Teutonia II erwartet SCK / Abstiegshit in Lehmke / Suhlendorf mit Sorgen zum Angstgegner

Komplimente fliegen hin und her

Viel zu bejubeln hat der SV Stadensen (Mitte Nick Meyer mit Marten Zander). Die Rot-Weißen haben bereits 22 Treffer erzielt, sind auf Rang vier vorgerückt und fiebern dem Spitzenspiel gegen den noch unbesiegten Überraschungszweiten TSV Jastorf entgegen.
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Viel zu bejubeln hat der SV Stadensen (Mitte Nick Meyer mit Marten Zander). Die Rot-Weißen haben bereits 22 Treffer erzielt, sind auf Rang vier vorgerückt und fiebern dem Spitzenspiel gegen den noch unbesiegten Überraschungszweiten TSV Jastorf entgegen.

Uelzen/Landkreis – Mit einer Woche Verspätung wegen einer kurzfristigen Spielverlegung feiert Michael Kottlick sein Debüt als Trainer des TV Rätzlingen. Und gleich geht es zur Sache, denn in Lehmke steigt am 7. Spieltag der 1. Fußball-Kreisklasse Süd ein echter Abstiegshit.

Noch ungeschlagen sind Teutonia Uelzen II und der SC Kirch-/Westerweyhe. Nun steht die schöne Serie im direkten Duell auf dem Prüfstand. Bei den Trainern fliegen die Komplimente schon vor dem Anpfiff hin und her.

Das Spitzenspiel der Runde steigt aber in Stadensen, wo der gastgebende Vierte den Rangzweiten TSV Jastorf empfängt. Unter schlechtem Stern steht das Gastspiel der schwächelnden Suhlendorfer beim FC Gartow.

TSV Lehmke – TV Rätzlingen (Sbd., 16 Uhr)

Nächster Abstiegshit für die Lehmker. Nach dem 4:2 in Emmendorf soll dem Drittletzten mit einem weiteren Erfolg der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz gelingen.

„Das Spiel in Emmendorf hat Mut gemacht“, findet TSV-Betreuer Arne Scheele. Der kommende Gegner samt neuem Coach gibt ihm aber Rätsel auf: „Die Rätzlinger kann man leider schlecht einschätzen. Jetzt durch den Trainerwechsel noch schlechter.“ Personell sieht es beim TSV besser aus als letzte Woche.

Gäste-Trainer Michael Kottlick musste sein Debüt auf der Bank des Vorletzten nach dem vorsorglichen coronabedingten Ausfalls gegen Teutonia Uelzen II notgedrungen um eine Woche verschieben. „Nach wie vor warten wir auf unseren ersten Punkt. Wir werden alles investieren für einen Erfolg“, äußert er sich. Kottlick sieht die Wichtigkeit der Partie („Ein Spiel um die Nichtabstiegsplätze“), bangt aber um einige angeschlagene Akteure.

SV Teutonia Uelzen II – SC Kirch-/W.w. (So., 13 Uhr)

Beide Teams sind immer noch ungeschlagen, allerdings verhinderten einige Punkteteilungen eine bessere Tabellenplatzierung. Thorsten Raabe, Trainer der Teutonen, erwartet eine knifflige Aufgabe, lobt den gegnerischen Coach: „Ein Gegner, gegen den alles passen muss. Sollte Carsten Behnke nur zehn Prozent seines Könnens auf die Mannschaft übertragen, wird es ein verdammt schwerer Gang.“

Da will der Erwähnte nicht zurückstehen, spielt den Ball zurück: „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit von Coach Raabe. Diesem jungen Haufen so schnell das Niveau der 1. Kreisklasse einzuimpfen, das zeigt die Klasse des Trainers.“ Etwas genervt zeigt sich Behnke dagegen von den jüngsten Abwehrproblemen mit acht Gegentreffern in den letzten beiden Spielen: „Wir müssen unbedingt mehr als Mannschaft verteidigen, dann sollte die Serie der ungeschlagenen Spiele halten können. Wir spielen auf Sieg.“

TuS Wieren – VfL Suderburg II (So., 15 Uhr)

Drei Siege mit 12:1 Toren – die Wierener sind wieder in der Spur und verbesserten sich auf Rang fünf. Eine Verlängerung der Serie wird kein Selbstläufer, glaubt Trainer Mike Schneider: „Ich erwarte Sonntag mal wieder ein engeres Spiel. Suderburg scheint personell wieder besser besetzt zu sein, sie können mit ihrer Mannschaft an einem guten Tag jeden ärgern. Wir sind gewarnt.“ Personell gibt es noch einige Fragezeichen im TuS-Kader.

Die Suderburger beendeten ihren kleinen Negativlauf mit einem 4:1 in Suhlendorf. „Durch die drei Punkte können wir etwas entspannter in die Partie in Wieren gehen“, findet Trainer Jörn Drögemüller. Er wähnt sein Team in einer Außenseiterrolle: „Es wird schwer, da etwas mitzunehmen. Mit einem Punkt wäre ich sehr zufrieden.“ Mehrere Wochen ausfallen wird Moritz Röper, der sich in Suhlendorf verletzte.

