saisonsieg.

Von Arek Marud

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