Basketball: Leo Niebuhr auf vorläufiger Abschiedstournee

„Jungs können sich bei mir melden“

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Ebstorf (am Ball Jan-Lukas vilette) rüstet sich für die Zeit nach dem Abschied von Trainer Leo Niebuhr. Heute aber treten sie mit ihrem Noch-Coach in Bramfeld an.

Ebstorf – Die Uhr tickt, die letzten Wochen des Leo Niebuhr als Coach der Ebstorf Heide Knights haben begonnen. Ende des Monats wird der Basketball-Trainer seine Segel streichen und Platz machen – zumindest für drei Monate.

Erster Halt auf seiner Abschiedsreise: Das Regionalliga-Auswärtsspiel beim Bramfelder SV am heutigen Sonnabend, 19 Uhr.

Die Weichen für die Zeit nach Niebuhr wurden bereits längst gestellt. Kapitän Benjamin Bormann fungiert ab Ende Januar als Coach, bekommt Unterstützung von Leistungsträger Justin Dennis. Zudem holte sich Ebstorf einen neuen Co-Trainer ins Boot. Mit Martin Lehmann, der seit einem Jahr in Ebstorf wohnt, verpflichtete der Klub einen Fachmann, der sofort einen positiven Eindruck hinterließ. Niebuhr ist nicht unzufrieden mit dieser Konstellation. „Ich habe vollstes Vertrauen“, betont er und bat zugleich um Verständnis: „Es ist natürlich nicht die beste Geschichte, wenn der Trainer mitten in der Saison geht, aber das war für mich eine einmalige Chance.“ Er erhielt ein lukratives Stipendium in Südtirol.

Seine Schützlinge hatten den Abgang nicht auf dem Schirm. „Ich denke, viele waren überrascht“, meint der scheidende Trainer. Der Zukunft blickt er hoffnungsvoll entgegen: „Ich habe ein gutes Gefühl, das Konzept steht. Die Jungs können sich aber immer bei mir melden.“

Trotz allen Aufruhrs des Abschieds wegen stehen noch wichtige Aufgaben in der Niebuhr-Ära an. Mit dem Bramfelder SV wartet ein schwieriger Gegner auf die Heide Knights. Der BSV befindet sich auf dem zehnten Tabellenrang. Überraschend, wie Niebuhr findet. Er untermauert: „Sie sind seit Jahren immer in den Top drei gewesen. Ich weiß nicht, was bei denen los ist.“ Die beiden Mannschaften lieferten sich in der Vergangenheit immer wieder heiße Schlachten, sodass ein enges Duell zu befürchten ist.

Niebuhr: „Der erste Eindruck nach Trainingsstart war gut. Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Die Jungs haben Lust.“

VON ROUVEN PETER

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