AZ-Liga-Talk: Bodenteichs Daug ist nach Verletzungen immer zurückgekommen

Kapitän und Kämpfer

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Über den Landesliga-Aufstieg bis zum Fast-Abstieg: Steffen Daug hat mit dem TuS Bodenteich viel erlebt und kann ohne diesen Sport nicht leben. „Wenn ich den Fußball nicht habe, habe ich nichts“, sagt er. 

Bodenteich – Er musste oft verletzt pausieren, kämpfte sich aber immer wieder zurück. Steffen Daug ist das Stehaufmännchen des TuS Bodenteich. Über seine Anfänge, Verletzungen und das Südkreis-Spiel am Sonntag redet der Kapitän im AZ-Liga-Talk.

Fußball ist Daugs Leben. „Wenn ich den Fußball nicht habe, habe ich nichts.“ Schon früh hatte der Allrounder angefangen. Auch dank Vater Ralf, der in Bodenteich sein Co-Trainer war. „Mein Vater war schon Fußballer durch und durch. Ich kenne das nicht anders“, erzählt der TuSler. Aktuell wohnt der 24-Jährige in Lüchow, ist dort als Industriekaufmann tätig. Deshalb muss er 30 bis 45 Minuten hin und zurück fahren, wenn es ihn nach Bad Bodenteich treibt.

Aber auch das kennt er nicht anders, wie er erzählt. Schon früher pendelte er hin und her, zum Beispiel nach Lüneburg zum LSK, bei dem er mit 18 Jahren einiges in der Niedersachsenliga mitnehmen konnte. „In den letzten Jugendjahren habe ich einen Riesensprung gemacht“, blickt Daug gern zurück. Zu verdanken hat er den Schritt nach Lüneburg auch Marc Lettau, früher sein Jugendcoach und Mentor, heute stellvertretender Geschäftsführer der Profiabteilung bei Union Berlin.

Stehaufmännchen

Aber auch von Verletzungen wird Daug immer wieder verfolgt, was auch muskulären Problemen geschuldet ist. Auch Pech und mangelnde Fitness („kommt dazu, wenn man oft verletzt ist“) zählen dazu. Zudem gesteht Daug: „Ich will oft schnell zu viel.“ Bitter war die vergangene Saison, in der sich der Kapitän bei einem Silvester-Hallenturnier einen Arm brach, nachdem er freiwillig ins Tor gegangen war. Ausgerechnet in einer Situation, in der Bodenteich tief im Abstiegsstrudel steckte. „Das war emotional. Wir wollten das mit Daniel Fleischer und meinem Vater Ralf schaffen.“ Doch der Trainer und sein Assistent traten zurück, Volker Dollase übernahm (erfolgreich). „Volker kam auf mich zu und fragte, wie es mit der Verletzung aussieht. Ich sagte ihm ‘Volker, die Entscheidung darfst du mir nicht geben’“, scherzt Daug. Er spielte nach kurzer Pause angeschlagen und mit Bandage weiter. Und schaffte mit dem Team den Klassenerhalt.

Kesse Sprüche

Aber das ist Vergangenheit, gegenwärtig steht für den langjährigen Kapitän am Sonntag (14 Uhr) kein ganz so gewöhnliches Spiel an. Es gibt Verbindungen zum kommenden Gegner und Tabellenelften FSG Südkreis. „Meine Kollegin, die neben mir sitzt, ist die Freundin von Spieler Sascha Ahrens. Es wird jetzt schon rumgestänkert“, erzählt Daug.

VON ROUVEN PETER

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