Eine andere Position kam für Emmendorfs David Meyer nie infrage

Keeper-Dasein als Berufung

Leistungsträger und Führungsspieler: David Meyer blieb seinem SV Emmendorf trotz Abstiegs treu.
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Leistungsträger und Führungsspieler: David Meyer blieb seinem SV Emmendorf trotz Abstiegs treu.

Emmendorf – In ausverkauften Bundesliga-Stadien reihenweise Tore schießen: Viele Kinder träumen genau davon und wollen als Stürmer eine erfolgreiche Fußballer-Laufbahn einschlagen. Nicht so David Meyer.

Der Torhüter des Fußball-Bezirksligisten SV Emmendorf wollte immer nur Tore verhindern. Im AZ-Liga Talk erklärt er, wieso seine Position eine Berufung ist.

In der F-Jugend zog er sich erstmals die Fußballschuhe an, begann das Kicken beim TuS Ebstorf. An sein erstes Turnier erinnert sich Meyer bestens zurück: „In Oetzen habe ich als Feldspieler gespielt, das hat mir gar nicht gefallen. Dann habe ich meinem Vater gesagt, ich will kein Fußball mehr spielen. Danach hat mich der Trainer ins Tor gestellt.“ Das Keeper-Dasein kommt nicht von ungefähr, so hielt Vater Bernd beim SV Hanstedt einst den Kasten sauber. Meyer: „Ich stand als kleiner Junge immer neben dem Tor meines Vaters. Da war klar: Das will ich auch!“

Das Torhüter-Erbe von Vater Bernd – es ist nicht das Einzige, das er angetreten ist. Über Ebstorf, Wendisch Evern, Hanstedt und noch einmal Ebstorf kam er vor sieben Jahren beim SV Emmendorf an, sollte Dennis Neumann ersetzen – und tat das mit Bravour! Beim SVE hat der 1,94-Meter-Mann seine fußballerische Heimat gefunden. „Ich lebe mit dem Verein, er ist mir ans Herz gewachsen“, schwärmt Meyer, der trotz des freiwilligen Abstiegs bei seinem Klub geblieben ist. „Man gewinnt und verliert zusammen.“

Weitergeholfen hat ihm auch Torwart-Trainer Karl-Wilhelm Würker, der Meyer bestens auf die Spiele vorbereitet und anschließend detailliertes Feedback gibt: „Ich kann mich da immer nur bedanken bei ihm.“

Am Sonntag (15 Uhr) steht für die Emmendorfer Riege daheim das Derby gegen den MTV Barum an. „Es ist immer etwas Besonderes, gegen Barum zu spielen. Auch schon zu meinen Ebstorfer Zeiten“, meint der 31-Jährige. Zumal Emmendorf nach der 0:4-Packung gegen den SV Rosche am letzten Sonntag gewissermaßen in der Bringschuld stehe und sich nach einer Besserung sehne. Meyer: „Wir müssen daraus lernen und nach vorn blicken.“  rp

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