1. Kreisklasse Süd: Bodenteich II zum Siegen verdammt / Molzen gegen Wriedel voll gefordert

„Man darf sie auf keinen Fall abschreiben“

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Zuletzt hatten die Wriedeler (Sebastian Arning/Nummer 2) viel zu lachen. Doch trotz der drei Siege hintereinander reisen sie als Außenseiter zum SV Molzen. 

Uelzen/Landkreis – Vor einer kniffligen Aufgabe in der 1. Fußball-Kreisklasse Süd steht am vorletzten Spieltag der Hinrunde der SV Molzen. Der Primus empfängt am Sonntag den Tabellenvierten TSV Wriedel zum Highlight des Spieltags.

Auf Wiedergutmachungskurs nach zwei verkorksten Auftritten ist die SVG Oetzen/Stöcken, die den SV Zernien empfängt. Unbedingt punkten muss Schlusslicht TuS Bodenteich II, das auf die Reserve des SV Emmendorf trifft.

TSV Suhlendorf – TuS Wieren (Sbd., 16 Uhr)

Gute Erinnerungen hat Suhlendorf (9.) am kommenden Gegner, schließlich sammelte der TSV in der Vorsaison vier Punkte ein. Doch die Wierener (3.) präsentieren sich in dieser Spielzeit deutlich stärker, mischen ganz oben mit. „Man sieht, wenn sie alle Mann dabei haben, zu welchen Ergebnissen sie in der Lage sind“, zeigt TSV-Trainer Stephan Lindemann Respekt. Er könnte daher auch mit einem Punkt leben.

Die Gäste siegten dreimal in Serie, schossen dabei 17 Tore. „Suhlendorf ist für mich die Überraschung der Saison. Hut ab!“, lobt TuS-Trainer Mike Schneider, früher selbst in Suhlendorf tätig, die Platzherren. Er möchte nur zu gern den Lauf fortsetzen und dem Führungsduo auf den Fersen bleiben.

VfL Suderburg II – VfL Breese/L. II (So., 12 Uhr)

Die Suderburger (8.) hängen nach dem 2:2 in Suhlendorf im Mittelfeld fest. „Wir wollen zu Hause die drei Punkte, um nicht noch unten rein zu rutschen“, möchte Trainer Jörn Drögemüller ein weiteres Abrutschen vermeiden. Gegen die verbesserten Breeser (10./nur eine Niederlage aus den letzten fünf Partien) hat der VfL personelle Baustellen. Thilo Pellnath (Gelb-Rot-Sperre) fehlt, beim verletzten Kapitän Nico Schab und Keeper Finn Aschmies sieht es nicht gut aus. Drögemüller: „Gerade jetzt müssen wir uns als Mannschaft präsentieren und fighten bis zum Schluss.“

TuS Bodenteich II – Emmendorf II (So., 12 Uhr)

Für Bodenteich II wird es eng, der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt sieben Punkte. „Wir sind unter Zugzwang und müssen bis zur Winterpause unbedingt noch den einen oder anderen Sieg holen, um die Nichtabstiegsplätze nicht aus den Augen zu verlieren“, bestätigt Trainer Stefan Buß. Der Einsatz von Torwart Ole Schwerin ist fraglich, dafür gibt es zwei neue Spieler, die zuletzt länger pausierten. Patrick Jung debütierte bereits in Wriedel, schoss sogar ein Tor. Im neuen Jahr ist auch Jonas Heuer spielberechtigt.

Die Emmendorfer (12.) jagen weiter das 20-Punkte-Ziel von Trainer Thiemo Hauer. Da war das 2:1 gegen Zernien schon mal ein guter Anfang. „Man darf Bodenteich auf gar keinen Fall abschreiben und meine Jungs dürfen sie nicht unterschätzen“, meint Hauer, für den der Gegner unerwartet schlecht dasteht. Verzichten muss der SVE auf Dustin Borbe (5. Gelbe Karte), immerhin mit zehn Treffern bester Schütze.

