Spielabbruch: MTV Dannenberg sorgt für Skandal in Oldenstadt: Vier Mal Rot

Kopfnuss gegen den Schiri: „Wer nicht zahlt, wird aus dem Verein geworfen“

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Tumulte nach Spielabbruch: Dannenberger Spieler wollen das vorzeitige Spielende nicht wahrhaben. Ordner müssen das Schiedsrichtergespann schützen.

Uelzen-Oldenstadt. Skandal in der Heide-Wendland-Liga. Die Fußballpartie des FC Oldenstadt gegen den MTV Dannenberg wurde zehn Minuten vor Schluss beim Stande von 2:1 für den FCO abgebrochen, nachdem ein Spieler des MTV Dannenberg dem Schiedsrichter eine Kopfnuss verpasst und dafür auch noch die Rote Karte gesehen hatte.  

Es war der Höhepunkt eines skandalösen Dannenberger Auftretens. Denn die Gäste sahen nach der Pause insgesamt vier Rote Karten wegen Tätlichkeiten. Nach dem Spielabbruch kam es auf dem Rasen zu Tumulten. MTV-Spieler belagerten das Schiedsrichter-Gespann. Ordner liefen aufs Spielfeld, um die Unparteiischen zu schützen und begleiteten sie anschließend in die Kabine. „Da war die Hölle los. So etwas kennt man normalerweise nur aus dem Fernsehen“, war Oldenstadts Trainer André Kobus fassungslos und schockiert.

Dannenbergs Abteilungsleiter Friedrich Lindemann kritisierte scharf das Verhalten seiner Kicker. „Ich habe kein Verständnis für dieses Verhalten. Das sind gestandene Landesliga-Spieler, die eigentlich Vorbild für die Jugend sein sollten.“ Lindemann wollte nichts beschönigen und kündigte Konsequenzen an. „Der Schiedsrichter hat vorbildlich gepfiffen und alles richtig gemacht. Die Spieler zahlen die Strafen alleine. Wer nicht zahlt, wird aus dem Verein geworfen.“

Von Arek Marud

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Kopfnuss gegen Schiri: die Bilder vom Skandalspiel in Oldenstadt

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