Joker Kolle sticht dreimal

Der beste Mann auf dem Platz, Benjamin Silbermann (links), erzielte mit einem perfekten Freistoß aus 20 Metern die 1:0-Führung für den SV Emmendorf. Diese reichte am Ende jedoch nicht, denn die Grün-Schwarzen unterlagen Eintracht Lüenburg mit 1:5. Fotos: Barklage

Emmendorf. Kurz schnupperte der SV Emmendorf im Bezirkspokal-Halbfinale an der Sensation. Doch am Ende unterlag der Fußball-Bezirksligist dem Titelverteidiger und Landesligisten SV Eintracht Lüneburg mit 1:5.

Vor über 470 Zuschauern bei herrlichem frühsommerlichen Temperaturen war der Favorit aus Lüneburg die spielbestimmende Mannschaft. Doch das Team von Trainer Carsten Lorenzen tat sich schwer den Emmendorfer Abwehrriegel zu knacken. Die Gastgeber begannen konzentriert und wurden von ihrem Coach Benjamin Zasendorf perfekt eingestellt.

Emmendorfs Pokal-K.o.

Emmendorfs Pokal-K.o.

Besonders in den ersten 45 Minuten ließ die Emmendorfer Viererabwehrkette nicht viele Eintracht-Torchancen zu. Das Innenverteidiger-Duo Oliver Harms und Alexander Gührs legte die Topstürmer Michel Klagholz und Reno Schellin an die Kette. Zur Halbzeit schien der Plan der Emmendorfer, so lange wie möglich die Null zu halten, aufzugehen.

Alexander Gührs (links) spielte solide, verursachte allerdings den Elfmeter zum 1:2 durch Rodin.

Mit Wiederbeginn änderte Gäste-Trainer Lorenzen die Marschroute seiner Mannschaft. Mit Kristoffer Kolle brachte er einen weiteren Stürmer und spielte fortan mit drei Spitzen. Doch zunächst waren die Emmendorfer in den ersten 15 Minuten nach der Pause am Drücker: Der Schuß von Stürmer Sebastian Pohl wurde abgeblockt und Björn Wendland verpasste eine Flanke von Benjamin Silbermann nur um einige Zentimeter. Doch der überragende Emmendorfer Kapitän Benjamin Silbermann besorgte in der 56. Minute die Führung für die Grün-Schwarzen. Er ließ mit seinem perfekt getretenden direkten Freistoß Gästekeeper Hopp keine Chance – ein Traumtor! Neun Minuten später hätten die Gastgeber dann sogar auf 2:0 erhöhen müssen, doch wieder war Wendland die berühmte Fußspitze zu spät um Kaßmanns Flanke im Netz unter zu bringen (65.).

Fast im Gegenzug kamen die Gäste dann zum bis dato schmeichelhaften Ausgleich. Der eingewechselte Kolle stand nach einem Freistoß völlig blank und köpfte aus knapp 12 Metern unbedrängt ein (67.). Nur zwei Minuten später dann sogar die Führung für den Titelverteidger – Rodin verwandelte einen Foulelfmeter souverän (69.). Gührs hatte Schellin zuvor im Strafraum gefoult. „Das 1:2 war sicherlich der Knackpunkt. Bis dahin lief alles wie geplant“, so SVE-Trainer Zasendorf nach dem Spiel. Die Emmendorfer waren geschockt und kassierten wenig später noch das 1:3 durch Neumann (79.). Benjamin Silbermann hatte in 82. Minute noch Pech mit einem Pfostenschuss. Kolle schraubte das Ergebnis in der Endphase mit zwei weiteren Toren noch auf 1:5. „Nach der Pause sind wir richtig ins Schwitzen gekommen. Kolles Einwechslung war ein Glücksgriff“, frohlockte Eintracht Trainer Lorenzen.

• Tore: 1:0 B. Silbermann (56.), 1:1 Kolle (67.), 1:2 Rodin (FE/69.), 1:3 Neumann (79.), 1:4/1:5 Kolle (84./87.).

• SV Emmendorf: Würker – Burmester, Harms, Gührs, S. Silbermann – Kaßmann, Berisha, Mozdzen (79. Brunhöber), B. Silbermann – Pohl, Wendland.

Viel weitere Bilder und ein Video zum Spiel unter:

Von Alexander Barklage

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