Handball-Landesliga: Beim TVU stehen gegen Adelheidsdorf die Torhüter im Blickpunkt

 Kumpel und Konkurrenten

Für TVU-Torhüter Dominic Sommerburg sind die Spiele gegen seinen Heimatverein HSG Adelheidsdorf/Wathlingen immer ein Spagat; in der letzten Saison sah er im Landespokalwettbewerb übermotiviert schon nach drei Minuten die Rote Karte. Fotos: B. Klingebiel

Uelzen. Seit dem 6. Dezember letzten Jahres haben die Landesliga-Handballer des TV Uelzen kein Heimspiel mehr ausgetragen.

Das lange Warten hat ein Ende: Mit der Partie gegen die HSG Adelheidsdorf/Wathlingen beendet die Mannschaft von Spielertrainer Lasse Behrens am heutigen Sonnabend vor heimischem Publikum nachträglich die Hinserie. Spielbeginn ist um 19. 15 Uhr in der HEG-Halle.

Behrens steht das beste Aufgebot zur Verfügung. Der Ex-Profi freut sich auf die Heimpremiere 2015: „Die Vorzeichen stehen gut für uns, wenn die Einstellung erneut stimmt.“

Die wird bei Dominic Sommerburg auf keinen Fall fehlen. Vielmehr gilt es, Uelzens Torhüter zu bremsen. Die HSG ist sein Heimatverein. In der letzten Saison flog er im Pokalduell (29:19) gegen seinen „Ex“ schon nach drei Minuten mit Rot vom Parkett. Sommerburg hatte beim Tempogegenstoß der HSG jenseits des Kreises einen Gegenspieler zu Fall gebracht. „Das war dumm und ich war deutlich übermotiviert“, blickt der Torhüter selbstkritisch zurück.

„Gegen Adelheidsdorf sind das nicht so seine Glücksspiele“, grübelt Behrens denn auch. Er will heute erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden, ob Sommerburg oder Björn Dauven in der Startformation auflaufen wird.

Sommerburg weiß, woher der Wind weht: „Ich freue mich immer auf die Spiele gegen Adelheidsdorf. Leider konnte ich gerade in diesen Spielen noch nicht wirklich an mein Niveau anknüpfen, weil ich deutlich aufgeregter bin.“ Ihm fehle „da noch ein bisschen die Erfahrung und Ruhe“ für „persönlich größere Spiele“.

Das Verhältnis zwischen Sommerburg und Dauven leidet unter dem Wechselspiel nicht. „Das ist super! Wir beide studieren zusammen – wie auch Lukas Specht – in Göttingen und sehen uns fast täglich“, sagt Sommerburg.

An den Wochenenden fahren die TVU-Tormänner gemeinsam aus Südniedersachsen nach Uelzen, um freitags mit der Mannschaft zu trainieren und zu spielen. Sommerburg: „Mit Björn spiele ich ja seit der C-Jugend zusammen. Als ich mit 13 nach Uelzen wechselte, haben mich die Dauvens, aber auch Familie Specht, herzlich aufgenommen. Ich konnte dort des öfteren übernachten.“ Die Torhüter sind auch außerhalb des Handballs gute Kumpel. Sommerburg: „Mit Björn habe ich das Gefühl, ein wirkliches Torhüterduo zu bilden, das sich aufeinander verlassen kann.“

Die TVU-Sieben und die HSG Adelsheidsdorf gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Mit jeweils 8:16 Punkten belegen sie die Tabellenplätze neun und zehn. Beide verfügen über sattelfeste Abwehrreihen, wobei die Uelzener das Kunststück schafften, mit vier Siegen und acht Niederlagen ein positives Torverhältnis (+1) zu bewahren; die HSG kommt auf ebenfalls respektable -15 Tore. In der letzten Saison siegte der TVU in Wathlingen mit 21:13, kassierte aber eine böse 17:30-Heimpleite. Behrens sieht beide Teams gleichauf: „Das wird eine spannende Kiste.“

Doch es gibt auch Unterschiede: Adelheidsdorf gewann dort, wo der TVU verlor – gegen Tostedt und Dannenberg. Zuletzt gab es für die Gäste eine im Rahmen gebliebene 25:31-Heimniederlage gegen Spitzenreiter Wietzendorf, während sich der TVU nach vier Pleiten beim 29:21-Triumph in Salzwedel den Frust von der Seele schoss.

Von Bernd Klingebiel

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