Landesliga: Blau-Gelb nach Rettung in Ottersberg im siebten Fußball-Himmel

Klassenerhalt! Teutonia nach 5:1-Gala gerettet

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Riesenjubel nach Schlusspfiff. Teutonia Uelzen feiert den Klassenerhalt in Ottersberg.

Von Arek Marud Ottersberg/Uelzen. Klassenerhalt auf den allerletzten Drücker! Teutonia Uelzen hat durch den 5:1-Auswärtssieg im ultimativen Finale beim TSV Ottersberg den drohenden Abstieg am letzten Spieltag der Fußball-Landesliga doch noch verhindert.

"Wir genießen das jetzt. Der Bus fährt bestimmt auf Felgen nach Hause", feierte Teutonias Trainer Frank Heine die Rettungsmission wie eine Meisterschaft. 

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Was für ein Sieg! Teutonia feiert das 5:1 im Abstiegsfinale gegen TSV Ottersberg

Nach all den Misserfolgen und Rückschlägen der vergangenen Wochen war am Samstagnachmittag in Ottersberg von Verunsicherung nichts zu spüren, obwohl der TSV zuletzt vier Siege in Folge einfuhr und ebenfalls noch akut gefährdet war. Doch die Blau-Gelben gingen schon nach vier Minuten durch Kristian Krieger mit 1:0 in Führung. Malte Bertram erhöhte mit seinen beiden Treffern auf 3:0 (29., 52.). Vor dem Spiel war sein Bertrams Bruder und Ex-Teutone Sören Bertram noch in der Uelzener Kabine und wünschte dem Team alles Gute. Er hatte unter der Woche den Zweitligisten Erzgebirge Aue mit einem Dreierpack im Alleingang zum Klassenerhalt im Relegationskrimi gegen den Karlsruher SC geschossen. Nun machte es ihm Malte Bertram mit dem Doppelpack nach. 

Die Hausherren verkürzten zwar durch Enes Acarbay auf 1:3, doch im Gegenzug sorgte Nils Brüggemann für die Vorentscheidung (61.) und den zwingend benötigten Sieg. Andris Kuvsinovs rundete den traumhaften Nachmittag mit dem 5:1 in der Nachspielzeit ab.

Schon mit einem Remis wären die vor diesem Spieltag auf einem Abstiegsplatz stehenden und extrem unter Druck geratenen Teutonen abgestiegen. So aber überholte die Mannschaft von Trainer Frank Heine beim Saison-Showdown die Ottersberger, die neben dem TSV Etelsen (3:4 in Ritterhude) und VfL Westercelle (1:2 beim MTV Treubund Lüneburg) absteigen müssen. 

Der SV Emmendorf verlor unterdessen in Ahlerstedt mit 1:5 und büßte dadurch noch den dritten Tabellenplatz ein. Der SV Bornreihe zog durch ein 6:2 über Eintracht Lüneburg am SVE vorbei. Spielertrainer Stephan Blödorn war aber alles andere als frustriert. "Platz vier hätten wir uns vor der Saison niemals erträumen lassen." Nach dem Nachholspiel am Donnerstag gegen Rotenburg (0:1) und angesichts der hohen Temperaturen waren die Emmendorfer stehend k.o. und kassierten nach dem 1:1-Pausenstand noch vier Gegentreffer in der zweiten Hälfte. 

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