2. Fußball-Kreisklasse: SV Molzen II braucht im Kellerduell den ersten Saisonsieg

„Man ist der Verzweiflung nahe“

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Der SV Molzen II (links Trainer Gerd Meier mit Betreuer Marco Weiss) läuft schon fast verzweifelt dem ersten Saisonsieg hinterher. Gegen Ebstorf II wartet nun ein Schlüsselspiel.

dlp Uelzen/Landkreis. Am kommenden Nachholspieltag der 2. Fußball-Kreisklasse kann der pausierende Tabellenführer SV Natendorf in aller Ruhe zuschauen, was die Konkurrenz so zu Stande bringt.

Unter anderem versucht dabei der zuletzt neun Mal in Folge ungeschlagene MTV Gerdau beim Schlusslicht MTV Himbergen seine tolle Serie zu verlängern. Am Tabellenende möchte der Vorletzte SV Molzen II gegen den nur einen Rang besser platzierten TuS Ebstorf II seine kritische Lage mit dem ersten Saisonsieg endlich verbessern. In Ostedt und Himbergen wird um 14 Uhr angestoßen, auf allen anderen Plätzen geht es schon um 12 Uhr los.

SV Molzen II – TuS Ebstorf II

Die Ebstorfer (12./6 Punkte) gehören zu den wenigen Teams, die sich für den Vorletzten Molzen (13./2) noch in Schlagweite befinden. „Man ist der Verzweiflung nahe, aber Aufgeben ist keine Option“, meint Betreuer Marco Weiss in Anbetracht der schwierigen Lage. Er hofft endlich auf den ersten Sieg und dabei auf Hilfe der Kreisligamannschaft. Die Ebstorfer überraschten mit einem verdienten 2:2 bei Spitzenreiter Natendorf und sorgten nach längerer Zeit mal wieder für einen echten Lichtblick. „Mit ähnlich guter Leistung müssten wir es schaffen, drei Punkte zu holen“, sagt ein optimistisch gestimmter TuS-Coach Christoph Janik, der noch um den Einsatz von Marc-André Linnecke bangt.

Oldenstadt II – Eddelstorf II

Die Oldenstädter (5.) setzten ihrer Negativtendenz mit einem, wenn auch schwer erkämpften 1:0-Sieg in Himbergen ein vorläufiges Ende. „Gegen Eddelstorf möchte ich versuchen, an den Erfolg vom Sonntag anzuknüpfen und so im oberen Mittelfeld den Winter zu verbringen“, äußert sich FCO-Trainer Ulrich Müller. Blut geleckt haben die Eddelstorfer (9.) nach ihrem 3:3 bei Topteam Gr. Hesebeck. „Wir müssen unbedingt gewinnen, um uns für das neue Jahr eine gute Ausgangsposition zu verschaffen“, fordert Trainer Marcel Duisterwinkel. Der hadert übrigens etwas mit der Ansetzung am Sonntag, schließlich findet am Vorabend in Eddelstorf der traditionsreiche „bunte Abend“ statt…

Wriedel II – Gr. Hesebeck/R.

Am Vorsonntag gewann die Wriedeler Reserve (7.) gegen die SG Kirch-/Westerweyhe und beendete damit ihren Negativlauf nach vier Niederlagen. „Wir haben mit viel Aufwand das Glück auf unsere Seite gezogen“, blickt Trainer Stefan Cordes kurz auf das 5:3 zurück. Vor dem Spiel gegen den Tabellenzweiten und Aufstiegskandidaten gibt er sich gelassen: „Als Aufsteiger und Außenseiter können wir nur gewinnen!“ Cordes muss auf einige Spieler verzichten, die das ursprünglich spielfreie Wochenende längerfristig bereits anders geplant haben. Die Gäste zeigten sich zuletzt nicht unverwundbar (vier Zähler aus drei Spielen). „Konzentriert und motiviert ins Spiel kommen und mit einem Sieg in die Pause gehen“, gibt Trainer Thorsten Neumann die Devise aus.

MTV Barum II – Lehmke

Angesichts von zwei Spielen weniger als die Konkurrenz hat der MTV Barum II (6.) die Spitze noch im Blick. „Ich hoffe, dass wir durch die Spielausfälle nicht aus dem Tritt gekommen sind“, sagt Betreuer Torsten Kurpierz-Radtke. Zuvor gewann der MTV drei Mal in Folge und kommt gegen Lehmke (8.) an einer leichten Favoritenrolle nicht vorbei. Die Gäste unterlagen in Ostedt und kommen nicht von der Stelle. „Wir wollen mit einem Sieg zu Barum aufschließen“, hofft Betreuer Arne Scheele trotz weiter dünner Personaldecke dennoch auf einen Erfolg. Gespielt wird auf dem Sportplatz in Tätendorf.

Ostedt – SG Kirch II/SC III

„Einer hat für den anderen gekämpft“, schaute Ostedts Trainer Uwe Schröder zufrieden auf den 3:1-Derbysieg gegen Lehmke zurück. Durch die Punkteteilungen der Topteams machte der SVO Boden zur Spitze gut. Klar, dass gegen die SG Kirch-/Westerweyhe II/SC Uelzen III diese Ausgangslage nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden soll. Torwart Eike Sauer kehrt nach Rotsperre zurück, somit steht den Platzherren ein voller Kader zur Verfügung. Die Gäste zogen zuletzt in jeweils engen Spielen drei Mal den Kürzeren, gewannen aber in der Vorsaison doppelt gegen den SVO. „Ich denke, dass wir auch dieses Mal Punkte mitnehmen können, wenn wir uns nicht wieder selbst im Wege stehen“, gibt sich SG-Spieler Jens Rekitzki zuversichtlich.

MTV Himbergen – Gerdau

Dank des Hesebecker Patzers beträgt der Rückstand der viertplatzierten Gerdauer auf den zweiten Aufstiegsplatz nur noch sechs Punkte. Beim Tabellenletzten ist der MTV klar favorisiert und möchte nun auch das zehnte Match in Folge unbesiegt überstehen. „Die Truppe ist gut drauf, Ziel bleibt der Ausbau der Serie“, fordert Trainer Henning Prehm, der nach seiner Roten Karte in Molzen als Spieler ausfällt. Björn Krüger ist fraglich. Die Himberger verloren zuletzt drei Spiele am Stück mit nur einem Tor und blieben auf der Schlussposition kleben. „Wir stehen eigentlich gut und kompakt, das beweisen ja auch die knappen Ergebnisse“, sieht Trainer Felix Quittenbaum durchaus einen Trend in die richtige Richtung. Er wünscht sich „die gleiche kämpferische Einstellung wie zuletzt beim 0:1 gegen Oldenstadt“.

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