Frauenfußball: Wiedererstarkter MTV Barum hofft in Osnabrück aufs Halbfinale

Und jetzt die Pokal-Zugabe

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Jetzt ist Pokalbiss angesagt: Der MTV Barum (links Emma Louise Chluba) will mit neuem Selbstvertrauen die Auswärts-Pokalhürde Osnabrücker SC nehmen. Foto: de la Porte

Barum. Ein wenig träumen wird ja erlaubt sein. „Der Weg bis ins Finale ist nicht mehr so weit“, sagt Trainer Björn Schwichtenberg. Genau genommen sind es noch zwei Spiele, die Barums Oberliga-Fußballerinnen gewinnen müssen, um ins Finale des NFV-Pokals einzuziehen.

Die Viertelfinalhürde am kommenden Sonntag (12.30 Uhr) heißt zunächst einmal Osnabrücker SC. Eine Spitzenmannschaft aus der Oberliga-Parallelstaffel. Gastgeber Osnabrück liegt auf dem zweiten Tabellenplatz, hat in elf Spielen 25 Punkte gesammelt und kann sich noch leise Hoffnungen auf den Titel machen bei sieben Punkten Rückstand, aber einem Spiel weniger gegenüber Spitzenreiter BW Hollage. Im Kader stehen einige ehemalige U17-Bundesligaspielerinnen.

Barum kann da nicht ganz mithalten, hat sich aber zuletzt eindrucksvoll aus der Krise manövriert und kommt nach dem Überraschungssieg beim Tabellenzweiten Eintracht Braunschweig auf 20 Zähler. Der 3:1-Sieg am Sonntag war gerade im Hinblick auf den Pokalkampf in Osnabrück enorm wichtig, hat der MTV gesehen, dass er doch mit den Großen der Liga mithalten kann. „Wir konnten über uns hinauswachsen. In einmal 90 Minuten kannst du jedem ein Bein stellen“, hofft der Coach Björn Schwichtenberg auf die Zugabe.

Nach dem Auf, vor allem aber Ab in der Hinrunde ist er froh, dass die Mannschaft gerade noch rechtzeitig die Kurve bekommen hat. „Es fühlt sich gut an.“ Ein Sonderlob geht an Trainer Bernd Wischnewski, der in Schwichtenbergs Urlaubs-Abwesenheit, das Team mit zwei Erfolgen (plus ein Sieg am Grünen Tisch) aus der Krise führte. „Ich weiß nicht, was er gemacht hat, aber es muss gut gewesen sein“, flachst Schwichtenberg.

Barum kommt ein weiterer Umstand zugute, spielte die Mannschaft in Braunschweig auf Kunstrasen. Der gleiche Belag also wie übermorgen und ein Untergrund, der technisch versierten Spielerinnen liegt. Schwichtenberg: „Auf Kunstrasen verspringt kein Ball. Für spielstarke Mannschaften ist das perfekt. Und wir haben einige Spielerinnen, die damit gut umgehen können.“ Es fehlen Sarah Borgwardt und Frederike John (beide verletzt), Jasmin Bergmann (Dienst) und eventuell die noch nicht ganz fitte Selina Schulz. Schwichtenberg spürt den Aufschwung. „Wir haben Auftrieb bekommen.“

Von Arek Marud

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