Bezirksliga: Suderburger Machtdemonstration beim 4:0-Sieg in Barum macht Appetit auf mehr

„Lecker Ball, Nowak“

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Einen Schritt schneller: VfL-Mittelfeldspieler Thomas Suchan (links) schüttelt den MTVer Gerrit Michels ab. Mehr Fotos vom Derby unter: www.az-online.de (unter Lokalsport Uelzen).

Barum. Als hätte es die mehrmonatige Winterpause nie gegeben. Mit einer Machtdemonstration hat der VfL Suderburg seine Ansprüche auf den Vizetitel in der Fußball-Bezirksliga untermauert und den MTV Barum auswärts mit 4:0 (2:0) deklassiert.

Die Suderburger waren das spielbestimmende Team und setzten den MTV früh unter Druck. Den Barumern fiel offensiv nichts ein, sodass der Führungstreffer nach 29 Minuten verdient war. Nach einer Freistoß-Hereingabe von Thomas Nowak rettete Torwart Paul Alvermann zunächst glänzend gegen den köpfenden Thomas Suchan. Im Nachschuss grätschte Jonas Boehnke am langen Pfosten den Ball aus einem Meter über die Linie. „Lecker Ball, Nowak“, jubelte Jaroslav Detko in der eigenen Spielhälfte dem Vorlagengeber zu. Der glänzende Auftritt des Tabellendritten im Waldstadion macht Appetit auf mehr, da der VfL Lüneburg (2.) zuhause gegen Lüchow patzte (1:1) und auch das Feld dahinter sieglos blieb. „Alle haben für uns gespielt“, war Suderburgs Spielertrainer hochzufrieden.

Detko musste im VfL-Tor aushelfen, da sich Stammkeeper Malte Leskien im Training am Knöchel verletzte und mehrere Wochen ausfallen wird. Der Aushilfskeeper hatte nach 33 Minuten Riesenglück. Boehnke hatte mit einem (zu kurzen) Leichtsinnspass beinahe den Ausgleich ermöglicht. Julian Wulf lief auf Detko zu, schloss aber kläglich ab und schoss neben den linken Pfosten (33.). Beim 0:2 durch Lukas Müller monierten die Barumer eine Abseitsposition (38.) und ärgerten sich über eine vergebene Kopfballchance von Ulf Nerlich nach Detkos Blitzreflex (41.).

Auch nach dem Wechsel spielten die Gäste im Stile einer Spitzenmannschaft. Kurz vor Ende gelang Dennis Ohneseit ein Doppelpack zum 4:0-Endstand. Zwar bemängelte Detko in gewissen Phasen die mangelnde Cleverness und vermisste einige Pässe in die Schnittstellen der gegnerischen Abwehr, war aber insgesamt beeindruckt von der Suderburger Gesamtleistung. „Wir waren von der ersten Minute an präsent. Die Jungs waren heiß und zeigten Siegeswillen.“

Enttäuschung pur dagegen auf Barumer Seite. Speziell nach dem offensiven Offenbarungseid. „Es gelingt uns nicht, den Ball dreimal in Folge in den eigenen Reihen zu halten“, monierte Trainer Andreas Lindenau und kritisierte die Wintervorbereitung einiger seiner Spieler. „Konditionell hätte der eine oder andere etwas für sich tun müssen. Das muss jeder erkennen.“

Von Arek Marud

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