SV Stadensen – TSV Jastorf (So., 15 Uhr)

Wer hätte das gedacht? Das Spitzenspiel der Runde steigt in Stadensen, wo der Vierte auf den Zweiten trifft. SVS-Trainer Felix Lüring zeigt Respekt: „Mit Jastorf kommt der nächste Brocken in den Storchenpark. Eine ungeschlagene, erfahrene Truppe, die als Favorit bei uns gastiert.“ Er möchte aber die Punkte natürlich nicht kampflos hergeben, kann auf einen vollen Kader zurückgreifen.

Auch die Jastorfer stellen sich auf eine umkämpfte Partie ein. „Stadensen wird für uns eine harte Nuss. Sie sind offensiv mit 22 geschossenen Toren richtig gut drauf. Aber unsere Defensive kann sich auch sehen lassen. Ich denke, dass es ein knappes Spiel wird. Wir wollen jedoch ungeschlagen bleiben und werfen wieder alles in die Waagschale“, meint Coach Malte Weber.

Personell sieht es wie so oft eher eng aus, denn Dirk Ranglack, Martin Schwochow, Patrick Mainusch und Friedrich-Wilhelm Strampe fallen definitiv aus. Ein Fragezeichen steht hinter Rachid El Hiba.

FC SG Gartow – TSV Suhlendorf (So., 15 Uhr)

Vier Pleiten in Folge, dabei nur zwei mickrige Tore erzielt – die Talfahrt der Suhlendorfer (11.) beschleunigt sich. Ausgerechnet jetzt gehen den Ostkreislern auch noch die Spieler aus. Mit Yeshe Warnecke (fehlt mindestens sechs bis acht Wochen wegen einer Muskelverletzung), Jens-Uwe Weickardt und Jan-Patrick Mirow (beide Dienst) sind gleich drei Leistungsträger nicht dabei.

Und dann wartet auch noch der Angstgegner. Trainer Stephan Lindemann ist angesichts der Vorzeichen pessimistisch gestimmt: „Gegen Gartow haben wir noch nie einen Punkt geholt. Schlechter können die Voraussetzungen nicht sein. Ein Punkt in der Ferne wäre in der momentanen Situation eine Überraschung.“

TuS Liepe – SVG Oetzen/St. (So., 15 Uhr)

Nach vier Remis punktete die SVG (7.) am vergangenen Sonnabend beim 1:0 gegen Ripdorf mal wieder dreifach. „Der Sieg war enorm wichtig. Man merkte, welche Last von den Schultern gefallen ist“, äußert sich Sascha Hartig vom SVG-Trainerteam. Die SVG möchte natürlich nachlegen, allerdings gehört Liepe nicht zu den Lieblingsgegnern des Kreisvertreters. Schließlich gab es in den letzten drei Spielen keinen Sieg, in der vorletzten Spielzeit ging die SVG sogar mit 0:4 unter. Hartig erwartet einen tief stehenden Tabellen-13., fordert Geduld, ist sich aber sicher: „Wir sollten in der Lage sein, dort unser Spiel durchzusetzen.“

Germania Ripdorf – TuS Bodenteich II (So., 15 Uhr)

Nur knapp schrammten die Ripdorfer (12.) in Oetzen (0:1) an einem Überraschungspunkt vorbei. Mit Spitzenreiter TuS Bodenteich II wartet nun gleich die nächste richtig hohe Hürde auf die Schwarz-Weißen.

„Ich ahnte vor der Saison schon, dass die Bodenteicher qualitativ besser aufgestellt sein würden. Die momentane Serie des jungen Teams überrascht mich aber doch ein wenig und hätte ich so nicht erwartet“, ordnet Germanen-Trainer Daniel Wenck ein.

Die weiße Fahne hisst er aber noch lange nicht. „Die Leistungskurve der letzten zwei Wochen geht bergauf. Wir müssen im Torabschluss noch cleverer werden und uns für unseren Aufwand endlich mal belohnen. Bekommen wir das hin, dann können wir uns Sonntag auch einen Punktgewinn erhoffen.“ Der Kader ist nahezu komplett.

Beim TuS hebt Trainer Hadi Karamac mahnend den Zeigefinger: „Ich habe meine Mannschaft gewarnt, dass nicht alles von allein läuft, schließlich wollen jetzt alle Mannschaften uns die erste Niederlage der Saison beibringen. Wir müssen gegen jeden Gegner auf dem Platz beweisen, dass wir zurecht oben sind.“

TSV Wriedel – SV Emmendorf II (So., 15 Uhr)

Nur einen Punkt aus den letzten beiden Spielen holten die Wriedeler, rutschten auf Rang drei ab. Trotz der jüngsten 0:2-Niederlage in Bodenteich fand Trainer Mathias Grabs den Auftritt „gar nicht so schlecht“, seine Mannschaft hätte einen Zähler verdient gehabt.

Immer mehr drängt sich jedoch die Verletztenmisere in den Vordergrund. Nach aktuellem Stand fehlten bereits zwölf (!) Akteure. „Größtes Ziel sind keine weiteren Verletzten“, meint dann auch Grabs, der auf Unterstützung aus der Reserve hofft, ansonsten aber aufgrund der tabellarischen Situation die Favoritenrolle annimmt.

Auch den Emmendorfern geht das Personal aus. „Die Verletztenliste wird leider immer länger“, bedauert Trainer Dennis Figge. Er erwartet „ein extrem schweres“ Spiel, baut aber auf die beim etwas unglücklichen 2:4 gegen Lehmke gezeigten positiven Ansätze. „Wir wollen versuchen, Wriedel das Leben schwer zu machen.“

VON IMMO DE LA PORTE

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