Nach Rasenproblemen: Regionalligist trainiert ab Donnerstag bei Union in den Sandschellen

LSK: Umzug von Altenmedingen nach Bad Bevensen

Erste Teambesprechung: Am Montagabend startete der Lüneburger SK in Altenmedingen mit der Saisonvorbereitung. Diese wird aufgrund des schlechten Rasens nun bei Union Bevensen fortgesetzt. Foto: Marud

Altenmedingen – Sie hatten die Anlage wochenlang vorbereitet und den Rasen auf Vordermann gebracht. Der Nutzungsvertrag lag zur Unterschrift bereit. Alles vergebens: Der TSV Altenmedingen wird zu Überraschung aller nun doch nicht Sommer-Gastgeber des Lüneburger SK.

Der Fußball-Regionalligist gab den TSVA-Verantwortlichen beim offiziellen Trainingsauftakt am Montagabend schweren Herzens einen Korb. Grund ist der schlechte Rasenzustand.

Die Lüneburger werden ihren Trainingsbetrieb nun bei Union Bevensen auf dem Sportplatz in den Sandschellen fortsetzen. Schon am Donnerstag findet dort die erste Trainingseinheit statt, bestätigte Unions Spielausschussobmann Helge Hinrichs am späten Dienstagabend gegenüber der AZ. Am Dienstagvormittag hatte sich LSK-Vizepräsident Alexander Diercks ein Bild vor Ort gemacht und den Union-Platz für gut befunden.

Gäste und Gastgeber (von links): Qendrim Xhafolli (LSK-Trainer), Rainer Zobel (LSK-Teamchef), Christian Klie (1. Vorsitzender TSV Altenmedingen), Henning Constien (Schatzmeister LSK), Thomas Tippe (2. Vorsitzender TSVA), Alexander Diercks (LSK-Vizepräsident).

In Altenmedingen genügte der Rasen trotz aller Anstrengungen nicht den Ansprüchen eines Regionalligisten: große Sandlöcher, undichte Stellen: „Das Verletzungsrisiko ist einfach zu groß“, erklärte der LSK-Schatzmeister Henning Constien am Rande der ersten Trainingseinheit. Ausweichquartier wird wohl der Sportplatz von Union Bevensen (siehe Extrakasten).

Die Verantwortlichen des TSV Altenmedingen hatten im Vorfeld Hand in Hand mit den LSK-Verantwortlichen den pflegebedürftigen Rasen auf Vordermann gebracht. „Wir haben im Frühjahr mit den Vorbereitungen begonnen. Da war der Platz noch sumpfig und rutschig. Wir haben ihn saniert und getrimmt“, schildert der 1. TSVA-Vorsitzende Christian Klie. Lüneburgers kurzfristige Absage kann er nachvollziehen. „Es gibt zu viele undichte Stellen und wir hatten mit Wühlmäusen zu kämpfen. Mir wäre es aber lieber gewesen, der LSK hätte uns das früher gesagt. Es war vertraglich schon alles aufgesetzt.“

Constien bedankte sich für die „sehr gute Zusammenarbeit“ und das Altenmedinger Interesse. „Dafür sind wir dankbar. Ich hätte hier gern trainiert, denn die Anlage ist richtig idyllisch.“ Im Sommer 2021 könnte es einen zweiten Anlauf geben. Klie zeigt Interesse. „Wir würden jetzt schon mit den Vorbereitungen beginnen“, kündigte er an. Ganz umsonst war der Aufwand nicht. „Für uns ist das trotzdem eine Zukunftsinvestition“, erklärte Klie mit Blick auf das Vereinsleben.

Die Lüneburger müssen in der Vorbereitung auf andere Plätze ausweichen, weil die beiden arg strapazierten Sportplätze in der Goseburg in der Sommerpause dringend geschont werden müssen.

Zwölf Neuzugänge waren bei der ersten Trainingseinheit am Start. Darunter Alessandro Otte aus Suderburg, Malte Meyer (SV Eddelstorf) und der in Bienenbüttel wohnende Paolo Rieckmann, der wegen eines Kreuzbandrisses Zuschauer war. Was die drei mit dem LSK in Zukunft vorhaben, lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der AZ. VON AREK MARUD

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