Liga-Talk:

Fußball-Senkrechtstarter Luc Schweden trägt den TuS Bodenteich immer im Herzen

Fußballer führt den Ball am Fuß.
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Mittlerweile wirbelt TuS Bodenteichs Luc Schweden über die Flügel. In seiner Jugend ging er noch als Sechser aufs Feld.
  • VonAron Sonderkamp
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Zwölf Spiele, sieben Saisontore. Und das gleich in der ersten Herrensaison. Luc Schweden macht bei Fußball-Bezirksligist TuS Bodenteich den Senkrechtstarter. Die Position des Außenstürmers musste er allerdings gänzlich neu erlernen, wie er im AZ Liga-Talk verrät.

Bad Bodenteich – Bereits während seiner Jugendzeit beim SV Emmendorf wusste Schweden immer, dass er zurück nach Bad Bodenteich möchte: „Mit 17 hat mich dann Christoph Dietterle angesprochen, er ist mein Nachbar, ob ich nicht mal mittrainieren möchte“, erinnert sich der 18-Jährige. Gesagt, getan.

Nach dem langen Lockdown im vergangenen Jahr trainierte er außer bei den Junioren in Emmendorf einmal wöchentlich bei den TuS-Männern mit. Das war möglich, weil er bei Emmendorf nur mittels eines Zweitspielrechts kickte.

Zur Person: Luc Schweden

Alter: 18.

Beruf: Schüler.

Hobbys: Zocken.

Lieblingsklub: HSV.

Fußballervorbild: Cristiano Ronaldo.

Bisherige Stationen: Bei TuS Bodenteich in der Jugend angefangen. Dann über Zweitspielrecht zum SV Emmendorf gewechselt. Zur ersten Herrensaison zurück nach Bad Bodenteich.

Meine Stärken: Dribbling.

Meine Schwächen: Durchsetzungsvermögen (körperlich).

Ritual vor Anpfiff: /.

Schönster Moment meiner Laufbahn: erstes Herrenspiel inklusive Dreierpack gegen Barendorf.

Die endgültige Umstellung zum Herrenbetrieb in dieser Saison fiel ihm dennoch schwer: „Man merkt das auf jeden Fall, auch dass es körperlich was anderes ist. Hier überzeugen die Spieler eben mit Erfahrung und Präsenz.“

Schweden hat sich allerdings schnell angepasst und erzielte direkt im ersten Saisonspiel gegen Barendorf einen Dreierpack. Was folgten, waren vier weitere Treffer. Für ihn eigentlich ungewöhnlich, spielte er in seiner Jugend doch als Sechser. Vor allem die Umstellung vom defensiven aufs offensive Denken fiel dem Talent zu Beginn schwer: „Ich musste Offensivläufe reinbekommen und Zug zum Tor entwickeln. Und mein Schuss ist immer noch miserabel“, gibt er mit einem Schmunzeln zu. Trotz des kleinen Mankos ist auch Trainer Björn Schwichtenberg angetan: „Luc hat ein äußerst gutes Gespür für Räume. Sobald er den Ball hat, ist es schwer, ihn davon zu trennen. Er ist klein, quirlig und temporeich. Das passt gut in unser Profil.“

Die Durststrecke von sechs sieglosen Spielen wurde letzte Woche beim 2:0-Sieg gegen Eintracht Lüneburg beendet. Wichtig für den Kopf, betont Schweden. Am Sonnabend (6. November) soll beim SC Lüchow (18 Uhr) der nächste Schritt folgen. „Wir wissen alle selbst, dass wir spielerisch die bessere Mannschaft sind. Wir müssen uns auf den Kampf einlassen, dürfen aber das Spielen nicht vergessen“, fordert Schweden.

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