SVG Oetzen/Stöcken – SV Zernien (So., 14 Uhr)

Vor Kurzem hing der Himmel für Oetzen (7.) noch voller Geigen, doch die Stimmung hat sich nach zwei schwachen Auftritten eingetrübt. Besonders das 0:3 in Rätzlingen stimmte Trainer Sascha Hartig bedenklich: „Die letzte Niederlage war in vielen Bereichen deprimierend. Die kann man nicht von heute auf morgen aus den Klamotten schütteln, da müssen wir durch.“ Er erwartet auch mit Zernien (13.) „einen schwer bespielbaren Gegner“, aber eben auch nichts anderes als drei Punkte. „Wir müssen und werden liefern.“

SG Rätzlingen/Teutonia II – SV Stadensen (So., 14 Uhr)

Nach trüben Wochen sorgte Rätzlingen/Teutonia II gegen Oetzen/St. mit ihrem 3:0 für positive Schlagzeilen.

„Positive Stimmung mitnehmen“: Die SG Rätzlingen/Teutonia II (links Levin Ludwig gegen Suderburg II) möchte nach dem 3:0 zuletzt gegen Oetzen/Stöcken gegen den SV Stadensen nachlegen.

Mit dem Tabellensechsten aus Stadensen wartet nun eine Aufgabe mit vergleichbarem Schwierigkeitsgrad. „Aufgrund des Saisonverlaufes sind die Stadenser klarer Favorit, wir wollen aber die positive Stimmung vom letzten Sonntag mitnehmen und ihnen alles abverlangen“, blickt SG-Coach Oliver Kühn voraus. Er hofft, dass seine Mannschaft die Konzentration dieses Mal über 90 Minuten aufrecht hält, zuletzt gegen Oetzen waren es nur die ersten 45 Minuten.

TuS Ebstorf – TuS Liepe (So., 14 Uhr)

Letztes Jahr hatten die Ebstorfer zweimal leichtes Spiel mit Liepe, gewannen 7:0 und 4:0. Folgt der dritte klare Sieg? Trainer Björn Penkert rät zur Vorsicht: „Liepe hat ein sehr gutes Spiel in Stadensen abgeliefert (2:2, Anm. d. Red.), dadurch sind wir natürlich gewarnt.“ Die Gäste (11.) sind tatsächlich in dieser Spielzeit besser unterwegs als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison, holten vier Zähler mehr. Einen Fehltritt wollen die Klosterkicker im Titelrennen vermeiden. Penkert: „Wir werden also konzentriert ins Spiel gehen und wollen diese drei Punkte unbedingt in Ebstorf behalten.“

Germania Ripdorf – FC SG Gartow (So., 14 Uhr)

Nur noch zwei Zähler vor der Abstiegszone liegt Germania Ripdorf. Immerhin taugte das 1:1 in Breese als kleiner Mutmacher. „Spielerisch war das wirklich gut, es fehlte die Effizienz. Wenn wir es schaffen, dieses Verhältnis anzugleichen, bin ich sehr optimistisch“, sagt Trainer Florian Damm. Der hat durchaus Respekt vor dem Gegner („Gartow hat schon im letzten Jahr gute Abläufe gezeigt, diese müssen wir unterbinden“) und muss durch kleinere Verletzungen und Dienste Abstriche beim Personal hinnehmen.

SV Molzen – TSV Wriedel (So., 14 Uhr)

„Von dem Pokalspiel in Wriedel will ich nichts wissen“, sieht SVM-Vorsitzender Axel Jacobs das lockere 6:0 im Juli nicht als Maßstab an. Vielmehr rechnet er mit einer „engen Kiste“ und „Kleinigkeiten“, die entscheiden werden. Personell gibt es bei den Kleeblättern noch ein paar Fragezeichen.

Die Wriedeler (4.) reisen mit drei Siegen in Folge zum Tabellenführer. Für den TSV-Trainer Thorben Kruckenberg ist dennoch klar: „Molzen ist für mich der klare Favorit.“ Er erwartet einen schweren Gang, bei dem schon eine Topleistung herhalten müsse, um etwas Zählbares mitzunehmen. Dass ein Coup nicht völlig unrealistisch ist, zeigten die Blau-Gelben übrigens vor ein paar Wochen beim TuS Ebstorf, als sie unerwartet mit 5:3 triumphierten.

VON IMMO DE LA PORTE

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