Zu keiner Zeit mulmig

„Wenn alles gut läuft, sind wir in zwei Wochen zurück und schauen uns Deutschlands Achtelfinalspiel an“, hoffen Benjamin Silbermann (links) und Thomas Schulz auf einen erneuten Besuch in Lille.

kl Emmendorf/Lille. Sonntag, 9. 50 Uhr: Abfahrt aus Emmendorf. Ziel: das französische Lille. Tagesausflug zum ersten Europameisterschafts-Gruppenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Ukraine.

Benjamin Silbermann vom SV Emmendorf und Thomas Schulz (TSV Groß Hesebeck/Röbbel) haben den Mammut-Trip in Angriff genommen Gestern waren sie zurück.

Benjamin Silbermann: „Die Sicherheitskräfte wirken entspannt.“

Nach knapp siebenstündiger Autofahrt ist Lille erreicht. Silbermann: „Nachdem wir fanfreundliche 20 Euro für einen Stellplatz im Parkhaus bezahlt haben, machten wir uns auf dem Weg zum Stadion. Alles wirkt wie bei meinen vorangegangenen Turnierbesuchen (WM 2006 und EM 2008). Überall fröhliche Fußballfans, keine außergewöhnlich große Polizeipräzens in der etwas weiteren Stadionumgebung. Erst an der Arena ändert sich daran ein wenig, da verrichtet der eine oder andere Spürhund seine Arbeit.“

Silbermann und Schulz haben vorab von Sperrzonen in drei, zwei und einem Kilometer Entfernung zum Stade Pierre-Mauroy gehört und gelesen, an denen scharfe Sicherheitskontrollen stattfinden sollen. Die Uelzener Fußballfans sind überrascht: „Davon kann in Lille aus unserer Sicht in keinster Weise die Rede sein. Nach einer ersten Kontrolle etwa 200 Meter vor dem Stadioneingang mit der Frage, ob denn überhaupt ein Ticket vorhanden sei, folgte nur noch das obligatorische Abtasten durch die Security. Im nächsten Schritt verschafften wir uns mit unseren Tickets dann schon Zugang zum Stadion“, erzählt Silbermann. Einzig die Körperscanner am Eingang zum VIP-Bereich unterschieden sich letztendlich in Sachen Sicherheit von den Bundesligaspielen in Deutschlands Stadien. Silbermann: „Die Sicherheitskräfte und Polizisten wirkten allesamt entspannt und vermittelten zu keiner Zeit den Eindruck, dass es auch nur den Ansatz irgendeiner Gefahrenquelle oder -situation geben würde.“

Im Stadion das gleiche Bild in Grün. Schulz: „Freundliche und aufgeschlossene Ordner und Sicherheitskräfte sowie ein recht tatenloser Spürhund.“ Silbermann: „Insgesamt war es ein ungetrübtes Fußballfest, bei dem wir zu keinem Zeitpunkt ein mulmiges Gefühl haben mussten.“ Mit einem 2:0-Sieg im Gepäck treten sie gegen Mitternacht die Rückreise an. Silbermann: „Wenn alles gut läuft, sind wir in zwei Wochen zurück und schauen uns Deutschlands Achtelfinalspiel an...“

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