SCK empfängt SVG / Wriedel vor Topspiel heiß auf die Spitze

Erster Showdown um Platz vier in der 1. Fußball-Kreisklasse

Ein Spieler schießt den Ball vor einem herankommenden Spieler nach vorne.
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Der TSV Jastorf (rechts El-Hiba) braucht einen Sahnetag, um Wieren zu bezwingen. Germania Ripdorf (Lukas Piehl) ist gegen Liepe Favorit.

In der 1. Fußball-Kreisklasse Süd kämpfen Kirch-/Westerweyhe und Oetzen/Stöcken um den so wichtigen vierten Rang, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt.

Uelzen/Landkreis - Am Sonntag treffen beide Teams am Westerweyher Kämpenweg im direkten und mutmaßlich wegweisenden Duell aufeinander.

Die Staffel 2 kommt mit einem echten Spitzenspiel daher: Die seit sechs Spielen ungeschlagenen Wriedeler reisen als Zweiter zum Tabellenführer FC SG Gartow, wollen sich für die 1:2-Hinspielniederlage revanchieren und wieder die Tabellenführung übernehmen.

Staffel 1
TuS Bodenteich II –
TSV Suhlendorf (So., 13)

Seit acht Spielen sind die Bodenteicher (2.) ungeschlagen, nehmen unbeirrt Kurs Richtung Aufstiegsrunde. Von einem Selbstläufer gegen den Sechsten möchte Trainer Hadi Karamac aber nichts wissen: „Schon im Hinspiel (3:1) haben wir gemerkt, wie unangenehm die Suhlendorfer sein können. Wir sind gewarnt, jedes Spiel muss erst mal gespielt werden.“ Hauke Wöllmann, Lars Besenthal, Mathies Hinrichs, Nico Krüger fehlen verletzt, Simon Krause ist krank und Lars Lettau angeschlagen.

Die Suhlendorfer holten in Stadensen (0:0) und gegen Kirch-/Westerweyhe (2:2) respektable Ergebnisse, so richtig begeistert ist Trainer Stephan Lindemann aber dennoch nicht. „Mir gehen die ganzen Unentschieden langsam auf die Nerven. Einen Dreier einzufahren, wäre auch fürs Selbstvertrauen noch mal wichtig.“ Er hält auf dem kleinen B-Platz im Waldstadion ein „wildes Spiel“ für möglich, muss aber auf Pierre König (Riss des vorderen Kreuzbandes) und Jannes Schulze verzichten, der Einsatz von Jan-Patrick Mirow steht auf der Kippe.

TV Rätzlingen –
Teutonia Uelzen II (So., 15)

Letzter gegen Erster – beide Mannschaften trennen tabellarisch und leistungsmäßig Welten. Die punktlosen Hausherren können eigentlich nur auf ein Fußballwunder hoffen. „Wir erwarten die für mich stärkste Mannschaft der Hinrunde. Es wird sehr schwer. Wir werden versuchen, in der Defensive gut zu stehen und den einen oder anderen Konter zu setzen“, blickt TVR-Trainer Michael Kottlick voraus. Er bangt um den Einsatz von Stürmer Maximilian Meyer (vier Saisontore), dafür könnte der zuletzt mit Abwehraufgaben beschäftigte Hendrik Koch weiter nach vorn rücken.

„Wir sind Favorit und wollen dieser Rolle auch gerecht werden“, redet Teutonen Trainer Florian Reimer nicht lange um den heißen Brei herum. Aufgrund des ausgeglichenen und zur Zeit gut gefüllten Kaders erwägt er, auf einigen Positionen zu rotieren. „Ich hoffe, dass die Jungs mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen“, warnt Reimer vor zu viel Leichtsinn.

SC Kirch-/Westerweyhe –
Oetzen/Stöcken (So., 15)

Beide Mannschaften streiten nach Lage der Dinge um den vierten Rang, der die Qualifikation zur Aufstiegsrunde bringen würde. Den ominösen Rang nimmt zur Zeit der SCK ein, der aber auch in Suhlendorf (2:2) seinen Abwärtstrend nicht stoppen konnte und nur eines der letzten fünf Spiele gewann. Für Carsten Behnke aus dem Trainerteam hat das Spiel wegweisenden Charakter: „Verlieren verboten!“ Sollte seine Elf am Zweikampfverhalten arbeiten, hält er aber einen Heimsieg möglich. „Es muss aber alles passen.“ Personell sieht es weiter mau aus.

Aufatmen nach Corona-Schreck und Quarantäne in Oetzen. „Alle Testergebnisse sind negativ“, konnte Fatmir Osmani aus dem Trainerteam vermelden. Folglich stieg die SVG in dieser Woche mit zwei Einheiten in den Trainingsbetrieb ein. „Ich hoffe, dass die Pause dem einen oder anderen gutgetan hat und sich so auch Spieler von Verletzungen erholen konnten“, versucht Osmani, der Zwangspause etwas Positives abzugewinnen. Im Falle einer Niederlage dürfte der Zug für die SVG in Sachen Aufstiegsrunde schon abgefahren sein.

