Bezirkspokal: Eddelstorf belohnt sich mit Teutonia-Spiel

Kühns Ritterschlag für Gegner Suderburg

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Reicht die Kraft nach einem kräfteraubenden Trainingslager? Der TuS Bodenteich (links Marco Arndt) muss sich am Sonntag gegen den MTV Barum (Lasse Keunecke) gewaltig strecken. 

Uelzen/Landkreis. Schafft Suderburg gegen Emmendorf die Überraschung? Kann Eddelstorf Teutonia stoppen, hat sich Bodenteich von den Niederlagen beim Ramelow-Cup erholt? Am Sonntag steigt die 1. Hauptrunde im Bezirkspokal.

TuS Bodenteich – MTV Barum (So., 18 Uhr)

Sie werden schwere Beine haben. So viel steht fest. Der TuS Bodenteich ist im Trainingslager am Bernsteinsee, bevor es zum Pokalduell mit Barum kommt. Und testet am Freitag und Sonnabend gegen den VfL Knesebeck und den VfL Wahrenholz. „Das ist absichtlich so gesetzt“, verkündet TuS-Trainer Daniel Fleischer, der in der Vorbereitung gezielt auf körperliche Anstrengung bei seiner Mannschaft setzt, aber das Pokalspiel deshalb noch lange nicht herschenken will: „Wir nehmen das schon ernst. Das ist kein Testspiel für uns.“ Dass das erste Pflichtspiel so früh kommt, schmeckt Fleischer deshalb überhaupt nicht: „Man probiert ja noch viel.“ Beim Turnier des SV Holdenstedt hatte der TuS zuletzt enttäuscht und teils klare Niederlagen kassiert. Auch gegen Barum gab es ein 0:1. Für Bodenteichs Trainer kein Beinbruch: „Entscheidend wird der Saisonstart sein.“

SV Eddelstorf – Teutonia Uelzen (So., 15 Uhr)

Teutonia statt Lüder, Jelmstorf, Gerdau oder Böddenstedt. Dank des Aufstiegs darf sich der SV Eddelstorf nun mit den besten Uelzener Teams messen. „Dafür hat die Mannschaft auch eine ganze Saison lang gearbeitet, um solche Spiele zu haben. Deshalb sind wir als kleiner Verein auch stolz drauf“, erklärt Eddelstorfs Vorsitzender Michael Strzalla. Dafür wird es aber auch schwerer, im Pokal weiter zu kommen. Strzalla stört sich nicht im Geringsten daran. „Ich rechne mir nicht allzu viel aus. Aber auf solche Spiele freut man sich.“

Teutonia brennt in der Vorbereitung ein Feuerwerk nach dem anderen ab. 10:1 im Finale des Ramelow-Cups gegen Holdenstedt, am Mittwoch ein 7:2 bei Union Bevensen in der Pokal-Qualifikationsrunde. Doch Trainer Frank Heine war mit dem Gesamtauftritt in Bad Bevensen überhaupt nicht einverstanden. „Das hohe Ergebnis blendet. Zwar waren die ersten vier Tore traumhaft schön. Aber die Rückwärtsbewegung hat mir definitiv nicht gefallen.“ Heine bemängelte auch einige Ballstafetten. Die aus täglichen Einheiten resultierenden müden, schweren Beine wollte er nicht als Ausrede gelten lassen. „Wir müssen gegen Eddelstorf eine ganz andere Leistung zeigen. Das ist eine schöne Herausforderung.“

VfL Suderburg – SV Emmendorf (So., 15 Uhr)

Um es mit Heines Worten auszudrücken. Auch Emmendorf steht vor einer „schönen Herausforderung“. Trainer Danny-Torben Kühn hat die Suderburger in der neuen Saison gewaltig auf der Rechnung. „Sie haben einen großen Kader, viele junge Spieler und mit Thomas Nowak im defensiven Mittelfeld einen energischen Spieler. Dazu gefährliche Spitzen.“ Kühns Gesamteinschätzung: „Ich denke, sie schielen mit einem Auge Richtung Landesliga.“ Für Kühn selbst ist es die Pflichtspielpremiere mit dem SVE. „Auch die Spieler fiebern dem Start entgegen. Klares Ziel ist das Weiterkommen.“ In Holdenstedt schlugen die Emmendorfer Anfang Juli den VfL in der Vorrunde mit 2:1. Rückschlüsse aufs Sonntagsspiel lassen sich aber kaum ziehen. „Das war alles ein Test. Beide Mannschaften haben durchgetauscht.“

Die Suderburger bewerten ihre eigene sportliche Situation nach dem 4:1-Bezirks-Qualierfolg in Rosche deutlich zurückhaltender. „Wir sind der klare Außenseiter und müssen kompakt in der Defensive stehen. Aber da mache ich mir keine Sorgen. Denn wir stehen schon lange kompakt“, sagt Torhüter Malte Leskien. In den Bezirksliga-Duellen sah sein Team gegen Emmendorf immer gut aus. „Vielleicht liegt es daran, dass in Emmendorf viele ehemalige Suderburger spielen. Man kennt sich untereinander. Das ist also ein zusätzlicher Anreiz.“

Von Arek Marud und Christian Thiemann

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