Emmendorf gewinnt zähes Derby gegen zähen Gegner MTV Barum mit 2:0

SVE kann’s auch mit Geduld

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SVE-Torwart David Meyer pflückt den Ball runter. Die Barumer Simon Marks (Nummer sechs) und Tom Radde (verdeckt) können ihn dabei nicht stören.

Barum. Der SV Emmendorf kann nicht nur zaubern, sondern auch sich in ein Spiel „reinbeißen“. Der amtierende Bezirksliga-Meister wurde erstmals in der laufenden Saison ernsthaft gefordert, gewann aber dennoch das Nachbarschaftsduell beim MTV Barum mit 2:0.

24 Tore hatten die Emmendorfer zuvor in drei Spielen erzielt. Doch das Derby im Barumer Waldstadion entpuppte sich als ein echtes Geduldsspiel. Der eingewechselte Stefan Kaßmann nach Querpass von André Lankau (60.) und Lankau selbst nach Vorarbeit von Till Marks (86.) erzielten die Tore für den SVE, der schwach begann, sich aber nach und nach steigerte. Bis zur ersten Trinkpause (25.) monierte der SVE-Trainer Achim Otte zu viel Ballgeschiebe in den eigenen Reihen in einer „zähen Begegnung“, wie er sagte. Das wiederum war ganz nach dem Geschmack des MTV, der die Gäste überwiegend in der eigenen Hälfte erwartete und dem Gegner wenig offene Räume bot. Simon Marks aus halbrechter Position hatte die Chance zur MTV-Führung (20.). Kurz vor der Pause rettete erst Barums Yannic Ziesler nach einer SVE-Ecke auf der Torlinie, wenig später kam MTV-Keeper Andreas-Volker Otto nicht mehr richtig an den Ball und Arne Hohensee verfehlte aus vier Metern haarscharf das leere Tor.

Nach 59 Minuten setzte Barums Angreifer Nicolai Bäsler einen Kopfball ans Außennetz, im Gegenzug fiel das 1:0. Aus MTV-Sicht doppelt unglücklich, fand Trainer Andreas Lindenau. „Da waren wir am Drücker und vor dem Gegentor unterläuft uns ein individueller Fehler.“ Dass sein Team dem bisher so furios aufspielendem Titelfavoriten Paroli bot, tröstete Lindenau nur bedingt. „Dafür können wir uns nichts kaufen. Die Spieler sitzen mit hängenden Köpfen. Eine gute Leistung wurde nicht belohnt.“

Emmendorf wartete indes auf den richtigen Moment, wurde zunehmend stärker und schlug schließlich zu. „Wir mussten Geduld haben, hatten dann die Kontrolle über das Spiel und haben uns mehr und mehr gesteigert“, war Otte bis auf die Anfangsphase zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf.

Von Arek Marud

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