Fußball – Uelzener Teams rüsten sich für die Testspiele unter Corona-Auflagen

Kreide, Kreuze, Kissen

Beim Testspiel gegen Union Bevensen erwartet der TSV Wrestedt/Stederdorf mehr als 50 Zuschauer. Zuschauer, die sonst auf der fünfstufigen Tribüne stehen, erhalten extra Sitzkissen. Der Sitzplatz wird mit einem Kreuz im Abstand von je zwei Metern markiert.
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Beim Testspiel gegen Union Bevensen erwartet der TSV Wrestedt/Stederdorf mehr als 50 Zuschauer. Zuschauer, die sonst auf der fünfstufigen Tribüne stehen, erhalten extra Sitzkissen. Der Sitzplatz wird mit einem Kreuz im Abstand von je zwei Metern markiert.

Uelzen/Landkreis – Das hat es im Uelzener Fußball nicht gegeben. An diesem Sonntag könnten mehrere Testspiele „ausverkauft“ sein. Die Organisation der Spiele in Zeiten von Corona erfordert so manch pfiffige Idee und einen Schuss Improvisation.

Ausverkauft trotz weniger Fans: Dieses Szenario ist am Sonntag möglich. Die Corona-Verordnung erlaubt maximal 50 Zuschauer pro Spiel, falls keine Sitzplätze vorhanden sind. Und die sind ruckzuck beisammen.

An diesem Sonntag finden mehrere Uelzener Duelle statt. Gut möglich, dass die 50 geknackt wird. Allen voran bei der Partie des TSV Wrestedt/Stederdorf gegen Union Bevensen am Sonntag um 16 Uhr. Es ist keine Überraschung, dass die Gastgeber mit mehr als 50 Fans rechnen. Dafür müssen sie aber auch Sitzplätze errichten.

Provisorische Sitze

Der Verein hat Sitzkissen bestellt, die er an Fans am Eingang verteilen wird. Mit Kreide aufgemalte Kreuze im 2-Meter-Abstand entlang der fünfstufigen Tribüne markieren die Sitzordnung. Das schafft Platz für 75 bis 90 Fans, schätzt der TSV-Trainer Peter Kramer. Außerdem ist nur ein Zugang zur Anlage frei. „Man muss an viele Kleinigkeiten denken“, erklärt Kramer.

Keine Sorgen hat Sperber Veerßen vor dem Testspiel gegen TSV Lehmke (Sonntag, 15 Uhr). Alischer Muradow geht davon aus, dass weniger als die erlaubte Anzahl an Fans vor Ort sein werden. „Ich glaube nicht, dass wir 50 Zuschauer haben werden“, meint der kommissarische Spielertrainer – ein Erfahrungswert. Über 50 zuschauende Menschen bei Sperbers Testspielen sind in der Regel eine Seltenheit, meint Muradow. Trotzdem werden Vorkehrungen getroffen. So ist unter anderem der Platzwart dafür verantwortlich, auf die Abstandsregeln zu achten.

Bei der SVG Oetzen/Stöcken bleibt man gelassen. Es ist zwar kein Uelzener Duell. Dafür kommt am Sonntag (15.30 Uhr) Bezirksliga-Aufsteiger Vastorfer SK. SVG-Coach Sascha Hartig rechnet nicht damit, dass die Partie „ausverkauft“ sein wird. „Ich bin mir sicher, dass die meisten Fans zuhause bleiben.“ Trotzdem werden zwei Ordner die Besucherzahlen im Blick behalten. Sollten es mehr als 50 sein, „sagen wir, es geht nicht“, betont Hartig, der das Thema ernst nimmt. „Wir handeln streng nach Vorschrift.“

Unterdessen hat der VfL Suderburg angekündigt, seine Testspiele ohne Fans auszutragen. Mit einer Ausnahme. Mehr dazu in der Freitagsausgabe der AZ und im E-Paper. VON AREK MARUD

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