2. Kreisklasse: Spitzenreiter Natendorf vor Schlusslicht gewarnt

Letzter! FCO versteht die Welt nicht mehr

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Beim FC Oldenstadt II (rechts Alexander Kaatz) regiert die Ratlosigkeit: Ausgerechnet jetzt geht es auch noch zum Spitzenreiter SV Natendorf. Der TSV Lehmke (Benett Schulz) will seinen Schwung aus dem Derby-Sieg gegen SV Ostedt mitnehmen und in Jelmstorf punkten.

dlp Uelzen/Landkreis. Déjà-vu in der 2. Fußball-Kreisklasse für den SV Natendorf? Vor zwei Wochen unterlag der Spitzenreiter dem SV Hohnstorf, nun treffen die Blau-Gelben mit dem FC Oldenstadt II erneut auf den Tabellenletzten.

Über einen Ausrutscher würde sich der einzige wirkliche Verfolger TSV Lüder freuen, der mit einem (machbaren) Sieg beim SV Eddelstorf II den Platz an der Sonne erklimmen könnte. Die Begegnung des SV Ostedt gegen den SV Hohnstorf wurde auf den 26. November verlegt, der MTV Himbergen ist regulär spielfrei.

Die Partien im Überblick:

TSV Wriedel II – SC Kirch-/W. II (So, 13 Uhr)

Zwei Wochen hatten die Wriedeler (12.) spielfrei, waren aber nicht untätig. „Die Trainingsbeteiligung war gut“, freut sich Trainer Stefan Cordes. Der bat zuletzt sogar am Sonntag zu einer Einheit. Gegen den SCK (6.) soll für den Vorletzten ein Erfolgserlebnis her. „Wir müssen frisch im Kopf sein und Bock auf Fußball haben“, wünscht sich Cordes. Sören Schlumm und der in der Kreisliga-Mannschaft festgespielte Christian Plate fehlen. Die Gäste befinden sich klar im Aufwärtstrend, holten sieben Punkte aus den letzten drei Spielen. „Ich sehe dem Spiel positiv entgegen“, ist Spielertrainer Jens Rekitzki entsprechend gut gelaunt. Timo Wunderlich und Dennis Matschke nehmen auf eigenen Wunsch eine Auszeit, ansonsten fährt der SCK gut bestückt zum Ernst-Bremer-Platz.

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SV Eddelstorf II – TSV Lüder (So, 13 Uhr)

Weiter ohne Punkt auf eigenem Platz stehen die Eddelstorfer (8.) da, nun kommt mit Lüder ein absolutes Topteam an den Königskamp. „Das wird ein harter Brocken für uns, wenn ich bedenke, dass sie im Schnitt fünf Tore schießen“, urteilt SVE-Trainer Marcel Duisterwinkel. Er sieht seine Mannschaft in einer klaren Außenseiterrolle, den Druck aber beim Gegner. Der gewann fünfmal in Folge, kassierte nur zwei Gegentreffer. Lüders Trainer Thorsten Lück hat übrigens durchaus Respekt vor der SVE-Offensive um Angreifer Denis Burkhardt. Und fordert daher: „Auch gegen Eddelstorf wird wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung nötig sein.“

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TuS Ebstorf II - MTV Barum II (So, 13 Uhr)

Nach zuvor drei sieglosen Partien schlugen die Ebstorfer den TuS Hohnstorf deutlich (5:2) und sprangen wieder auf den dritten Rang. Ebstorfs Trainer Hendrik kennt die Schwere der Heimaufgabe: „Ich schätze Barum als starke Truppe ein. Mit einer konzentrierten und geschlossenen Mannschafsleistung wollen wir unseren dritten Platz festigen.“ Kevin Thur und Fynn-Ole Beckmann fehlen dem TuS. Die Barumer (5.) mussten zwei Wochen lang aussetzen, rätseln, wo sie stehen. „Wir hoffen, dass uns das nicht allzu sehr aus dem Rhythmus gebracht hat“, äußert sich Trainer Jörn Lehmann. Der erwartet einen „unbequemen Gegner“, strebt aber die drei Zähler an.

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SV Jelmstorf – TSV Lehmke (So, 15 Uhr)

Jelmstorf (7.) blieb zuletzt zwar fünfmal unbesiegt, baute aber zu viele (3) Unentschieden ein. So ist der Rückstand zur Spitze nahezu uneinholbar angewachsen. „Wir haben in jedem Spiel eine Phase, in der wir nachlassen und unsere Führung verspielen“, analysiert Spieler Jan Homann die bisher enttäuschende Saison. Die Lehmker (10.) tankten durch den Derby-Sieg gegen Ostedt neues Selbstvertrauen. Personell müssen die Gäste im Vergleich zum Vorsonntag allerdings Abstriche hinnehmen. Unter anderem fehlen Jannes Sahm und Thorben-Lennart Schmieta (beide Studium). „Trotzdem werden wir versuchen, zumindest einen Punkt mit nach Lehmke zu bringen“, kündigt Betreuer Arne Scheele an.

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SV Natendorf – FC Oldenstadt II (So, 15 Uhr)

Erster gegen Letzter, eigentlich eine klare Sache. Doch vor 14 Tagen unterlagen die Natendorfer dem damaligen Schlusslicht Hohnstorf. Spielertrainer Philip Ziggert möchte einiges besser machen: „Wir müssen den Gegner früh stören, die Räume im Mittelfeld eng machen und vor dem Tor unsere Chancen nutzen.“ Nur Oliver Puck und Dennis Lange fehlen. In Oldenstadt versteht man beim Blick auf die Tabelle die Welt nicht mehr. „Ich hoffe, dass jetzt auch der Letzte verstanden hat, dass wir nur als Mannschaft besser werden!“, hofft Florian Reimer vom Trainerteam nun auf die Wende. Sein Team könne als Außenseiter befreit aufspielen, der Druck liege bei Natendorf.

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