SV Stadensen –
TSV Lehmke (So., 15)

Stadensens Trainer Felix Lüring weiß genau, was seine Mannschaft im Storchenpark erwartet: „Ein unangenehmer Gegner, der tief steht und kämpft bis zum Ende.“ Lüring erinnert sich noch genau an den hart umkämpften 3:2-Sieg im erste Match. „Wir haben im Hinspiel glücklich die drei Punkte dort geholt und müssen eine Schippe drauflegen, um unserer Favoritenrolle gerecht zu werden.“ Personell muss der SVS deutliche Abstriche hinnehmen: Christopher Stach (Dienst), Johannes Strieder (Urlaub), Marten Zander (Urlaub), Levin Matz (Masterarbeit), Julian Proest (Dienst), Dennis Figge (Urlaub), Patrick Oetzmann (Dienst), Sven Müller (krank) stehen nicht zur Verfügung.

Die Lehmker (7.) konnten bisher noch gar nicht gegen die „Top-Vier“ punkten und kommen auch in Stadensen nicht um eine klare Außenseiterrolle herum. Für Betreuer Arne Scheele steht das Derby unter schlechten Vorzeichen. Denn mit Jan-René Tauscher, Finn Thiemann, Max Heitmann, Patrick Prange und Jannes Sahm schwebt über gleich fünf Stammkräften ein dickes Fragezeichen.

Staffel 2
Germania Ripdorf –
TuS Liepe (Sbd., 15)

Nachmittags die drei Punkte einfahren, abends den 30. Geburtstag von Spieler Hendrik Beck feiern – so stellen sich die Ripdorfer einen gelungenen Sonnabend vor. „Wir sind der Favorit und das muss man ab Minute eins auch sehen“, redet Trainer Daniel Wenck Klartext. Er möchte den Vorletzten mit einer offensiven Grundausrichtung zu Fehlern zwingen, muss dabei aber (und das wohl länger) auf die verletzten Sebastian Schenk und Philipp Siemers verzichten. Letzterer kugelte sich gegen Wieren den Ellenbogen aus, blieb aber von einem Bruch verschont. Zudem weilt Lucas Ruttig im Urlaub.

SV Emmendorf II –
VfL Suderburg II (So., 13)

Beide Mannschaften bewegen sich im Krisenmodus. Bei den wie ein Stein auf der Schlussposition hängenden Emmendorfern gingen Trainer Dirk Geurinck und sein Co Jan Lampe von Bord (die AZ berichtete), die Lage ist auch angesichts des quali- und quantitativ unzureichenden Kaders düster. Zu allem Unglück zog sich Ron Wilhelm gegen Ripdorf einen Anriss des hinteren Kreuzbandes zu.

In Suderburg (5.) ist nach vier sieglosen Spielen die gute Stimmung Geschichte. Auch am Tannrähm drückt der Schuh beim Personal. „Ziel wird es die Woche über sein, noch Spieler aus dem Hut zu zaubern. So bitter war die Lage noch nie“, kann Trainer Jörn Drögemüller die Misere kaum glauben. „In Emmendorf müssen wir unbedingt die drei Punkte holen. Ich warne alle, die mit einem hohen Sieg wie im Hinspiel (10:1) rechnen. Das könnte eine enge Kiste werden.“

TuS Wieren –
TSV Jastorf (So., 15)

Nach drei Siegen erwischte es die Wierener (4.) am Vorsonntag mal wieder. Der TuS bot beim 0:2 in Ripdorf eine Leistung, die nicht den eigenen Ansprüchen genügte. Die angepeilte Qualifikation für die Aufstiegsrunde bleibt in der ausgeglichenen Staffel eine knifflige Angelegenheit Trainer Mike Schneider erwartet eine Reaktion: „Wir sind immer noch am Wunden lecken, freuen uns, wenn endlich Sonntag ist und wir wieder angreifen können.“ Mit dabei ist wieder Sebastian Schulz´(nach urlaub).

Bedingt durch eine Spielverlegung kommen die Jastorfer (6.) aus einer Pause. Viel getan hat sich aber nicht. „Personalmäßig ist es bei uns wie gehabt. Ich kann nicht sagen, wer Sonntag aufgrund von Verletzungen wirklich auflaufen wird“, äußert sich Trainer Malte Weber. Er erwartet einen spielstarken Gegner, erinnert an das Hinspiel: „Wir haben zwar nur mit 2:1 verloren, es hätte jedoch höher für Wieren ausfallen können. Wir bräuchten schon einen Sahnetag, um drei Punkte zu holen.“

FC SG Gartow –
TSV Wriedel (So., 15)

Keine guten Erinnerungen haben die Wriedeler (2.) an das erste Aufeinandertreffen mit Gartow (1:2). „Eine kampfstarke Mannschaft. Die lagen uns überhaupt nicht“, erinnert sich Trainer Mathias Grabs. Er hofft, dass es seine Mannschaft nun besser macht und den Ballbesitz im Gegensatz zum Hinspiel in zwingende Offensivaktionen ummünzt. Mit Malte Koziburski und Malte Tödter (mit acht Treffern bester TSV-Schütze) haben sich zwei weitere Akteure verletzt abgemeldet. „Wir werden aber eine Truppe auf den Platz kriegen, mit der wir mindestens einen Punkt holen können“, klingt Grabs durchaus optimistisch vor dem Spitzenspiel beim Tabellenersten. Sollten es deren drei werden, würden die Blau-Gelben sich die Tabellenführung zurückholen.

Von Immo de la Porte

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